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137 Das Wrack des Nearchos April 1968


Den Perlenfischern ist die Insel ihrer Abschiebung bekannt und sie machen sich wenig Hoffnung auf Flucht.
Nafi Ibn Asra kippt die sechs Verbannten an den Strand und verschwindet mit dem Versprechen, jeden Abend wiederzukommen und die Tagesausbeute abzufahren. Zum Mampfen gibt's dann je nach Erfolg ein paar Krumen. Also werden sich alle anstrengen, die läppische Bootsladung möglichst schnell aufzuklauben.
Keine Zeit zu verlieren - die Fischer gehen sogleich ans Werk. Dig, Dag und Runkel assistieren. Nach einiger Zeit kommen die Abgetauchten mit vollen Beuteln nach oben. Runkel hält natürlich alles für Perlen, aber bis auf eine Muschel sind nur Nieten dabei.
Also ist wohl großes Glück im Spiel und wer sollte das schon haben, wenn nicht Ritter Runkel. Vollkommen unprofessionell stürzt er sich mit seinem Ballastfelsen in die Tiefe. Eine Kollision mit einem Igelfisch macht ihn atemlos und er sinkt titanicmäßig auf den Grund. Sein letzter Röchler führt zu heftiger Blasenbildung an der Oberfläche.
Gut, daß die Digedags bei Runkel immer mit dem Schlimmsten rechnen, die Rettungsmannschaften gehen sogleich auf Tauchstation. Zu Runkels Ohnmacht gesellt sich noch eine zugeschnappte Muschel, in die Runkel unvorsichtigerweise mit seinem Zeh eingedrungen ist. Dag trennt die Verbindung halbwegs günstig für Runkel hinter der Perlmuschel. Während die Fischer den entlüfteten Ritter wiederbeleben, untersuchen die Digedags Runkels Mitbringsel. Da hat der Nachwuchstaucher in der Tat ein perliges Glück gehabt. Runkel ist nun wieder aufgepumpt und hocherfreut, daß es mit seinem Schatz vorwärts geht.
Aber Glück und Glas ... währt nicht lang, denn der Perlen-Lude des Scheichs steht schon frohlockend auf der Matte. Also muß es wohl schon Abend sein.
Kaltblütig konfisziert Asra Runkels Perle, für die dieser beinahe abgenippelt wäre, und er kassiert auch die Fischer ab. Runkel rastet verständlicherweise aus und schleudert dem Halunken seine Zehenauster hinterher. Nafi Ibn Asra wird am Riecher erwischt und schwört fürchterliche Rache. Runkel sagt sich nun - jetzt erst recht - und hechtet erneut in die Tiefe. Er ist sich sicher, sein Lehrgeld entrichtet zu haben, ab jetzt agiert er im höheren Rang. Die Warnungen der Digedags gehen ihm am Allerwertesten vorbei. Beim Tauchen erblickt er ein altes Wrack, das die Mühen des Perlensammelns wohl mindern könnte, denn das muß sicher ein Schatzschiff sein. Obendrein wird es von einem bläulichen Kraken bewacht, der als Drachenersatz ganz gut taugen würde.
Beim Gerangel um das von Runkel herausgebrochene Brett wird Runkel in lecker Tinte gehüllt.
Bei seinem triumphalen Auftauchen vor den Digedags schwenkt er die erbeutete Schatzschiffplanke, die, bei Lichte besehen, den Schriftzug "Poseidon" trägt. Dieser Name bringt die Digedags ins Grübeln. Wäre ja auch verwunderlich, wenn sie zu dem Fall nicht auch ihren Senf dazugeben könnten. Tatsächlich haben sie mit besagtem Schiff wohl schon früher Bekanntschaft geschlossen. Also müssen sie sich an Ort und Stelle davon überzeugen.
Beim Untersuchen des Wracks finden sie allerlei altes Gedöns. Auch der Krake ist auf Zack und rüstet sich mit rostigen Schwertern zum Angriff, denn er fürchtet um seine Ruhe. Mit acht Armen kann er natürlich mehr ausrichten als Dig und Dag. Glücklicherweise kommt ihnen Runkel zu Hilfe. Mit dem Expreß-Tauchstein knallt er dem armen Oktopussy eins vor den Latz, daß er akuten Tintenstau bekommt.
Die Digedags sind sich sicher, daß es sich hier um das Schiff von Nearchos handeln muß, der für Alexander den Großen logistische Aufgaben übernommen hatte.
Die Fischer sind nicht sonderlich überrascht, sie kennen den alten Kahn samt Kraken ebenso von früher. Von Schätzen war dort keine Spur zu finden.
Runkel ist selbstverständlich anderer Ansicht.
Wenigstens haben sich die drei Perlenfischer ums Abendbrot gekümmert, während die anderen nur ihren Vergnügungen nachgegangen sind.
Die Digedags werden bedrängt, die seinerzeit erlebten Geschichten am Lagerfeuer zu Gehör zu bringen.
 

Ritterregeln:
keine

 

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