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153 Die große Herausforderung August 1969


Nachdem den Digedags ihre schön geplant Ausschlachtung des VIP-Eklats auf der "Louisiana" von ihrem Vordenker strikt untersagt worden war, haben sie sich auf den eilig ausgeschwitzten "Plan B" geeinigt.
Am nächsten Morgen erscheint im "New Orleans Magazine" der große Anzecker zum legendär erklärten Schiffsrennen zwischen der "Louisiana" und der "Mississippi Queen".
Ganz New Orleans ist von der Rolle. Endlich mal was los, statt ständig nur dem bräsigen Karneval frönen zu müssen.
Teils hält man Käpt'n Joker für mittelschwer bekloppt, Kenner der Szene wie seine Lotsen-Kollegen räumen ihm allerdings Chancen von etwa 2% ein. Andererseits glaubt man, die "Louisiana" werde sich eh nicht soweit herablassen, überhaupt mit Joker zu parlieren. Dem Besitzer der Konkurrenz-Schmiere "New Orleans Courier" läuft die Galle über als er sich das "Magazine" - streng dienstlich - reinzieht.
Daß ausgerechnet das "Magazine" heute den absoluten Brüller veröffentlicht hat, verdirbt ihm den jungen Tag. Sogleich schickt er ein paar seiner Schnüffler in die Spur.
Colonel Springfield erfährt aus der Zeitung ebenfalls vom geplanten Rennen. Weshalb liest er als besser Situierter eigentlich dieses Proletenblatt? Der Colonel findet den Wettkampf oberpeinlich und will Kapitän Baxter ein wenig auf die gesellschaftliche Linie zurückbringen.
Auf der "Louisiana" wird nach dem gestrigen Inferno noch rein Schiff gemacht. Aufgrund des exzessiven Gebrauchs von leckerer Schmierseife rutscht er relativ unstandesgemäß und gesäßmäßig in den Salon, wo Baxter samt Sippe soeben ihr Frühstück mümmeln. Dem opulenten Speisenangebot zufolge scheint es wohl eher ein Brunch zu sein oder gar schon ein Linner. Baxter ist der Neuigkeit wegen selber überrascht und versucht abzuwiegeln.
Doch das Auftauchen der beiden "Courier"-Reporter läßt ihm zur Wahrung des Gesichte sehr wenig Spielraum. Er muß wohl oder übel Farbe bekennen.
Die beiden Schreibspechte gehen anschließend dem vollkommen ahnungslosen Joker aufs Schwein. Der ist natürlich ebenso überrascht wie vordem Baxter als ihm der Schrieb der Digedags unter die Nase gerieben wird. Joker fehlt die Einsicht, daß weitgehend harmlose Nebensätze so folgenschwer sein sollen.
Voller Wut eilt er zum "Magazine". Baxter hat alles beobachtet und er freut sich, daß Joker ebenso auf die Nudel geschoben wurde wie er.
Nun macht's auch ihm richtig Spaß, gegen Joker anzutreten.
In der Redaktion brennt wenig später die Luft.
Heute ist mal nicht Potter das Opfer, sondern die echten Adressaten sind bekannt. Mit gezielten Schwartenwürfen werden die Digedags unvorteilhaft garniert. Potter lacht sich krumm über deren Aussehen und will sie sogleich für die Nachwelt festhalten.
Bald gelingt es den Digedags, Joker wieder zu besänftigen. Er wird als Grölaz (größter Lotse aller Zeiten) gebauchpinselt und obendrein bei seiner Schiffer-Ehre gepackt. Schließlich muß Joker kleinlaut zugeben, doch der Beste zu sein.
Die Digedags wollen an Bord der "Queen" mitschippern und eine tolle Reportage auswerfen. Potter ist einverstanden.
Beim Zug durch die Gassen wird Joker von den einfachen Leuten gefeiert.
Aus aktuellem Anlaß erscheint auch eine Sonderausgabe des "Courier", reichlich bestückt mit Schmähattacken gegen Joker und seinen alten Pott.
Die beiden in trauter Konkurrenz agierenden Zeitungsjungen verteidigen ihr jeweiliges Produkt  ziemlich nachdrücklich.
Dieses Erlebnis hat Joker noch zusätzlich motiviert, den feinen Schnöseln ordentlich zu zeigen, wo der Lotse den Most holt.
Die Digedags werden von moderaten Bissen in ihr Restgewissen gezwackt, den armen Mann in ihrer Geschichte tiefgreifend verwurstet zu haben.
Wenigstens wollen sie Joker nach Kräften unterstützen, das Schiffsrennen zu Gunsten ihrer eigenen Zeitung zu entscheiden..

 

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