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173 Landung in Mexiko April 1971
Digedags 173

Während sich das nach Mexiko rückwandernde Inselvolk  noch die Hacken wundläuft, haben die ansässigen Atzteken in ihrer Hauptstadt Tenochtitlan ebenfalls längst mitbekommen, daß irgendwelche Ankömmlinge vor Mexikos sonnigen Stränden herumschippern.
Die regierenden Montezumisten befürchten zu Recht, daß hier der ihren Sagen nach avisierte Quetzalcoatl vor der Türe steht und den aktuell verehrten Kriegsgöttern ins Gesäß treten wird. Dumme Sache, das, denkt sich Montezuma, dann ist Schluß mit den Fleischtöpfen und dem Dienstwagen. Obwohl manche seiner Mitläufer meinen, es wären Schwindler, ist sich der Oberatze sicher, es sind die schon lange Vorhergesagten.
Schließlich schreibt man das Jahr "1 Rohr" und angekommen sind Bleichgesichter mit fusseligen Bärten, sitzend auf Fabelwesen und Herrscher über Feuer und Krach. Hierbei muß es sich wohl um das Gefolge Quetzalcoatls handeln.
Der atztekische Herrscher Montezuma, auch bekannt durch seine bahnbrechende Erfindung des allseits beliebten Reisedurchfalls, schickt den Ankömmlingen sicherheitshalber eine Gesandtschaft entgegen mit reichlich goldenen Preziosen als Willkommens-Geschenke.

Das alles weiß unser Digedag zu berichten, der wohl im Geschichtsunterricht durch Strebsamkeit geglänzt hat. Natürlich sind die Digedags wieder einmal Zeitzeugen gewesen, die anno dunnemals mit dem Eroberer Hernando Cortez zusammentrafen.
Eigentlich wollten die Digedags ja nur Kubas Küste vermessen. Aber sie kamen in schweres Wetter und verfranzten sich ein wenig. Dummerweise wurden sie gerade dort angeschwemmt, wo soeben Cortez nach dem Goldland suchte. Nebenbei bemerkt, gegen den Willen der spanischen Krone. Der Capitano der Digedags hatte zu Recht seine Befürchtungen gegenüber Cortez, brauchte aber dringend Wasser und ein paar Ersatzsegel. Cortez tat nun das erwartete und ließ die Mitwisser Schachmatt setzen, indem er ihrem Pott den Rest gab. Das gleiche Schicksal ereilte seine eigene Flotte, denn keiner sollte sich der Expedition nach dem Golde entziehen können.
Die Vermessungs-Mannschaft wird ins Baukommando abgestellt und soll bis zu Cortez' Rückkehr aus dem Landesinneren hier einen Stützpunkt errichten helfen.
Da kommen einige Indianer vom Stamme der Totonaken des Weges, die von den Atzteken ständig wie die Weihnachtsgänse ausgenommen werden.
Aus Ärger darüber wollen sie sich den Spaniern als Verbündete andienen.
In der Totonaken-Stadt soll sich aktuell ein atztekischer Steuerlurch aufhalten und die Abgaben eintreiben.
Cortez macht kurzen Prozeß und jagt den Finanzbeamten vom Hof. Die Totonaken befürchten nun Montezumas Rache.
Zeiltlich passend erscheint jetzt auch Montezumas Abordnung mit den Geschenken.
Hernando Cortez ist soeben damit beschäftigt, den Totonaken einiges Kurzweil zu bieten, indem er zum Beweis seiner Macht die Statue des seligen Huitzlilopochtli vom Ständer kippten läßt. Da nun weder Blitz noch Donner vom Himmel scheppern, festigt dies die Befürchtung der eingetroffenen Atzteken, daß es sich hier wirklich um Götter handeln könnte.
Zur Abrundung dürfen Cortez' Mannen diversen Mummenschanz vorführen, der die schlichten Gemüter der Indianer beeindruckt.
Als dann aber die Gesandten das Gold an die Spanier übergeben und diese sich seltsam gebärden, geht den Atzteken ein Licht auf.
Es handelt sich hier doch nur um eine goldgierige Räuberbande.
Nun heißt es, schnellstens das Hauptquartier zu warnen.

Unterdessen hat Cortez seine Streitmacht aufgestellt und reichlich Totonaken zum Kampf verpflichtet. Das wird aber gegen die Übermacht der Atzteken kaum ausreichen. Doch alle sind von der Aussicht auf die Schätze verblendet und ziehen nach Tenochtitlan.
Die Digedags müssen zurückbleiben und sich am Bau der Festung beteiligen.

 

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