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160 Bei den Mississippi-Piraten März 1970


Pfiffig wie die Digedags nun mal sind, nutzen sie nicht nur der Jokers Gastfreundschaft schamlos aus, sie schlauchen sich auch oft und gern bei den Mahlzeiten der Farmarbeiter durch. Hier versucht man ihnen sogar einzureden, daß olle Joker ein ganz Lieber sei. Aber das wissen die findigen Reporter natürlich viel besser. Daher machen sie sich zum zweiten Mal nach Turtleville auf, um dem letztens verhinderten Sheriff einen Besuch abzustatten.
Aus purer Langeweile pokert der Gesetzeshüter  mit einem inhaftierten Pferdedieb. Kann natürlich auch sein, daß das Spiel mit Roy Ross lediglich eine Wiedereingliederungsmaßnahme in die Gesellschaft darstellt.
Der Sheriff verliert durch eigenes Ungeschick, woraufhin ihm der Draht aus der Mütze fliegt.
Das lustige Handgemenge zwischen den Spielern schlichtet Digedag durch einen Schuß ins Blaue.
Als der Sheriff erkennt, daß die drei der gefürchteten Journaille angehören, ist er sofort friedlich gestimmt. Wer kann schon negative Presse gebrauchen?
Die verwüstete Dienstbude wird zunächst sauber aufgeräumt und Roy Ross wieder weggeschlossen.
Auf die Frage der Digedags nach den Mississippi-Piraten kann der Pferdedieb etwas beisteuern. Allerdings verlangt er vorher ein paar Drogen zur Verbesserung der Eloquenz. Die Geschichte um die Piraten, in die auch angesehene Bürger involviert waren, bestärkt die Digedags in ihrer Vermutung. Es kann sich hier nur um Joker handeln.
Beim Verlassen des Büros treffen sie auf Coffins und Tombstone. Auf ihre Frage nach Ben werden sie von den beiden eingeladen, den geretteten Ben im Versteck zu besichtigen.
Nun geht es durch verborgene Seitenarme des Flusses zu einer geheimen Blockhütte. Hier soll Ben untergebracht sein, den Digedags imponiert dieses Versteck des Sklaven-Expreß.
Beim Betreten der Hütte schlafen ihnen allerdings die Gesichtszüge ein, denn ihr Freund Ben baumelt, fachmännisch verschnürt und geknebelt, auf einem Stuhl von der Decke. Selbst nachdem sie von den Piraten überwältigt worden sind, scheinen sie ihres gesunden Menschenverstandes weiterhin verlustig zu sein. Haarklein müssen ihnen Prediger und Doc erklären, daß sie selbst die Bösen sind und Joker ihr Gegenspieler ist, der den Sklaven wirklich in die Freiheit verhilft.
Mit Mühe kehrt der Grips zurück, äußerst peinlich, das Ganze.
Die Digedags werden nun ähnlich wie Ben, nur nicht freischwingend an ein paar Stühle geflochten.
Die drei Piraten haben genug geleistet und wollen jetzt bei Billys Geburtstag einen ordentlichen Schluck abbeißen.
Als sie weg sind, werden die Verschnürten plötzlich aktiv und versuchen, durch diffizile Hampeleien ihre Fesseln zu lösen. Das lockert zwar die Stricke nicht, aber versetzt die Hütte in Schwingungen. Ein Pott mit Gänseschmalz fällt dabei vom Wandregal und tränkt die von Digedag bereits durchgeschwitzten Stricke. Erst jetzt finden die hungrigen Mäuse, die von den Banditen nie gefüttert wurden, Geschmack an dem tranigen Faserwerk. Ratzputz sind die Stricke durchgemümmelt. Doch die Entfesselung ist nur die halbe Miete, denn die Hütte ist auf den ersten Blick äußerst robust zusammengenagelt. Mittels einer gewagten Holz-Installation wollen es die Digedags durch die Dachschalung versuchen, da löst sich alles mit einem fürchterlichen Rumms in Wohlgefallen auf.
Eine plötzliche Flutwelle hat das Versteck der Piraten mitgerissen und auf den offenen Mississippi hinausgespült. Nach dem Wassereinbruch gelingt es den Eingeschlossenen, sich aus dem Blockhaus herauszuschälen. Nun treiben sie mit der Hütte in kompletter Finsternis einer unbestimmten Zukunft entgegen. Die Reporter und Ben sind ganz schön in die Fritten geraten.

 

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