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167 Flucht zu den Indianern Oktober 1970
Digedags 167

Seitdem die Digedags nach ihrem Anschlag auf Pinkertons schickes Fort ihr Heil in der Flucht gesucht haben, ist bei den Soldaten erst einmal Stuben- und Revierreinigen in Tateinheit mit Putz- und Flickstunde angesagt.
Derweil kaut Madam Jefferson dem Major ein Ohr ab, um die flüchtigen Attentäter stantepede wieder einzusammeln. Das scheint ohne Reittiere nicht besonders erfolgversprechend. Aber da erinnert sich der Major an die Offizierspferde.
Die aufmerksamen Piraten sind schneller und machen mit den letzten drei Gäulen die Fliege.
Mangels Trompete versucht der Colonel, die weit versprengten Kämpfer mit seiner Mundorgel zusammenzutröten.
Die Jefferson hat eine bessere Idee: Über große Entfernungen kann man auch mit einer Kanone auf die drei Spatzen schießen. Als schlichter Kavallerist hält sich der Colonel vornehm zurück.
Mrs. Jeffersons Debüt als Richtschütze ist so übel nicht.
"Zu tief" wäre schon im Kasten. Jetzt ist "zu hoch" an der Reihe. Ein nahezu lotrechter Schuß kommt auch immer nahezu an seinen Ausgangspunkt zurück.
Die Kugel explodiert wenige Meter neben den Absendern und vaporisiert das Küchenstudio des Forts. Jetzt ist auch die für jede Truppe so strategisch wichtige Furage im Eimer. Zur Belustigung ziert jeden Kopf ein passender Topf.
Major Pinkerton nimmt allen Mut zusammen und droht den beiden Schlumpschützen mit dem Kriegsgericht. Der Colonel braucht nur die "Washington-Karte" aus dem Ärmel zu ziehen und Pinkerton knickt weg. Es genügt eben nicht, keinen Plan zu haben, man muß auch unfähig sein, ihn umzusetzen.
Die Digedags sind unterdessen am Fuße des Gebirges angelangt, als ein zweispänniger Armee-Wagen führerlos aber mit maximal zugelassener Geschwindigkeit vorbeirattert. Ein Fels wird der Kalesche zum Verhängnis und der Wagen verschüttet seine Ladung. Der Vorgang wird auch von den bis hierher geflüchteten Pferdedieben unter Jim Carter beobachtet. Sie machen sich sofort an der Ladung zu schaffen, jede Menge Militärklamotten. Nachdem sie sich verkleidet haben, schnappen sie sich die beiden ausgelutschten Gäule und reiten in Richtung Indianerlager, um den Rothäuten die Pferde wieder abzunehmen. Die Digedags haben alles aufmerksam beobachtet und sie versuchen, den Dieben zuvorzukommen.
Auf dem Weg dorthin  geraten sie vollkommen unargwöhnisch in den Hinterhalt der drei Mississippi-Piraten. Dabei büßen sie ihre Pferde ein und was noch schlimmer ist, sie müssen den Minenplan herausrücken. Höhnisch lassen die Räuber die Digedags zurück. Zu allem Übel schaffen sie es nicht rechtzeitig zu den Indianern und werden unterwegs von den Pferdedieben überholt.
Im Indianerlager angekommen, fordern die vier verkleideten Pferdediebe die Herde zurück. Die Indianer halten derartige Lumperei erfahrungsgemäß für realistisch und reiten aufgebracht zum Fort, um Pinkerton ihre Mißbilligung zu verklickern.
Die Digedags laufen prompt ihren von Pinkerton angeführten Verfolgern in die Arme. Auch Jefferson und Springfield sind dabei. Die drei Reporter werden erfolglos nach dem Plan dursucht.
Da meldet ein Späher die Annäherung des wütenden Indianerstammes. Die Digedags können den Major noch rechtzeitig über die Hintergründe aufklären und bieten sich als Unterhändler an.
Die Wut der Indianer verpufft alsbald - sie hatten die Pferdediebe ohnehin schon am Geruch erkannt.
Am Lagerfeuer wird zwischen dem Häuptling und Pinkerton Frieden geschlossen. Pinkerton verspricht, die Pferdediebe zu bestrafen. Eine Maßregelung der Digedags wegen Sachbeschädigung läßt Büffelherz aufgrund der friedenstiftenden Verdienste allerdings nicht zu.
Der Colonel ergeht sich in Sülzerei, das stört aber niemanden mehr.

 

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