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140 Die goldene Rüstung Juli 1968


Soeben sind die Verbannten ihrem Sandflohlager entstiegen. Bevor die Morgenhygiene beendet und die Suppe angemessen aufgewärmt ist, erscheinen schon des Scheichs Perlenschlumpf samt Konsorten auf dem "Fliegenden Holländer" zum Morgenappell.
Er macht den Strafarbeitern klar, daß der Tag mit Maloche beginnt und sie die Übernachtung nicht mit Frühstück gebucht haben.
Die Gefangenen geben klein bei und die Perlenfischer  beginnen mit dem Tauchgang. Runkel und die Digedags als Amateure sollen sich derweil ums Mittagessen kümmern. Runkel hält nichts vom Angeln und will lieber das Schatzschiff weiter erforschen. Zur gezielten Krakenbekämpfung hat er sich mit reichlich Tinte eingedeckt. Dieses Mal erwartet ihn der Achtarmige in voller Bewaffnung. Aber Runkel gelingt es, den Oktopus mit seinen eigenen Mitteln zu verbrämen. Nun ist der Weg in den Schiffsbauch frei. Im Modder entdeckt Runkel eine mit Eisen beschlagene Kiste. Ohne Druckausgleich schieß er an die Oberfläche und verlangt von den Digedags ein Tau.
Gemeinsam hieven sie die schwere Truhe aus dem Wasser und an den Strand. Während Runkel bis zum Platzen gespannt ist, mauern die Digedags mal wieder. Sie wissen es sowieso besser und interessieren sich für eine am Deckel angeklebte Auster. Tatsächlich gibt diese eine Perle frei, obendrein eine schwarze. Jedoch Runkel ist auf besseres als Kalkmurmeln aus.
In der Kiste ruht Alexanders Rüstung, die sich nach kurzem Anpolieren als massiv gülden präsentiert. Endlich hat Runkel seinen Schatz, und auch der Geheimauftrag des Kapitäns wurde somit aufgeklärt.
Gerade ist Runkel ins Prunkstück eingestiegen, der Anzug paßt wie angegossen, als schon wieder olle Asra die Hochstimmung durch seine Anwesenheit vermasselt.
Zum Umziehen ist es zu spät. Runkel wird mit der leeren Kiste in eine nahe Höhle geschickt, denn Dig und Dag haben einen Plan.
Sie erzählen den Schergen von der Entdeckung eines sagenhaften Goldschatzes, der allerdings von Alexanders Geist bewacht wird. Um an die Schatzkiste zu kommen, soll Asra dem König ins Ohr flüstern, daß Alexanders Schiff da wäre und schon würde er die Höhle verlassen. Nach Instruktion durch Dig funktioniert Runkel ganz passabel und verlässt wie geplant die Höhle. Die Schergen eilen hinein und die Digedags kullern mit Hilfe der Fischer eine große Klamotte vor den Eingang. Nicht ganz die feine Art, das Ableben der Bande billigend in Kauf zu nehmen.
Dann schnappen sich die nun nicht mehr Verbannten flugs Asras Kahn und verlassen die Insel.
Vorher wird Runkels Rüstung noch mit Schlamm umgefärbt, man will ja nicht unnötig auffallen.
Die Fischer möchten sich nach Arabien absetzen. Runkel hat zwar Heimweh, will den Digedags aber noch eine Weile auf der Schleppe herumtreten.
Bald entdecken die Flüchtigen einen vermeintlich indischen Segler am Horizont. Die Mannschaft scheint zu matten, denn schließlich ist Mittagspause. Die Digedags und Runkel klettern an Bord. Sie winken den entschwindenden Perlenfischern noch lange nach. Doch ihr Traum von blinden Passagieren geht nicht auf. Ein grimmiger Krummsäbel erwischt sie. Die Digedags bitten um Gnade schließlich seien sie auf der Flucht vor dem Scheich von Ormuz. Und sie erzählen, wie sie ihre Widersacher ausgetrickst haben. Der Schiffer hält sich den Bauch vor Lachen und will den Spaß unbedingt mit dem Schiffseigner teilen. Dieser ist hinter einem Wust von Fächern verborgen. Nachdem Dig, Dag und Runkel sich vor dem Unerkannten inszeniert und den doofen Scheich samt Schergen nach Herzenslust verunglimpft haben, lässt dieser seinen Federbusch sinken - es ist der Scheich von Ormuz in voller Schönheit. Nun werden die drei erneut zu Gefangenen und sehen einer unerfreulichen Zukunft entgegen. Bloß gut, daß das Geheimnis der Rüstung noch nicht entdeckt wurde.
 

Ritterregeln:
Nach langer Absenz gleich drei wertvolle Weisheiten:
"Der Angler sei zutiefst verachtet, der immer nur nach Fischen trachtet!"
"Ein Ritter suche nur nach Schätzen, selbst an den schönsten Angelplätzen!"
"Wer einen Ritter blau bespritzt, bald selber in der Tinte sitzt!"

 

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