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144 Die Schenke im Paradiestal November 1968


Während der Trupp des Ilchan das Wüstenschloß nach der Beute der Räuberbande durchforstet, hat sich der Serdar wieder der Ruine genähert. Er will den Soldaten zuvorkommen und eine besonders wertvolle Klamotte in Sicherheit bringen. Durch einen Geheimgang zum Beutelager schnappt er sich ein Bündel, das uns aus Nr. 141 bekannt sein dürfte, und flüchtet ungesehen zum Schlupfwinkel im Paradiestal.

Endlich haben auch die Digedags und die Mongolen das gesuchte Schatzgewölbe entdeckt, wo leider nur Unmengen von Gebetsmühlen lagern. Der Hauptmann läßt den ganzen Krempel einsammeln und verladen und glaubt, damit seinen Auftrag erfüllt zu haben.
Mit seinen Gefangenen und der wertlosen Beute zieht er von dannen.

Nun sind Dig und Dag auf sich allein gestellt, weiter nach Digedag zu forschen. Das Einzige, was sie noch nicht untersucht haben, ist ein alter Brunnen. Also schnappen sie sich Fackeln und gehen ans Abseilen. Unten geht ein Loch in einen Stollen ab, der in eine Höhle führt.
In der hintersten Ecke liegt ein gelbhosiges Bündel. Das entpuppt sich natürlich als Digedag. Der hat auch gleich noch einen weiteren Tip für die Spürhunde; in der Tiefe der Höhle hat er stöhnende Ächzerei vernommen. Da muß wohl noch ein weiteres Lebewesen verbunkert sein. Kurz darauf entdecken die drei ihren alten Reisegefährten Runkel, in wenig artgerechter Käfighaltung und obendrein geknebelt und gefesselt. Die Digedags geben sich ein wenig überrascht, dabei sind die Umstände recht naheliegend. Runkel vergießt Tränen der Freude. Seine Erlebnisse sind kurz geschildert, das Stichwort "Serdar" genügt vollkommen, um im Bilde zu sein. Die größte Sorge gilt seinem Schatz. Wer den hat, ist wohl klar. Die Digedags vermuten anfangs, dass er sich zwischen den Gebetsmühlen befinden könnte. Bis sie am Ausgang des Aufstiegs einen Stofffetzen finden, der gut zum Kittel des falschen Karawanenführers passen könnte. Und der ist bestimmt noch im Paradiestal zu greifen. Mit dem Elefanten geht es in die Spur.

Unterdessen ist der Konvoi aus Soldaten, Räuberbande und zugehöriger Sore im Feldlager des Statthalters Gazan eingetroffen. Die stolz vorgetragene Meldung des Hauptmanns geht nach hinten los, wegen notorischer Unfähigkeit wird er an den Hof des Ilchan weggelobt. Prinz Gazan nimmt die Sache nun selbst in die Hand, den Serdar und seinen Handlanger sowie die echte Beute zu finden.

Die Digedags und Runkel sind bereits vor der Schenke eingetroffen. Ohne bemerkt zu werden, beobachten sie den Wirt und den Serdar, wie die beiden Schurken aus dem Keller der
Schenke scheinbar wertvolle Kisten und Säcke anschleppen und auf ihre Lastesel verladen. Nachdem die beiden erneut im Keller abgetaucht sind, blockieren die Digedags und Runkel die Falltür.
Die Räuber würden zwar nun gerne teilen, aber die Digedags sind unbestechlich.
Dag macht sich auf den Weg zu den Soldaten. Die kommen ihm mit Gazan an der Spitze schon entgegen. Gleich darauf ist das Raubgesindel verhaftet und das große Staunen setzt ein, was die Messies hier alles angehäuft haben.
Digedag  sucht seine Wertsachen, findet aber nur ein Pin-Up-Bild einer leckeren Prinzessin.
Digedag, der alte Kuppler, war auch noch als Brautwerber unterwegs. Gazan springt sofort auf die Offerte an, so günstig käme er wohl kaum wieder an solch ein Rasseweib. Er hat vor, stehenden Fußes nach Kambaluk zu reiten und sich dort zu präsentieren. Digedag gibt ihm seine Kündigung mit, denn er will fürderhin wieder mit Dig und Dag durch die Botanik ziehen.
Auch Runkel ist überglücklich, er hat endlich seine güldene Rüstung wiedergefunden.
Die schwarze Perle läßt sich der Serdar unter gutem Zureden wieder aus den Rippen leiern, sie soll nun Digedags Hochzeitsgeschenk an das junge Paar sein.
Ritter Runkel endgültiger Heimkehr steht nichts mehr im Wege, die Digedags schließen sich gern an. Denn mit Runkel gibt es keine Langeweile.
Der treue Dumbo wird gegen vernünftige Reittiere getauscht, als Reisegeld gibt's für jeden einen großen Beutel Goldstücke, dann verabschiedet man sich herzlich.
Auf zum Rübenstein!
 

Ritterregeln:
Runkel hat seine alte Form noch nicht zurückgewonnen.

 

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