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174 Flucht in den Urwald Mai 1971
Digedags 174

Aus den ärmlichen Karkassen der kürzlich selbst geschrotteten spanischen Galeonen hat die Cortez'sche Pionierkompanie ein festungsähnliches Gebäude zusammengenagelt, das eher an einen Schiffsfriedhof als an eine Burg erinnert. Nachdem die Arbeiten beendet sind, hat es endlich auch das Volk von der Schatzinsel im hohen Norden geschafft, mit letzter Puste die ersehnte Küste zu erreichen. Kommandant Escalante wirft sich sogleich in Schale, um die schwer mit Goldschätzen beladene Abordnung in Empfang zu nehmen. Nachdem die arglosen Indianer an Bord gekommen sind, wird sofort die Zugbrücke hochgehievt. Auf dem Festungshof hat sich der Festungs-Kommandant auf seinen improvisierten Thron gehockt und läßt sich seine Gäste huldvoll ihrer Last entledigen.
Die Digedags haben auch eine Rolle in dieser Schmierenkomödie übernommen, sie dürfen die Kanone. bedienen. Es wäre besser gewesen diesen suspekten Burschen kein solches Vertrauen zu schenken, denn sie haben den Böller moderat überladen und obendrein fest mit der windigen Thronkonstruktion verknüppert.
Das Donnerrohr macht seine Sache gut, die ganze Inszenierung löst sich in ihre Einzelteile auf.
Die für Spezialaufgaben untauglichen Digedags werden sogleich zu Baumschubsern degradiert. Die Indianer haben allerdings ihren Glauben an die neuen Götter eingebüßt.
Da die Häuptlinge die Herkunft ihrer Schätze nicht bekanntmachen wollen, wird die ganze Indianer-Gesandtschaft eingebunkert.
Auf dem Weg zu ihrem neuen Arbeitsbereich im Wald treffen die Digedags auf den Rest des Inselvolks und versuchen die Indios zur Befreiung ihrer Häuptlinge zu überreden.
Aber die Indianer wollen sich nicht gegen die Götter versündigen. Immerhin lassen sie sich von den Digedags dazu anleiten, einen fetten Anker samt Tau in die Zugbrücke des Kastells einzuhängen. Das andere Ende wird an einem monströsen Baum vertäut. Nun führen die Digedags den Befehl des Kommandanten aus und beginnen mit dem Fällen. Beim Sturz reißt der Baum nicht nur die Zugbrücke aus den Angeln, auch der fallende Großmast haut den Kerker in handliche Stücke.
Bei dieser Gelegenheit können die Gefangenen leicht entkommen.
Dann beginnt die Festung plötzlich abzukokeln, denn in der Küche brannte noch Feuer.
Die Spanier treffen draußen vor dem flammenden Inferno auf die sich harmlos gebenden Digedags.
Nach Sonnenaufgang nehmen die Soldaten die Verfolgung auf.
Tief im schwer zugänglichen Urwald haben sich die Indios auf eine Pyramide geflüchtet.
Escalante befiehlt, die Tempelruine zu entern und seine Söldner stürmen die lange Treppe nach oben.
Die Verteidiger der Höhe rollen von oben eine zufällig herumliegende Götzensäule hinab, die die Spanier panisch die Flucht ergreifen läßt. Mit knapper Not retten sie sich vor der unbarmherzigen Walze in einen Tempel am Fuß der Pyramide und werden von der Säule eingesperrt. Ohne ihre hektisch weggeworfenen Waffen sind sie harmlos und werden von den Indianern gefesselt und in einem Schilfboot auf die Reise nach Spanien geschickt.
Die Indianer wollen nicht wieder auf ihre Insel im Norden zurück, sondern ihre alte Heimat in Mexiko gegen die rüden Eindringlinge verteidigen.
Damit ist Dag mit dem Abspulen seines Garns am Ende. Missis Jefferson hat plötzlich die Eingebung, das Gold müsse auf der Insel sein. Diese Wendung kann den Digedags allerdings nicht gefallen.

 

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