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150 Der Sturm auf die Kuckucksburg Mai 1969


Nach der kürzlichen Pleite mit den "Rübensteiner Festspielen" hat Runkel seine persönliche Schmerzgrenze erreicht. Und die war eh nicht besonders hoch.
Ritter Runkel hat sich an alle umliegenden Dörfer gewandt, die allesamt unter den Raubrittern zu leiden hatten. War wohl nicht schwer, sie ihrer Unterstützung zu versichern.
Die Digedags haben in enger Kooperation mit Scharlatanius eine Wunderwaffe entwickelt, die einem raketenbetriebenen Drachen verdammt ähnlich sieht. Seinerzeit wurde noch bei den Chinesen abgekupfert und nicht umgekehrt. Runkel gibt natürlich den General, denn er hat sein Handwerk vom Holzschwert auf gelernt.
In dunkler Nacht zieht der Troß gen Kuckucksburg. Während die Digedags ihren Raketendrachen klarmachen, bringen die Bauern die Enterleitern in Stellung. Die Drachenbesatzung will unter den Räubern eine moderate Panik erzeugen und sodann ein Leuchtzeichen geben.
Ritter Runkel soll daraufhin seine Sturmtruppen aktivieren.

In den Gewölben der Kuckucksburg sitzen einige Knechte arglos beim fröhlichen Würfelspiel. Im Fernsehen lief wieder mal nichts Gescheites. Mit dem Einsatz von Goldstücken ist man hier nicht zimperlich. Knecht Eisenbeiß unterliegt seinem Kollegen Schnappzu ganz klar in Augen und läßt sich zu einem geharnischten Fluch hinreißen. Dieser fährt selbst dem hartgesottenen Schnappzu in die Glieder und er mahnt an, nicht so leichtfertig nach dem Beelzebub zu rufen.

Graf Willibald nämlich, des Kucks Uropa, hatte sich seinerzeit beim Würfeln mit dem Geiersteiner und dem Rabenburger um Kopf und Kragen geflucht. Im Falle einer Niederlage solle ihn doch sogleich der Teufel holen. Und der Fürst der Finsternis war prompt zur Stelle, um seine Dienstleistung anzubieten.
Natürlich machte das auf Willi keinen Eindruck und er würfelte unverzagt weiter und verlor. Ohne konkrete Ansage packte ihn der Pferdefüßige am Kragen und entschwand in die stille Mondnacht auf Nimmerwiedersehen.

Schnappzus Erzählung läßt alle wie gebannt gen Himmel stieren, wo tatsächlich ein Flugobjekt teuflischen Aussehens seine Chem-Trails übers Firmament zieht.
Der Drachen ist natürlich wirklich echt zum Fürchten, besonders seine Topfaugen und die stinkenden Abgase der alchimistischen Antriebsraketen. Das kann nur Gevatter Mephistopheles sein. Die Knechte fallen dem galoppierenden Wahnsinn anheim.
Wild krakeelend verlassen sie die Stätte der teuflischen Niederkunft.
Nur einer hält stand - der alte Kuckucksberger.
Die Digedags haben wohl Freude daran, ihre Runden über der Burg zu drehen. Das verschafft dem Grafen Gelegenheit, das Fluggerät der Digedags nach einem gekonnten Enterhakenwurf am Fahnenmast des Zentralturms zu fixieren. Mit jeder Runde schraubt sich der Drachen enger an den Turm heran bis es zum Zinnenkontakt kommt.
Die drei Piloten landen zu Kuckucks Füßen. Digedag wirft noch geistesgegenwärtig seine Leuchtkugel in die Nacht.
Das ist das lang ersehnte Zeichen für die Bodentruppen. Ein Teil entert von außen den Burgfelsen, andere schleudern mit ihren improvisierten Katapulten Hinkelsteine in die Burg. Die Überraschung bei den Angreifern ist groß, als sie die Burg ziemlich leer vorfinden. Wäre da nicht noch der Graf auf dem Turm, der die drei Dagse schon über den Abgrund hält. Nachdem Runkel dem Grafen keine Zugeständnisse machen will, wirft dieser die Digedags in den Orkus. Aber es wären nicht die Digedags, wenn sie nicht noch ein paar Trümpfe im Kittel hätten. Mit ihren Fledermauskostümen schweben sie sacht zu Boden.
Der Graf flucht und nutzt vorerst seinen Heimvorteil um sich zu verstecken.
Runkel verspricht, den alten Räuber eigenhändig aus seinem Bau zu zerren und zur Rechenschaft zu ziehen.
 

Ritterregel:
keine

 

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