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169 Der alte Goldsucher Dezember 1970
Digedags 169

In einem einsamen Tal der Rocky Mountains vertreibt sich während der Sommermonate ein alter Zausel mit einem ebensolchen vierbeinigen Freund die reichliche Freizeit. Während Abe Gunstick vom großen Goldfund träumt, hat er bislang nur ein paar Krümel zusammengekratzt. Eben erzählt er seinem Wuffi wiederholt die Geschichte eines aufgefundenen spanischen Minenplans, den ihm vor Jahren ein gewisser Jefferson heimtückisch geraubt hatte. Er sinniert, ob sein Testament wohl je den Halunken erreicht hat und er sich endlich an seiner Rache erbauen könne.
Nachdem er die tägliche Kerbe in seinen Kalenderbaum gezimmert hat, geht er wieder ans Buddeln.
Noch ein anderer ist im stillen Tal angekommen, Merkwürden Coffins nämlich. Sein Klepper ist bei der Überfahrt auf dem See stiften gegangen.
Alles sieht genauso aus wie auf der erbeuteten Schatzkarte. Auch der abgestorbene Baum hat die Jahre gut überstanden. Komischerweise stimmt sogar der Sonnenstand und so kann er durchs tote Auge den Standort der Schatzhöhle anpeilen.
Am gegenüberliegenden Berghang gehts in den Stollen. In seiner blindfüßigen Hast, nur das Gold vor Augen, übersieht Coffins im Höhleneingang die gut getarnte steinerne Falltür.

Seine Verfolger sind auch ein wenig vorwärts gekommen und nähern sich dem See, auf dem die Stadt des Schweigens befestigt sein soll. Mit nassen Füßen und nach übler Kraxelei stehen sie plötzlich am Seeufer. Mit einem abgestorbenen Baum für 7 Personen paddeln sie, vorbei an der bebauten Insel, zum anderem Ende der Pfütze. Obwohl die Sonne schon tief steht, will Mrs. Jefferson unbedingt noch Coffins aufspüren und ihm den Plan abnehmen. Die anderen sehen das realistischer und bauen sich lieber ein Lager für die Nacht. Die Digedags haben sich zum Boofen einen hohlen Baum ausgesucht und machen davor ein schönes Lagerfeuerchen an. Der Doc warnt vor Anzeichen wilder Tiere, was die Digedags als echte Indianer natürlich besser wissen. Aber sie hatten schon einmal Pech mit Höhle und Feuer. Diesmal ist es keine neunschwänzige Katze, sondern ein armer Bär, der durch den einströmenden Mief einen schlimmen Traum hatte.
Nachdem der Bär geflüchtet ist, werden die Digedags mutig und wollen noch etwas nachtreten. Mit ihren Fackeln folgen sie Meister Petz in den Wald. Als der Bär in einer Höhle verschwunden ist, haben auch der Colonel und die Piraten aufgeschlossen. Gemeinsam tappen sie in die Gruft und machen den Coffins. Dieser bekommt nun Gesellschaft und muß sich nicht mehr mit dem Bären langweilen. Doc und Jack gehen Coffins sogleich an die Wäsche, die Digedags schließen mit dem Bären Freundschaft, denn er ist so harmlos wie sie selber.
Beim Stöbern im finsteren Tann ist die Jefferson zwar nicht auf Coffins gestoßen, sondern auf eingangs erwähnten Zausel, der soeben einen Hasen massakriert hat. Als sie sich als Mrs. Jefferson vorstellt, ist Gunstick nun doch etwas überrascht. Als er dann noch hören muß, daß der Oberschurke bereits verblichen ist und seine Rache somit obsolet, zwackt ihn das Gewissen ob seines bösen Racheplans. Madam erzählt ihm, daß der Plan jetzt in den Händen eines anderen Schurken ruht. Das genügt Old Abe und er weiß, wo zu suchen wäre. Es dauert nicht lange, da ist die Falle wieder ausgeräumt und die Welt hat die Bösen und auch die Guten wieder.
Nun muß Gunstick noch den Witz des Ganzen loslassen: In der Höhle ist nicht das kleinste Krümel Gold. Die Jefferson und die Piraten kriegen den Katzenjammer, der Colonel will wieder Washington ins Spiel bringen und die Digedags freuen sich den Wolf.

 

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