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146 Hochzeit auf Burg Rübenstein Januar 1969


So würdelos hat sich Runkel sein Kammbäck im heimischen Biotop nicht vorgestellt.
Eigentlich sollte es eine grandiose Begrüßung geben, aber außer wild aufgestellten Rüben ist niemand erschienen.
Umso größer ist die Überraschung auf Seiten der Burghocker, die die Heimkehrer selbstverständlich aufs herzlichste willkommenheißen. Am liebsten sollte Runkel sofort seinen Reisebericht referieren, aber es steht Wichtigeres an.
Den Klauen des Kuckucksbergers muß erstens der Schatz und zweitens wohl auch Runkels Braut entrissen werden.
Nachdem man sich fix eingerüstet und die Mannen alarmiert hat, geht's stracks zu Möhrenfelders.
Der Kuckuck versucht hier bereits, ein Ei ins fremde Nest zu legen. So wie es ausschaut, ist der Familienrat derer von Möhrenfeld nicht abgeneigt, Adelaide mit dem Raubritter zu verknuspeln.
Adelaide mag zwar nicht, kann sich ihre Zähren aber sparen.
Die alten Schleimer im Familienrat verkaufen Adelaide ohne mit der Wimper zu zucken an den völlig inkompatiblen Knilch.
Sogar der alte Möhrenfelder ist ein fieser Appeaser.
Schnell werden aus Mutters Hochzeitsuniform die treuen Motten vertrieben und Adelaide steht plötzlich als Braut auf den Fliesen.
Zur Burgkapelle ist es nicht weit, den Kaplan interessierts sowieso nicht, wen er womit verpartnert.
Gut, daß noch andere Kräfte am Walten sind, das Unglück von Adelaide abzuwenden. Kuckucksbergs Wachen sehen aus den Möhren zwar eine Staubwolke nahen, schnallen aber erst deren Brisanz, als sie von Runkels Streitmacht überrollt werden.
Der Weg zur Kapelle ist für das SEK "Rübe" nun frei.
Drinnen wird soeben Adelaide vom Kaplan der Form halber befragt, ob sie denn auch wolle.
Runkel nimmt ihr die Antwort ab und fordert den Kuckucksberger gezwungenermaßen zum Duell um die Hand der Holden.
Natürlich ist Runkel trotz aller vollbrachter Heldentaten dem Räuber geringfügig unterlegen. Aber auf seine Knappen ist wie immer Verlaß. Dig holt mit einem gut gesetzten Armbrustbolzen einen Leuchter aus der Höhe, der den Kuckucksberger Raufbold zwangsjackenmäßig fixiert.
Natürlich hat Runkel hat sogleich wieder seine erhabene Dreistigkeit zurückerlangt.
Während der Kuckucksberger fachmännisch endbehandelt wird, springt Adelaide ihrem Retter Runkel an die blecherne Brust.
Durch ihre überwältigende Anbetung schwillt Runkels Kamm noch weiter. Schnell übt der Karottenhäuptling Selbstkritik und bittet den neuen Schwiegersohn um Vergebung. Runkel läßt sich nicht lumpen und verzeiht alles.
Nachdem dem Rüstungs- und Brauträuber die Beute wieder abgenommen wurde, jagt man ihn nebst Gefolgschaft aus der Burg. Kuck dräut mit furchtbarer Rache, jetzt erst recht!
Alle sind recht froh, daß es so gekommen ist. Bloß ein Gesicht macht auf miesepeterich, die Möhrin. Was ist schon ein Ritter als Eidam, wenn man fast einen Grafen geködert hätte.
Die Hochzeit soll natürlich auf dem Rübenstein stattfinden, sonst wäre ja der Hefttitel falsch. Mit einem beeindruckenden Troß ziehen Runkel samt Braut gen Rübenstein. Dort ist bereits dank der Burgwächter-Telegrafie alles vorbereitet für den großen Akt. Der Kaplan kommt endlich zum Zuge und das Brautpaar verspricht, eine Bedarfsgemein-schaft einzugehen. Danach wird opulent getafelt. Man sieht, daß auch schnöde Rittersleut' zu feiern verstehen. Der rote Rebensaft fließt in Strömen, die Digedags bechern wacker mit. Dabei wissen sie genau, daß sie nix vertragen.
Am Abend ringt sich Runkel noch eine Rede ans Volk ab, wobei er verspricht, zukünftig alles Gesinde vor Übergriffen jedweden Gesindels zu beschützen.
 

Ritterregel:
"Ein Ritter erst nur dann was nützt, wenn er nicht räubert, sondern schützt! "

 

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