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18 Der Angriff aus der Luft Mai 1958


Die von der letzten Kaiserparty her wohlbekannten Generäle haben sich mit ihren Interventions-Truppen vor den Toren Roms versammelt.
General Obus ist schon extrem nervös, eigentlich wollte er Rom beim ersten Hahnenschrei angreifen. Aber bisher hat noch kein derartiger Vogel zum Angriff geblasen. Vermutlich haben seine Mannen alle Wecker aufgefressen. Auch die Stabshenne hat kläglich versagt. Dann muss eben völlig "unhistorisch" in die Offensive gegangen werden.
Der Angriff soll eröffnet werden durch die "Ikarustruppe" des Oberst Bombulus. Dieser befehligt mehrere Reihen von Präzisions-Schleudersitzen, welche die Invasoren auf kürzestem Wege in die Stadt katapultieren sollen.
Als Bombulus erfährt, dass er selbst teilnehmen darf, hat er die Schienbeinschützer gestrichen voll. Aber alle Ausflüchte fruchten nicht, er muss abheben.
Der Großteil der fliegenden Legionäre wird gleich nach der Landung fachmännisch entschärft. Bombulus hat eine günstige Inversionsschicht erwischt und bekommt kurz vor der Landung wieder Auftrieb.
Mittlerweile ist aber der von Dig zur Abwehr von Fallschirmjägern entwickelte Sägediskus zum Einsatz gekommen. Auch Bombulus' eigene Fallschirm-Seile werden in der Anzahl stark dezimiert.
Am seidenen Faden treibt er wieder auf die eigenen Linien zu und landet durchs Dach des Generalstabszelts mitten im Sandkastenspiel der Generäle.
Seine Sitzfläche wird dabei von den vielen spitzen Fähnchen perforiert.
Er verlangt sofort, zum örtlichen Med.-Punkt getragen zu werden.
Aber General Obus lässt sich durch die kleine Blessur nicht erweichen und er schickt Bombulus erneut ins Rennen.
Diesmal kommt's noch brenzliger, denn die nächste Welle der Ikarustruppe beschießt man mit Brandpfeilen.
Auch Bombulus bekommt Feuer aufs Dach und er muss auf einer hohen Säule notlanden. Beim Abstieg fällt er in einen am Fuß der Säule parkenden Karren, welcher sich sofort - Deichsel voran - in Richtung Stadttor in Bewegung setzt.
Dabei reißt er eine Fassbarrikade der hinteren Verteidigungslinie ein. Die Fässer holpern die Ausfallstraße hinunter und schlagen eine Bresche ins Stadttor. Dieser zufällige Erfolg von Bombulus bringt ihm auch prompt eine hohe Ehrung ein. Er erhält den Orden des "Goldenen Rammbocks", den er gleich zu versilbern verspricht.
Die aufständischen Legionen stürmen in die Stadt und dringen bis zum Zentrum vor, wo sich der Kommandoleitstand des Kaisers oder besser der Digedags befindet. Der Kaiser outet sich als große Memme, die Digedags sehen in ihm aber im Vergleich zu Gallus das kleinere Übel.
Dig hat noch eine weitere Wunderwaffe im Ärmel, eine halbautomatische Rußpottschleuder mit integriertem Magazin. Leider hat das Gerät die Serienreife noch nicht erlangt und kommt als Beta-Version zum Einsatz. Was bei Microsoft noch nicht weiter tragisch ist, erweist sich hier als besonders dramatisch. Durch einen größeren Bug geht das Ding nach hinten los und schwärzt die Bedienmannschaft. Aber auch die Angreifer haben ihre Probleme mit dem Ruß, sie hauen sich gegenseitig auf die Nase.

Die Digedags wollen sich etwas erfrischen und suchen ein nahe gelegenes Dampfbad auf. Da kommt ihnen eine neue Idee für die Endphase der Begegnung.
Mit heißem Wasserdampf wird den Angreifern die Fernsicht vernebelt. Wieder vermöbeln sie die eigenen Leute, der kümmerliche Rest wird von dannen gejagt und Gallus gerät in die wohlverdiente Gefangenschaft.
Die Digedags trägt man jubelnd im Triumphzug durch die Straßen Roms und das Volk lässt sie hochleben. Dies erweckt natürlich des Kaisers Neid, der Imperator markiert seit dem Sieg über Gallus wieder mal den großen Macker.
Er verspricht deshalb eine gigantische Siegesfeier.
Und er rät jedem Einwohner Roms, im eigenen Interesse daran teilzunehmen.


 
Die Zeit der Römerserie
Für die Zeit der Römerserien-Handlung gibt es kaum Anhaltspunkte.
Einen Tribun Lucius Tullius hat es wohl in der Realität nicht gegeben. Ebenso ist Kaiser Celsius nicht in den Annalen derer von Rom aufgeführt. Einzig die Existenz von Augustusforum und Kolosseum legen eine untere Begrenzung fest.
Kaiser Octavianus benannte sich 27 v. Chr. eigenhändig in Augustus (Der Erhabene) um. Als "Erhabener" hat er auch zu Lebzeiten den Bau des Augustusforums befohlen. Er starb im Jahre 14 n. Chr., daher kann "Celsius" erst dann die Macht übernommen haben.
Das Kolosseum wurde allerdings erst 71 - 80 unter Vespasian (69 - 79) errichtet, unter Titus (79 - 81) eingeweiht und restlos fertig gestellt unter Domitian (81 bis 96 n. Chr.)
Als Großneffe Cäsars hatte Octavianus (Gaius Octavius) ausreichend Protektion im Ärmel. Mit Privatarmee und reichlich Schmiergeldern für die Prätorianer verschaffte er sich Macht und Einfluss.
31 v. Chr. gelang es Octavianus, seinen Hauptkonkurrenten Antonius samt dessen Frau Kleopatra erfolgreich zu entsorgen.
Als Augustus festigte er die Herrschaft Roms in Germanien, Gallien und Illyrien, musste allerdings 9 n. Chr. eine kleine durch Varus verspittelte Schlappe im Teutoburger Wald einstecken. Trotzdem brachte er das Reich voran und genoss göttliche Verehrung.
Es entstanden viele prächtige Bauwerke, auch jede Menge griechische und römische Künstler wie Vergil und Horaz liefen zu Hochform auf.

 

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