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123 Der Sturm auf die Insel Februar 1967


An Bord des Invasionsseglers pennt nach Sonnenaufgang noch alles den Schlaf der Schlaffis.
Die Flucht war wirklich zu hart für zarte Seelen wie die der Berufs-Schmeichler. Doch auch die harten Typen stapeln sich ausgezehrt auf den Planken.
Nur die Digedags halten einsam Wacht in luftiger Höh', denn sie wollen die Insulaner vor dem bevorstehenden Angriff warnen.
Schon taucht die Insel Pordoselene am Horizont auf. Die vorbereitete Warnbotschaft schicken Dig und Dag per Pfeil zum nächstbesten Fischerboot. Keineswegs zu früh, denn auch der Penner am Ruder ist aufgewacht und schreit "Sand im Licht!"
Nach der nötigen Kalibrierung der Silizium-Chronometer mit der nach oben offenen Löffelskala wird der Angriffsplan besprochen.
Wegen der offenen Hafeneinfahrt soll die Insel sogleich überrannt werden. Doch die ausgeschlafenen Eiländer haben die sich die Warnung der Digedags zu Herzen genommen und eine rustikale Kette hochgezogen.
Das Schiff samt Besatzung holt sich eine böse Prellung.
Da bleibt nur eine überraschende Landung an einer entfernten Stelle der Küste. Das ist selbst für die gestandenen Marineinfanteristen eine diffizile Angelegenheit. Nasse Füße sind vorprogrammiert.
Die gehobenen Dienstränge wie die beiden Befehlshaber und die Teufelsbrüder lassen sich von den Digedags und Ritter Runkel im Landungsboot gen Küste kutschieren. Sind ja nun alles keine Seeleute, der Schoner wird schnell zum Klipper, oder so.
Durch den Bruch der morschen Barke werden nun doch noch alle nass.
Der Gleichstellungsbeauftragte hätte seine helle Freude daran.
An Bord befinden sich allerdings noch einige Gerätschaften. Da entdecken die Teufelsbrüder das zweckentfremdete Boot des Insel-Sandlers. Doch der Raub kommt sie teuer zu stehen, denn der persönliche Hammel des Alten macht ihnen Beine.
Unterdessen hat sich der Strategos mit Dig und Dag als Schildknappen auf den Weg zum Stadttor gemacht. Gutmütigerweise will er die Insulaner ein letztes Mal auffordern, freiwillig die Segel zu streichen. Er erntet aber nur Hohn, Spott und Steine. Das macht ihn ärgerlich.
Die Schmeichler wollen vor der Belagerung erst mal ordentlich einen abbeißen. Aber der gesamte Proviant ist ein Opfer einer der Geheimwaffen geworden.
Die vormals hungrigen Mäuse sind nun auch nicht mehr zum Kriegsdienst zu gebrauchen.
So müssen fürs erste alle mit knurrenden Mägen auf die Matte kriechen.
Der Strategos hat den neuen Plan, die renitente Stadt pünktlich zur Frühstückszeit zu stürmen und so einen Anreiz auf ein frugales Frühstück zu setzen. Die Leute maulen, sie wollen lieber sofort frühstücken.
Um den Digedags das eigenmächtige Entfernen von der Truppe zu vermasseln, müssen sie im Zelt der Teufelsbrüder übernachten.
Bogumil rollt sich vor den Ausgang.
Bald ist das große Ratzen angesagt und Dig und Dag gelingt es, den Fleischberg zu übersteigen.
Vor dem Zelt werden sie von Einheimischen aufgegriffen, die sich allerdings schnell überzeugen lassen, dass die Digedags die Guten sind.
Die Katapulte haben die Fischer schon vorsorglich entschärft.
Da wollen Dig und Dag nicht zurückstehen und noch einige vom Munde abgesparte Liebesgaben aus ihrem Insektenfundus beisteuern.
Die Flohbomben entwickeln sich zu einem ausgesprochenen Schlager. Den Flöhen ist es dabei vollkommen Bockwurst, ob ihre potenziellen Wirte selbst vom Hunger angefressen sind. Der gemeine Pulex irritans steht diesmal am Ende der Nahrungskette.
Die blutleeren Gestalten suchen mit letzter Kraft Linderung in den kühlenden Fluten.
Ob die Kampfmoral nach dieser Nacht noch Blüten treiben wird, ist schwer zu bezweifeln.
Andronikos muss wohl seinen Weinlieferanten wechseln.
 

Ritterregel
Wieder mal keine.
Es scheint so, als ob Runkel nur innerhalb seiner inspirierenden Rüstung zu lyrischen Ergüssen fähig ist.

 

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