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134 Im persischen Golf Januar1968


Auf der Flucht vor den Schergen des Scheichs hat der Fuhrmann die Digedags und Runkel unbeschädigt zum Basar am Hafen gekarrt.
Mit einem Schiff soll's nun schnell weitergehen.
Auch die drei Giftmischer sind hier gelandet und wollen ebenso schleunigst verduften.
Schon durchstöbern Fuad und Mirza  die Basar-Baracken nach den Flüchtigen und legen sich mit einem Muezzin an. Dieser leidet unter Perlenhabsucht und strebt entgegen seinen Worten nach schnödem irdischen Mammon. Wie Runkel und die Digedags will er Basra in Richtung Ormuz, dem Perlenparadies, verlassen.
Für den Fahrpreis muss Runkel wieder mal in seinen schon klammen Flüchefonds greifen. Der Muezzin löhnt großspurig die geforderten Zechinen, denn er erhofft sich von seinem Einsatz großen Reibach.
Ein neu bestelltes Wasserfass taugt nicht für blinde Passagiere und spült die drei Honigfälscher an Deck.
Dass die Alchimisten neben dem Fahrpreis auch noch Trinkgeld abdrücken, macht den Kapitän schon ein bißchen stutzig. Beim Test gehen seine Zähne durch die Münzen wie durch Kunsthonig - al dente fühlt sich anders an.
War aber bloß ein Missgriff ins falsche Abteil des Klingelbeutels, für pfiffige Geschäftspartner sind auch echte Goldstücke dabei.
Nach dem Auslaufen geht an Bord alles seinen gewohnten Gang. Der Schiffszimmermann will während der tristen Überfahrt ein Boot zusammentackern, um sein mageres Matrosen-Salär ein klein wenig aufzumotzen.
Auf dem Bretterstapel räkelt sich lasziv der Muezzin und weigert sich, das Postament zu verlassen. Nachdem man sich gegenseitig mit allerlei hochintelligenten Sprüchen malträtiert hat, macht der Zimmermann kurzen Prozess und räumt die Installation beiseite.
Ein Problem für die Flüchtigen: an einer Zollstation muss der Kahn anlegen und sich von des Scheichs Zoll-Bütteln durchsuchen lassen. Die Digedags und Runkel verstecken sich in der Segelwurst. Der Muezzin macht wie üblich auf stur, was die Zöllner veranlasst, von ihm eine Flugprobe mit dem Gebetsteppich zu fordern. Da der Muezzin sich weigert, freiwillig abzuheben, helfen die Zöllner nach und geben die Richtung vor.
Die Flugparabel ist eine recht armselige, unweit des Schiffes schwimmt der räudige Flokati im Wasser von Euphrat oder Tigris. Der eingeweichte Vorbeter wird wieder an Bord gehievt und genießt das ungerechtfertigte Mitleid der Besatzung. Die Digedags stehen hier unerklärlicherweise mit an der Bordwand, um kurz nach Abgang der Zöllner beim Setzen der Leinwand wieder herauszupurzeln. Runkel landet halbwegs weich auf des Muezzins Buckel.
Der alte Stinker hat nichts dazugelernt und belagert nun erneut das Materialdepot des Bootsbauers. Dabei blubbert er gebetsmühlig seine Weisheiten vor sich hin.
Die hilfsbereiten Digedags wollen dem Zimmermann beistehen und bitten die Alchimisten um Hilfe.
Dig und Dag entscheiden sich aus der breiten Angebotspalette für ein Schlafpulver zum Spottpreis von 5 Ocken. Nun ist Runkel Hausbank restlos pleite. Nachdem der Muezzin das Zeug in seinem Korpus verinnerlicht hat, dämmert er flugs ins Nirwana hinüber. Sollte das Gedöns der Alchimisten endlich mal was taugen?
Nun ist der Weg frei für den fleißigen Bootsbauer. Runkel und die Digedags fassen mit an, sodass der Kahn fast fertig wird.
Nach ein paar Stunden fällt ein ungünstig verstauter Korb dem Muezzin auf die Omme. Er ist sofort hellwach und belauscht die Digedags, die sich ihres Einfalls mit dem Narkotikum rühmen.
Klar, dass der Muezzin angefressen ist und so besucht auch er die drei Goldmacher, die diesmal einen Knalltopf empfehlen, der seinen Widersachern noch jahrelang in den Löffeln scheppern soll.
Der Topf zerschellt auf dem Achterdeck und verbreitet statt eines Knalls fette Nebelschwaden. War wohl einer der berüchtigten Nebeltöpfe.
Der Nakhoda sieht nicht mehr durch und mangelt daher ein seinen Pfad querendes Fischerboot sauber in zwei Teile. Nachdem sich der Qualm ein wenig verzogen hat, wendet das Schiff in Richtung Stoßstelle. Den drei Perlenfischern ist nichts passiert, aber ihr Gefährt taugt nur noch zum Lagerfeuer.
Der Hauptschuldige ist schnell gefunden und wird aus seinem Versteck gezerrt. Da der Nakhoda ein Gerechtigkeitsfanatiker ist, rechnet er mit allen ab. Muezzin und Alchimisten sind per se schuldig, aber auch der Zimmermann und die Digedags kriegen ihr Fett weg.
Zur Strafe muss der Muezzin dem Zimmermann das Boot abkaufen und den Perlenfischern überlassen.
 

Ritterregeln:
nicht eine

 

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