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143 Der Gefangene im Wüstenschloß Oktober 1968


Die nach langer Zeit wieder komplettierten drei Digedags sind mit ihrem mausgrauen Elefanten auf dem Weg nach Kerman zum Ilchan Argun, wo Digedag noch einen hochwichtigen diplomatischen Akt zu verrichten hat.
Der alte Kumpel Runkel ist längst vergessen. Ihr Ehrengeleit haben sie wieder zurückgeschickt, welcher Räuber würde sich schon anmaßen, den Großen Digedag zu belästigen. Inmitten der unwegsamen Schluchten treffen sie auf einen Karawanenführer ohne Beschäftigung. Er bietet sich an, die Digedags bis zur nächsten Karawanserei zu geleiten, wo sie ordentlich boofen können, wie sich dor Saggse ardigulierd.
Der Wirt der schäbigen Absteige begrüßt sie unterwürfig. Während Dig und Dag unter Digedags umsichtiger Anleitung Elefanten füttern, schmieden der Serdar und der Wirt einen finsteren Plan.
Die beiden gehören zu einer Räuberbande, die im sogenannten Wüstenschloß logiert.
Um die Gäste zu sedieren, fertigt der Thekenheini einen Tee an, der mit reichlich belutschistanischem Traumpulver veredelt wird.
Die Drei kippen sich das leckere Gesöff ohne Argwohn hinter die Binde. Gleich darauf beginnt die Dröhnung schon zu wirken und sie streben ihren Schlafplätzen zu. Digedag in seiner bequemen Sänfte, der Rest im Stroh.
Dann dämmern sie ins Nirwana.
Die Zweier-Bande vermutet ganz richtig in Digedag das wertvollste Humankapital und packt die Sänfte samt Inhalt zwischen zwei Maultiere. Der Serdar macht sich mit seiner wertvollen Fracht auf den Weg ins Wüstenschloß.
Dort sitzen die Bandenmitglieder am gemütlichen Lagerfeuer und freuen sich über die fette Beute, denn Digedags edler Kittel samt Trageschachtel deutet auf großen Reichtum hin.
Digedag wird unsanft aus dem Tee-Koma gerissen und finanztechnisch ausgeschlachtet.
Nachdem die Räuber ihm alles Wertvolle abgenommen haben, versenken sie Digedag in einen Brunnen und teilen den Ertrag ihrer Arbeit unter sich auf.
Der Serdar macht sich mit dem leeren Prunkcontainer wieder auf den Weg zurück zur Schenke.
Als Dig und Dag mit schwerem Brumm-Schädel erwachen, sieht alles ganz normal aus. Bis auf den Umstand, daß Digedag ein wenig fehlt. Serdar und Wirt stellen sich natürlich dumm.
Überraschend kommt da ein irrender Reiter um die Ecke, der sich als Mitglied einer führerlosen Karawane ausgibt. Das ist das Stichwort für den Serdar im besonderen Einsatz.
Er verspricht, sich um die Karawane zu kümmern. Die Digedags haben endlich ihren gesunden Argwohn wieder und beschließen, sich ebenfalls in Richtung Karawane zu bewegen, um die Leute zu warnen. Als sie das Lager erreicht haben, erzählen die dem Ober-Kaufmann von ihrem Verdacht, der aber winkt nur geringschätzend ab.
Bald bricht die Gesellschaft auf und die Digedags schließen sich kurz entschlossen an.
Als der Trupp in der Nähe des Wüstenschlosses vorbeikommt, stürmt die Räuberbande aus dem Tor, ihre vermeintlich wehrlosen Opfer zu massakrieren.
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
Die harmlosen Kaufleute entpuppen sich als verkleidete Soldaten des Provinzstatthalters Gazan und jagen die Räuber zurück in ihre Ruine. Der Serdar macht unauffällig die Mücke.
Es nützt der Bande nicht viel, sich zu verschanzen, denn der Elefant gibt einen guten Rammbock ab. Nebenwirkung sind wohl ein paar neue Runzeln auf der Stirn.
Nachdem die Räuber ordentlich verschnürt sind, wollen Dig und Dag endlich in Erfahrung bringen, wo sie Digedag weggebunkert haben.
Der Befehlshaber wird aber sauer und entzieht Dig und Dag die Diskurshoheit. Aber die Räuber sind sowieso verstockt und beschimpfen ihn obendrein. Um sie mürbe zu machen, werden sie in einem alten Gewölbe gelagert. Dig und Dag beschließen, alleine nach Digedag zu fahnden.
 

Ritterregeln:
vorerst keine

 

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