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116 Die Hofastrologen Juli 1966


Obwohl schon ganz Konstantinopel von den kaiserlichen Schergen peinlichst gefilzt wird, erreichen die vier Flüchtigen unbeschadet den Hafen. Ein bereitstehendes Fischerboot soll Janos und Suleika ans kleinasiatische Ufer in Sicherheit bringen. Die Digedags müssen leider noch bleiben, denn sie sind ja für ihren unbeholfenen Freund Runkel verantwortlich.
Schon kommen die Teufelsbrüder angaloppiert und kapern sich ein Fischerboot, um ihr Lösegeld zu verfolgen.
Weit kommen sie nicht, denn die Fischer und die Digedags sind auf Zack. Gleich darauf zappeln die Räuber im Netz. Weil sie selbiges noch mit Vorsatz ramponieren, gibt's völlig gratis Haue von den Fischern. Auch die Prinzen von Makkaronien pieken mutig drauflos und schlagen die Seeräuber in die Flucht. Ums Haar wären die Digedags einer Streife in die Arme gelaufen. Sie verbergen sich in einem Haus. Wie es scheint, sind sie aber vom Regen in die Traufe geraten. Ein recht kauziger Freak betreibt hier eine astrologisch-alchimistische Praxis.
Nachdem der alte Zausel die Tür durch seinen boshaften Köter blockiert hat, möchte er gern ein frisch gepanschtes Elixier an den neuen Versuchskaninchen testen.
Doch die Zwangsverabreichung scheitert an Digs Hockerattacke. Der Giftmischer stürzt mit seinem Zinken in die brackige Suppe und röchelt sich leise ins Nirwana. Der Höllenhund Pollux fällt seinem angeborenen Schnüffelinstinkt zum Opfer und folgt seinem Herrchen. Die Digedags, als ordentliche Bürger, dekontaminieren zuerst das Labor und suchen sich dann eine neue Verkleidung, günstiger- und praktischerweise als Zauberlehrlinge.
Kaum sind sie fertig transmutiert, erscheint schon hochkarätige Kundschaft. Die beiden erkennen trotz seiner Vermummung den Kaiser. Dieser will sofort Horos Kopos sprechen. Doch der hat sich ja bekanntlich selbst die Kante gegeben. Dig und Dag stellen sich als Hokos und Pokos vor und heucheln Vertretungskompetenz.
Die Probleme des Kaisers sind ihnen natürlich vertraut, denn mit gewissem Stolz können sie sich als deren Urheber bezeichnen. Also reden sie dem Kaiser ein, Suleika abzuhaken und sich stattdessen auf die Hochzeit mit Irene von Thessalonien vorzubereiten.  Was wiederum gut für den Aufstieg des glorreichen Byzanz wäre. Darob gerät der Kaiser in schiere Verzückung. Solche Postivdenker will man natürlich ständig um sich haben. Hokos und Pokos werden als Hofastrologen engagiert.
Draußen tobt noch die Suche nach den Prinzen von Makkaronien. Auf Anraten seiner Sterndeuter lässt Andronikos die Aktion abbrechen. Doch im Palast braut sich bereits neues Ungemach zusammen.
Der entnervte Ohovozi vermeldet, dass der Kaiser dem genuesischen Gesandten gefälligst Rechenschaft über den unplanmäßigen Abgang von Suleika ablegen soll.
Der Kaiser platziert sich, um mehr Eindruck zu schinden, auf seinem Hubthron. Dieses Wunderwerk der Technik wird vom Zwangsarbeiter Runkel vom Keller aus bedient.
Der Genuese lässt sich vom Kaiser jedoch ebenerdig nicht beeindrucken. Da muss Runkel gewaltig an der Kurbel drehen. Das trägt aber auch nicht zur Erhöhung der kaiserlichen Autorität bei.
Im Gegenteil, der Genuese droht mit maritimer Hafensperre, um der neuen Braut Irene den Zugang zu verwehren.
Andronikos seinerseits dräut mit Vergeltung durch seine ruhmreiche Schwarzmeer .. äh, Bosporus-Flotte, was den Genuesen schon fast erheitert. Trotzdem zieht dieser schwer verschnupft von dannen, um seine ultimative Drohung in die Tat umzusetzen.
Der Kaiser gibt das Zeichen zum Sinkflug, der mit einem harten Aufschlag des Sessels endet.
Andronikos ist es zumute wie einer gekeulten spanischen Salatgurke. Aus Frust macht er die Astrologen runter, auch Runkel kriegt für den Absturz sein Fett weg. Dabei könnte eigentlich er Schmerzensgeld für die verbogene Nase verlangen.
Die gerade ergebnislos von der Suleika-Hatz zurückgekehrten Teufelsbrüder werden ebenfalls abgebürstet. Sie hassen die Prinzen und die Digedags. Das Lösegeld scheint jetzt auch im Eimer zu sein.
Des Kaisers Lage ist nicht viel besser: die erste Braut ist futsch, die zweite Braut in weiter Ferne und dazu noch die leere Schatulle. Unter solchen Umständen soll man heiraten.

 

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