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165 In Kansas City August 1970
Digedags Nr. 165

Während der Sheriff von Kansas City sich an seinem Schreibkram abarbeitet, machen sich die Protagonisten seines Protokolls gegenseitig die Hölle heiß.
Die Piraten ziehen dabei auf ganzer Linie den kürzeren, denn des Colonels lange Rechte und Mrs. Jeffersons Paraplü-Nadel starten den Angriff auf Predigers und Docs Riechorgane. Was mag wohl schlimmer schmerzen?
Dem Sheriff platzt endlich der Kragen und in seiner berechtigten Rage verschweppert er das Tintenfaß über sein mühsam formuliertes Machwerk. Nun ist er aber bächtig möse. Von allen klaren Gedanken befreit, läßt er sich mit den Delinquenten auf unnütze Diskussionen ein und da Wut blindfüßig macht, sieht er das Näherkommen der berüchtigten Schirmkrücke nicht. Schon klebt er an den Gitterstäben und ist im Nu entwaffnet. Sein Pampel, der bisher viel Besonnenheit an den Tag legte, steht ebenso beidbeinig in der Grütze. Seine Kanone ist noch in der Reinigung.
Also ändern sich die Rollen, die bisher inhaftierten Ruhestörer tauschen die Plätze mit den beiden Gesetzeshütern.
Die drei undankbaren Mississippi-Piraten wollen sich trollen und ihre gewesenen Kompagnons in der Zelle verschimmeln lassen.
Mrs. Jefferson bietet ein paar Erdnüsse an, aber Coffins machts nicht unter 50 Prozent.
Der Colonel redet ihr insgeheim zu, irgendwie wird man sich der ungeliebten Teilhaber später noch entledigen können, Hauptsache, erst mal raus aus dem Knast.
Doch das Ehrenwort genügt Ehrwürden Coffins nicht, wozu hat man einen Studienabbrecher des Winkeladvokatentums in seiner Truppe. Der Doc setzt einen geschliffenen Vertrag auf, der ordnungsgemäß signiert wird, samt amtlichem Dienstsiegel und der Beglaubigung durch den Sheriff. Dann dürfen die beiden ihren Käfig verlassen. Die Ordnungshüter müssen bleiben und geloben Rache. Hoch auf dem Dienstwagen des Sheriffs verlassen die Fünf kurz darauf die schlafende Stadt.

Ein paar Meilen weiter wehklagt ein Indianethäuptling über die Verlotterung seiner Jagdgründe. Grund sind die Bleichgesichter, die sich als Einwanderer und Büffeltotschießer gerieren.
Für solche Delikte existiert als probates Gegenmittel der in Fachkreisen beliebte Marterpfahl.
Kürzlich sind wieder einige Pferde abhanden gekommen und der Häuptling beschließt, endlich den Klappstuhl auszugraben.
Zwischen den Singenden Felsen will man einen Hinterhalt etablieren und der Postkutsche aus Kansas City auflauern.
Eben diese Kalesche nähert sich gerade dem Treffpunkt, angefüllt mit den arglosen Digedags. Der gestandene Kutscher hat die Gefahr instinktiv verinnerlicht und tritt unvermittelt auf die Klötzer.
Da den Digedags die Zeit ein wenig im Nacken sitzt, pochen sie auf Weiterfahrt. Den "Angsthasen" braucht sich der Kutscher nicht zu gefallen zu gelassen. Mit Todesverachtung prescht er weiter dem ungewissen Schicksal entgegen.
Natürlich verstehen die Indianer ihr Handwerk und setzten als erstes den Kutscher schachmatt.
In einer Verzweiflungstat markiert Digedag den Mutigen und schwingt sich auf den Bock.
Das ist aber zwecklos und wenig später schleift man unter dem Freudengeheul des Stammes die Kutsche mit ihrem Inhalt ins Indianerlager. Der Kutscher und die Digedags werden an die kunstvoll verzierten Pfähle getackert. Als sich Dag noch bezüglich des gelben Metalls verquatscht, ist für Mückenherz, den Oberindianer, alles klar. Er will die Kutsche samt Humankapital als Druckmittel gegenüber dem bleichgesichtigen Major Pinkerton verwenden.
Ein paar Stunden später wird von den Indianern eine zweite Kutsche aufgebracht. Logisch, daß jetzt das Reisebüro Jefferson von der Maßnahme betroffen ist.
Nun werden aber die Marterpfähle knapp. Mrs. Jefferson und die Digedags bestätigen sich ihre gegenseitige Schadenfreude.
Dig bekommt eine schwere Identitätskrise und bemüht die gepflegte Ausdrucksweise der Rothäute. Mal sehen, ob der Rest der Truppe auch noch konvertiert.

 

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