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161 Das Erbe des Goldsuchers April 1970


Die Digedags staken mit Ben auf ihrer bröselige Blockhütte durch die Fluten des Mississippi.
Von vorne nähert sich ein bedrohliches Objekt mit voller Pulle. Ausweichen ist nicht möglich, dafür ein Zusammenprall umso mehr. Der Bretterhaufen wird vom Dampfer in Grund gebohrt, die Hüttenwirte retten sich an Deck des Dampfschiffs.
Es ist die "Louisiana" und Turner im Lotsenhäuschen hat die Nase voll vom ständigen Harakiri.
Bei der nächsten Karambolage wird er den Kasten stoppen.
Vorsichtig pirschen sich die drei Dagse und Ben ans offenstehende Fenster der Kapitänskajüte. Kapitän Baxter und seine Tante haben sich schwer in der Wolle, es geht wieder einmal ums ominöse Banjo.
Während der Neumöblierung der beim Rennen verlustig gegangenen Einrichtung war seinerzeit Mrs. Jeffersons Anwalt in die gute Stube geschneit und hatte mit einem Testament herumgewedelt. Ein alter Goldgräber hatte in seinem nun schon 10 Jahre alten Vermächtnis den mittlerweile
vaporisierten Joshua Jefferson zu seinem Universal-Erben bestimmt. Der Erblasser, ein gewisser Abe Gunstick, urteilte nicht gerade zimperlich über den schurkischen Jefferson, vermachte ihm aber nichtsdestotrotz den Plan einer leckeren Goldmine. Und diese Schatzkarte war durch Gunstick im Banjo verbunkert worden. Natürlich ist nun Miss Jefferson erbberechtigt und sie sucht verzweifelt nach dem Negerjungen, der zuletzt mit dem Instrument gesehen wurde.
Mehr erfahren die Lauscher nicht, denn Mr. Turner hat nach der nächsten Kollision die Notbremse gezogen. Als Baxter ärgerlich nach dem Lotsen ruft, bläst die Zugluft das Testament den Digedags geradewegs vor die Stiefel. Die Digedags nehmen es an sich - auch nicht gerade fein.
Als ein altes Floß am Dampfer vorbei treibt, gelingt den Digedags und Ben unbemerkt die Flucht. Sie vermuten sich unweit der Joker-Farm, wo sie sich kindischerweise eine Bude zum Cowboy-Spielen zusammengezimmert haben.
Hier landen sie und sind erst mal in Sicherheit, hier soll sich auch Ben vorerst verstecken. Dieser ist allerdings gar nicht amüsiert, daß sein geliebtes Banjo jetzt geschlachtet wird. Irgendwie muß man ja an den Plan ran.
Moralisch fühlen sich die Digedags sowieso im Recht, außerdem scheint die Geschichte noch den einen oder anderen Haken zu besitzen und recht spannend zu werden. Nachdem man Ben zugesichert hat, das Ding wieder sauber zu reparieren, macht sich Dag an die knifflige Operation. Zum Vorschein kommt eine lose Zettelsammlung.
Es ist Abe Gunsticks Tagebuch und beschreibt die Vorkommnisse mit
Jefferson: Gunstick ist wie jeden Tag beim Goldwaschen, als sich ein etwas derangierter Fremder nähert. Er behauptet, Joshua Jefferson zu heißen und nach Gold zu suchen. Nachdem er sich ein paar Tage ausgepennt und danach ausgiebig den Ranzen vollgeschlagen hat, nimmt ihn Gunstick mit an den Bach.
Aber die mühselige Planscherei ist sich Jefferson zu fein.
Gunstick reagiert mißtrauisch und erwischt Jefferson beim einem Diebstahlsversuch.
Deshalb versteckt Gunstick am nächsten Tag sein Tagebuch samt Minenplan im Banjo, in der Hoffnung, Jefferson würde es an Musikalität gebrechen. Hier endet das letzte Blatt.
Die Digedags wären nicht sie selbst, wenn sie nicht genau wüßten, wie's weitergeht: Nächtens fesselt Jefferson den Goldsucher an die Schlafstatt und macht sich mit allem Wertvollen, wozu auch das Banjo gehört, aus dem Staub. Und fieserweise mit Gunsticks Maultier. Old Abe kann sich entfesseln, hat aber seine Lebensgrundlage eingebüßt. Zu Fuß macht er sich auf den Weg durch Berge und Wüsten in Richtung der Zivilisation. Warmherzige Indianer retten ihm das nackte Leben.
Über Jefferson weiß man aus den Zeitungs-Archiven besser Bescheid. Er kam schwerreich aus Kalifornien nach New Orleans, wo er einige Schiffe kaufte und sich kulturell mit der Opernsängerin Jefferson schmückte. Bis er vor fünf Jahren einen Raumflug nicht überlebte. Dann wird der Minenplan analysiert. Wie es scheint handelt es sich hier um einen Goldschatz der Indianer, dem später die Spanier vergeblich nachspürten. "Stadt des Schweigens" klingt recht interessant. Da müssen Reporter ihre Nasen unbedingt eintauchen.

 

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