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119 Hochzeit mit Irene Oktober 1966


Allen Befürchtungen der Digedags trotzend, ist der erste Abschnitt der Kaiserhochzeit halbwegs gut über die Bühne gegangen. Der opulente Zug verlässt soeben die noch intakte Hagia Sophia.
Der Schmeichlerchor schmeichelt drauflos, dass es eine Freude ist. Nur Runkel ist wieder voll Panne. Mutawakkel hat sich erneut losgerissen und das Kostüm des Alphatiers verschandelt. Auch der kaiserliche Kopfputz hat den Besitzer gewechselt. Irene beschwichtigt ihren cholerischen Gatten, nicht schon wieder an den Astrologen und dem Krokowärter herumzumäkeln. Als Runkel die renitente Echse vom Teppich zerrt, macht ihm der Sultan, der Sponsor des warzigen Lurchs, eine Szene, die Runkel aber gekonnt pariert. Irene springt Runkel bei und verursacht beinahe einen diplomatischen Eklat. Andronikos macht sich fast ins Hemd.
Hokos und Pokos flicken die morsche Matte wieder notdürftig zusammen und weiter gehts. Die nächste Katastrophe bahnt sich auf dem Weg zum Palast an.
Es gibt den traditionellen Brauch, leckere Brötchen mit liebevoll eingebackenen Euros zu verteilen.
Kaiser Andronikos hat aber nur Konsumsemmeln ohne Innenleben im Angebot, die über den Köpfen seiner Untertanen verklappt werden. Kein Wunder, dass das Volk etwas befremdlich reagiert. Da bleibt dem Hochzeitspaar nur der überstürzte Rückzug übrig. Erneut muss sich Irene zum Wohl der Zauberlehrlinge ins Zeug legen.
Vor dem Kaiserbunker warten schon die ungeduldigen Spender der Hochzeitsausstattung auf Einlass, der ihnen ja von den Astrologen zugesichert worden war. Dieses Versprechen bringt Andronikos erneut in Rage.
Dafür geht es im Palast noch relativ ruhig zu. Die Tafel ist hübsch gedeckt und als besondere Überraschung des Tages, hat ein Höfling ausgerechnet Sokrates engagiert, um ein nettes Gedicht zu Ehren des jungen Glücks zu deklamieren. Doch neuer Ärger naht, denn Mutawakkel hat eine Papageienphobie. Sokrates verliert erneut seine Schwanzverlängerung und läuft Amok. Nachdem er Andronikos' Haupt samt Krone verwüstet hat, flattert er auf die Hochzeitstorte, verfolgt vom rasenden Krokodil. Es entwickelt sich eine heiße Schlacht am kalten Büfett, eindeutiger Verlierer ist die vormals festliche Tafel. Nun greift der Kaiser hart durch. Die Menagerie wird verhaftet. Hokos und Pokos teilen das Schicksal. Irene fällt als Fürsprecherin auf ganzer Linie aus. Die beiden glücklosen Sterndeuter werden bei der Torwache vor dem Abtransport in den Karzer zwischengebunkert. Zufällig haben die Teufelsbrüder Dienst an der Türe. Die sind hocherfreut, endlich etwas Abwechslung zu bekommen und sich ein wenig wahrsagen zu lassen. Von außerhalb fliegen schon die ersten Klamotten über die Mauer.
Die geprellten Händler sind wohl etwas ungeduldig. Das bringt die Digedags auf eine Idee.
Es ist höchste Zeit für einen Staatsstreich. Und der nächste Kandidat ist ... Bogumil. Wenn er die rumorenden Händler einlässt, wird er zwangsläufig der neue Kaiser, so die Astrologenempfehlung.
Bevor sich die Digedags jedoch schleichen können, werden sie schon von Bogumil als Berater vereidigt und argwöhnisch überwacht. Während die Palastwache mit dem Ansturm der ungebetenen Gäste zu kämpfen hat, schlagen sich die Teufelsbrüder zum Kaiser durch und Bogumil erklärt Andronikos kurzerhand für abgesetzt. Natürlich laut der Prophezeiung von Hokos und Pokos. Nun ist ihr Schicksal endgültig besiegelt. Da muss Runkel natürlich opponieren, denn die Knappen unterstehen nur seiner eigenen Gerichtsbarkeit. Dabei werden sie auch noch als gewesene Prinzen von Makkaronien enttarnt. Alle entschuldigenden Beteuerungen der Digedags fruchten nicht. Sie sind erledigt. Einschließlich Runkel. Und der Teufelsbrüder. Als dann noch der ägyptische Obermufti wegen der Verurteilung Mutawakkels die Beziehungen zu Byzanz fristlos aufkündigt, kippt der Kaiser aus den verschwitzten Puschen.
Ein wenig Entspannung könnte jetzt nur noch das anstehende Gala-Feuerwerk bringen. Wäre da nicht der irrende China-Böller, der voll ins Schwarze trifft. Auch dieser wird natürlich Hokos und Pokos angelastet. Keine guten Aussichten.
 

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