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192 Das Opfer der Tolteken November 1972
Digedags 192

Nachdem Coffins schon ein wenig am zukünftigen Orkus schnuppern durfte, zerren ihn seine treuen Helfershelfer vorerst wieder ans Oberirdische. Halbwegs bei Sinnen, muß der Prediger leidvoll zur Kenntnis nehmen, daß die Digedags und Jenny getürmt sind.
Daher dreht er ein wenig am Rad, schnappt sich ein anscheinend vergessenes Kanu und rudert den Flüchtigen hinterdrein.
Während Ehrwürden bei seiner berserkeroidenen Paddelei vor sich hin philosophiert, nähert er sich den Booten der vorausfahrenden Indianer und wird entdeckt.
Die wollen aber die Bekanntschaft mit Coffins nicht erneuern und schicken ihm einen Schwarm spitzer Pfeile entgegen, der ihn zur abrupten Umkehr bewegt.
Er ist nun mächtig sauer, seine preiswertesten und besten Minenarbeiter eingebüßt zu haben. Zur Strafe müssen jetzt die Revolvermänner wieder ran.
Endlich haben sich wieder klare Fronten gebildet. Die Digedags gehen erneut beim Häuptling hausieren und bitten ihn um Hilfe gegen die Insel-Halunken. Diesmal wählen sie die Argumente ein wenig schlauer, schließlich soll das Gold der Neger-Hilfe zugutekommen.
So etwas zieht bei den Indianern schon eher.
Rote Wolke will sich aber nicht direkt mit Coffins prügeln, sondern er rückt ein altes Geheimnis seines Stammes heraus.
Das dazumal verschollene Volk der Tolteken hatte nämlich jährlich güldenen Tand in den Fluten des Sees versenkt, um die Götter versöhnlich zu stimmen. Zum Beweis läßt er eine von seinen Fischern geangelte Goldfigur präsentieren. Allerdings soll der Untergrund an dieser Stelle des Teiches ganz besonders weit hinunterreichen.
Für die Digedags ist dies natürlich kein Hinderungsgrund, sie ringen sich auf der Stelle die Idee einer Taucherglocke ab.
Smoky und Pinkerton wollen nicht hintan stehen und steuern auch etwas bei: das Bergungsgerät soll durch ein Kampffloß vor Angriffen von der Insel geschützt werden. Nach der Abholzung von mehreren Regenwäldern werden die beiden Fahrzeuge schnell fertig.
Nachdem die interessanteste Stelle im See wird angesteuert wurde, machen sichs die Digedags in ihrer Taucherglocke bequem. Unten angekommen, waten sie schon mitten im Golde. Die erste Ladung wird auf dem Floß gelagert und schon in Bälde soll der zweite Tauchgang über die Bühne gehen.
Von der Insel aus beobachtet man das Treiben auf dem See mit Argwohn. Nachdem Gunstick sein Fernrohr bemüht hat, entdeckt er die Digedags beim Wienern ihrer Fundstücke.
Coffins weist Pinkerton an, mit dem Beschuß loszulegen. Wie immer wassert der erste Brocken zu kurz. Soweit so gut, aber zu einem zweiten Versuch kommt es nicht, denn Pinkerton und Smoky zielen bedeutend besser und zertöppern Mrs. Jeffersons Wurfmaschine schon mit dem ersten Batzen.
Der Not gehorchend, will Coffins seine Truppen per Einbaum angreifen lassen, aber die müssen wegen Munitionsmangels passen - das behaupten sie jedenfalls.
Als Abe Gunstick sein Pulverfaß anrollt, hat Coffins einen neuen Plan zur schnellen Ausbeutung der Mine. Sprengen heißt die Devise. Neben einer Goldader plaziert er die Pulvertonne und geht ein paar Meter weiter in volle Deckung.
Auf den Flößen reibt man sich des schnellen Sieges wegen schon die Hände, da beginnt plötzlich der See zu kochen und über der Insel steigt zäher Qualm in den Himmel. Die Indianer befürchten, daß die Götter dahinterstecken und drängen die Digedags, ihren Fund sogleich wieder zu versenken. Aber Götter verwenden Schießpulver nur in Ausnahmefällen, das sehen die Indianer nach Geruchsprobe ein.
Springfield, Gunstick und die Jefferson stürmen in Richtung Mine, allerdings ist da schon Land unter. Bloß Coffins' schwarze Krempe dümpelt auf dem Wasser vor sich hin. Schon wieder ein Toter, aber das ist wohl das Los (fast) aller Piraten im Mosaik.

 

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