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176 Der Überfall auf den Prärie-Expreß Juli 1971
Digedags 176

Nach dem abrupten Abgang aus der Inselstadt haben sich die Digedags der Wandergruppe von Rote Wolke angeschlosen, um gen Süden zu pilgern. Doch der Winter ist ein wenig schneller als sie und er ist ein harter Geselle.
Endlich sind sie in schneefreier Gegend eingetroffen. Rote Wolke verabschiedet sich an einer Handelsstation von seinen drei Trittbrettfahrern.
Von hier aus schließen sich die Digedags einem Pelztransport nach Osten an.
Nach einigen Tagen der entspannten Ochsenkarren-Rallye sind die Digedags entschleunigt genug, um die Möglichkeit eines schnelleren Transportmittels in Betracht zu ziehen. Sie kommen durch schönen Zufall an einer Bahnstation vorbei. Obgleich die Chancen auf baldige Abfahrt hoffnungslos sind, deuten die aufgelaufenen Menschenmassen allerdings darauf hin, daß endlich mal ein Zug fällig wäre.
Eine schiere Unzahl gescheiterter Existenzen hängt im Wartesaal schon recht phlegmatisch ab.
Doch siehe da, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ein Zug naht.
Nachdem die Reiselustigen ihre Plätze eingenommen haben, setzt sich die Lokomotive mit dem einzelnen Wagen in Bewegung.
Die Leute vom Ochsentrail winken den Digedags hinterher.
Der Zug macht ordentlich Meilen, allerdings nur kurze Zeit, denn bald wird abrupt in die Klötzer gestiegen.
Vier schwer bewaffnete Räuber haben die Schienen blockiert und versuchen nun, die Reisenden von ihrem Ballast zu befreien.
Viel scheint bei den Passagieren nicht zu holen, trotzdem müssen alle ihre Waffen und das Gepäck abdrücken. Auch die Digedags werden ihre Sachen los. Gut, daß sie mit ihren letzten Pennies schon die Fahrkarten gelöhnt hatten.
Die Banditen koppeln die Lok vom nutzlosen Wagen ab, werfen ihre Beute auf den Tender und zwingen die Besatzung zur Abfahrt.
Die verzweifelten Reisenden bleiben zurück in der trostlosen Landschaft.
Der Lokführer und der Heizer sind allerdings ganz fixe Burschen. Nach einigen Stunden rasender Fahrt machen sie sich vom Bock und lassen die Piraten des Schienenstrangs auf dem stampfenden Dampfroß alleine, das nun führerlos einem ungewissen Ziel zurast. Unter den Banditen macht sich Panik breit, niemand hat ein Lokführer-Diplom und somit auch keine Ahnung, wo sich die Bremse befindet.
Unterdessen sind die Digedags alleine losgezogen und haben bei ihrer Wanderung auf den Gleisen am Wegesrand eine ausgediente Lore entdeckt. Mit einer ebensolchen aufgefundenen Zeltplane bauen sie sich einen passablen Segelwagen.
Sogar der Wind steht günstig für ihr Unterfangen.
Für die Eisenbahnräuber ist Ende der Fahnenstange. Kurz bevor es die Lok im Endbahnhof am Prellbock zerbröselt, konten sie noch rechtzeitig herunterhüpfen.
Auf dem Red River erreichen sie einen Anschlußdampfer zum Mississippi. Die Inspektion ihrer Sore gibt zu Trauer Anlaß. Viel ist ihnen wegen des Unfalls nicht geblieben. Außer Kleinkram, der ihnen in die Hosentaschen geraten ist, wären da noch ein paar komische Tagebücher. Diese tragen einen Verweis aufs "New Orleans Magazine". Hier sehen die Gauner doch noch einen Nutzen.
Als sie in New Orleans ankommen, machen sie sogleich Potter ihre Aufwartung. Mit einer äußerst tränenreichen Geschichte vom tragischen Ableben der Tagebuchbesitzer schinden sie aus Potter lediglich 10 Dollar heraus. Dieser freut sich über das gute Geschäft und beginnt sogleich mit der Lektüre. Was er zu lesen bekommt, hat das Zeug zu Sensation und Extrablatt.
Sogleich geht das "Magazine" mit der Schlagzeile "GOLD IN DEN ROCKY MOUNTAINS" in Druck. Eingebettet in eine schwülstige Story über seine drei Starreporter. Den Digedags wird das wohl kaum gefallen. Sie segeln mit voller Pulle ins Abenteuer.

 

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