Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

111 Der Schönheitswettbewerb Februar 1966


In der Frühstücks-Mensa des Kastells Peripheria sitzen die kaiserliche Gesandtschaft und die Führungsspitze aus Strategos und Stabscenturio an der opulent aufgetakelten Tafel.
Die vormaligen Teufelsbrüder, nun byzantinische Soldaten, dürfen bei Tische aufwarten. Das tun sie sehr geschickt.
Auch anspruchsvolle Menüs wie Spiegelei an Brot liegen durchaus im Bereich des Machbaren. Wenigstens hat der Strategos den Kram bei den Dörflern aus eigener Tasche bezahlt. Allerdings können die Teufelsbrüder nicht über ihre Schatten springen, der Abfall liegt nicht weit vom Stamm.
Beim Tischdienst langen sie ordentlich zu und befreien den Gesandten Aktivos Diplomates von sämtlichen Devotionalien und Preziosen.
Dem  argwöhnischen Strategos fällt das natürlich auf. Während der Centurio angehalten ist, zur kulturellen Bereicherung eine Matinee als bajuwarische Ballerina zu geben, eilt der Strategos in den Küchentrakt, um die Räuber in die Schranken zu weisen.
Da auch Bogumil das Lösegeld für
Suleika nicht leichtfertig in den Wind schießen will, macht man auf Burgfrieden. Der Strategos erhält das Raubgut zurück und übergibt es dem Gesandten als Indiz für die hohe interdisziplinäre Kunst seiner Mannen.
Dafür regnet es wieder Orden.
Nun sind neben dem Centurio auch die Teufelsbrüder stinksauer.
Nachdem sich die Gesandtschaft zur weiteren Organisation des Schönheitswettbewerbs ins Dorf verkrümelt hat, nehmen sich die Teufelsbrüder ihre beiden Vorturner zur Brust.
Meutern ist halt die vornehmste Eigenschaft von Seeräubern. Schnell sind die beiden entschärft.
Die Räuber beenden die Probezeit und  können sich jetzt wieder um ihre eigenen Geschäfte kümmern.

Im Dorf sind alle verfügbaren Ortsgrazien ins Gemeindeamt geladen, um sich dem Qualitäts-Management zu präsentieren.
Die Digedags samt Ritterschaft hängen immer noch im Wirtshaus ab. Die beiden Kämpen sitzen beim Frühschoppen und hauen sich gegenseitig ihre Heldentaten um die Lauscher. Als Dig und Dag mit Schrecken die Teufelsbrüder erblicken, fassen sie einen tollkühnen Plan. Suleika soll den Wettbewerb gewinnen und so unter dem Schutz des Gesandten nach Konstantinopel reisen. Dann wären die Räuber ausgeschaltet.
Also eilen sie mit Suleika zum Bürgermeister. Als alleiniges Jury-Mitglied sitzt nur Aktivos Diplomates hinter dem Wühltisch. Vielleicht hätte er doch nicht auf solche Selektions-Titanen wie Didis Bohlos oder Bruzos Darnellus verzichten sollen.
Na ja, egal. Eine gewinnt immer.
Soeben stehen die beiden Töchter des Bürgermeisters vor dem Gremium. Eulalia und Euphrosine,
deren Namen nur noch durch Schönheit und Liebreiz übertroffen werden - richtige Topf-Modelle.
Sie scheitern schon am Stiefeltest, Frau DiskriminierungsbeauftragtIn - übernehmen Sie!
Dann kommt Suleika an der Reihe. Da die Latschen passen, ist sie ohne großes Brimborium sofort gekauft. Mit Bratzen-Quote wäre das nicht passiert, dann hätte Suleika keine Chance gehabt. Hach, ist das aber wieder garstig!
Leider war ihr das Kleingedruckte vorher nicht bekannt. Sie ist nun potenzielle Kaiserbraut ohne Widerrufsmöglichkeit. Typisches Haustürgeschäft eben.
Die beiden abgewiesenen Schwalben freut's ungemein. Da weder Bitten noch Insistieren hilfreich sind, machen sich Dig und Dag auf, die richtigen Männer zu holen.
Die Ritter der Schwafelrunde haben nicht einmal bemerkt, dass sie durch die Teufelsbrüder heimlich entwaffnet wurden.
Mit bloßen Händen stürzen sie zum Casting-Studio, um Suleika die gute Partie zu vermasseln.
Natürlich verschaffen sie sich Zugang auf Terminatoren-Art. Allerdings ist es unklug, nebenbei noch den Kaiser zu beleidigen.
Die Wachen überwältigen die zwei Randalierer mit der Hilfe der Teufelsbrüder, die sich obendrein andienen, die höchst gefährlichen Gefangenen bis Konstantinopel nicht aus den Augen zu verlieren.
Dumm gelaufen, der Digedags-Plan, jetzt geht's mit modischen Piercings aus Kette und Steinkugel ab in Richtung byzantinischer Metropole.
Strategos und Centurio haben's da besser, sie werden vom Bürgermeister befreit.
 

Keine Ritterregel, da Runkel in letzter Zeit kaum Einfälle hat.

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum