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141 Der Gesandte aus Kambaluk August 1968


Runkel und die Digedags sind am Mast festgetackert und als ob sie noch nicht tief genug im Schlamassel stecken würden, taucht auch noch Nafi Ibn Asra mit seiner lustigen Crew auf.
Bloß gut, die Digedags sind also nicht schuldig an der Endlagerung der Halunken. Asra stammelt eine Entschuldigung vor sich hin, die tragischen Opfer eines garstigen Spuks gewesen zu sein, Schatzkisten und güldene Rüstungen kommen darin vor. Glaubt der Scheich natürlich nicht.
Nebenbei hat er sich für die Digedags und Runkel schon eine nette Erziehungsmaßnahme ausgedacht: die drei sollen ihm die abgängigen Perlenfischer ersetzen. Deshalb will er sie zu tüchtigen Tauchern abrichten.
Im Palasthof ist ein schöner tiefer Brunnen installiert. Die drei werden in einen Käfig verklappt und erhalten ihre Instruktionen. Nach 100 Sekunden Tauchzeit sollen die Azubis dann ihre vom Grund eingesammelten Kiesel vorzeigen.
Bevor es richtig lustig wird, meldet man dem Scheich die Ankunft einer Gesandtschaft. Derweil soll Asra mit der Ausbildung beginnen.
Wie der Scheich schnell in Erfahrung bringt, handelt es sich um eine Abordnung des mongolischen Großchans. Auch der Zweck ist klar, nämlich Eintreiben des rückständigen Perlentributs. Der Gesandte logiert auf einem Elefanten und das goldene Beglaubigungstablett trägt Kublai Chans Gravur. Nun ist Katzbuckeln angesagt. Und Staubkriechen. Der Gesandte, dessen Schattenriß gewisse Assoziationen mit Diglu Langnesias weckt, verlangt forsch nach den längst fälligen Steuern. Da muß der Scheich leider passen, denn ihm sind die Einnahmen weggebrochen, da die einzigen drei Perlenfischer flüchtig sind. Im Falle der Unflüssigkeit droht ihm der Verlust seiner Ländereien.
Um den Gesandten ein wenig zu belöffeln, will der Scheich die aufwendige Ausbildungsprozedur am lebenden Objekt vorführen.
Den Gesandte interessieren aber mehr die Geschäftsbücher, billige Bespaßung braucht er nicht.
Der Scheich läßt nun die Versuchsanordnung zu Wasser.  Olle Schiller paßt wie Goethes Faust aufs Auge.
"Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp.." Diese Frage stellt sich hier allerdings nicht.
Auf dem Grunde des Brunnens sammeln die drei schleunigst die Kieselsteine auf, obwohl die Sichtweite immer geringer wird. Beim Hochhieven kommt auch Runkels Dilemma zu Tage. Und da der Scheich nicht ausschließlich auf Perlen fixiert ist, weiß er auch gutes Gold zu würdigen.
Sogleich will er die Runkels Schatz konfiszieren, da bieten ihm die Digedags die seltene schwarze Perle als Bezahlung an. Das ist zuviel für den Scheich, entnervt wendet er sich an den Gesandten, um ihm die Unverfrorenheit seiner Nachwuchstaucher vorzuführen.
Die nun folgenden Szenen sind herzzerreißend. Asra muß den Käfig öffnen, damit sich die drei Dagse so richtig knuddeln können.
Runkel versucht, dem Scheich die Zusammenhänge zu verklickern. Was dieser aber mental nicht auf die Reihe kriegt. Er ist mit der Gesamtsituation unzufrieden und will trotzdem Rüstung und Perle. Aber Digedag entscheidet Kraft seiner Wassersuppe ganz anders. Runkel darf die Rüstung behalten und die Perle bekommt nun eine mongolische Prinzessin. Hier wird der Scheich unvorsichtig und bietet 100 andere Perlen dafür. Digedag ist unbestechlich, der Scheich muß nun erst recht blechen.
Runkel will endlich heimreisen, er ist am Ziel seiner Begehrlichkeiten angelangt und schwärmt in bunten Bildern von der Zukunft auf dem Rübenstein.
Er wird von den Digedags zu einer Karawanserei gebracht, um in der ersten Etappe gen Bagdad zu zuckeln. Auch der Abschied von Dig und Dag ist großes Kino, das Salzwasser fließt in Strömen.
Die Digedags versprechen Runkel, im Rahmen eines Staatsbesuches auch einen Abstecher auf den Rübenstein zu machen. Aber erst einmal wollen sie mit Digedag an den Hof des Großchans ziehen.
Aber erstens kommt es anders, ..
 

Ritterregeln:
keine

 

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