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24 Der Aufstand der Fischer November 1958


Der Kommandant des römischen Kastells auf Malta hat zum Amüsement der Fischer eine Hafensperre errichten lassen.
Der zivile Anlegeplatz des Fischerdorfes soll obendrein zum Kriegshafen ausgebaut werden. Ein paar römische Legionäre legen sich mit den Fischern an, ziehen aber den Kürzeren und werden auf einem frisch geteerten Boot fixiert.
Ein Hammer und das vom alten Archimedes entdeckte Hebelgesetz schicken den Kommandanten der Festung, den ehrenwerten Pedantus, ins Land der Träume.
In diesem Moment legt die Galeere mit dem falschen Gesandten Alfio am Ufer an. Selbst die Übung mit dem roten Teppich misslingt, Pedantus geht erneut zu Boden. Obwohl er nicht mehr alle Farben an der Ampel hat, kann er sich noch wundern, dass der Kaiser diesmal nicht seinen alten Freund Devotius geschickt hat. Trotzdem scheint alles glatt zu verlaufen. Nur Teutobold unkt: "Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben."
Der Hochsicherheitstrakt der Festung ist nur über einen ochsengetriebenen Lift zugänglich, schon damals wurde viel Wert auf den Einsatz erneuerbarer Energien gelegt. Ein Klingelzeichen und schon wird die Kabine abgeseilt.
Erklärung von Pedantus: ".. diese Anlage macht es Feinden unmöglich, in die Festung zu gelangen .."
Na ja! Das nächste Hindernis bildet eine Drehtür. Nachdem der Kommandant mehrfach den falschen Code eingegeben hat meldet sich endlich der Hauptmechaniker. Er heißt Sinus Tangentus, ist ein vielseitiges Genie und zu seinem Arbeitgeber nicht sonderlich loyal eingestellt.
Bevor getafelt wird, will Pedantus erst einmal den Befehlen des Kaisers lauschen. Die Instruktion lautet: Hafensperre aufheben. Pedantus versteht die Welt nicht mehr. Für Sinus dagegen ist das der weiseste Befehl überhaupt.
Ins lustige Mahl platzt ein unangemeldeter Gast, der sich als Gesandter des Kaisers ausgibt; das kann ja nur Devotius sein.
Selbstverständlich kennt man sich, Pech für Alfio. Der Oberaufrührer und sein Liebchen werden verhaftet, im allgemeinen Tumult gelingt es den Digedags und Teutobold, die Kurve zu kratzen.
Sie nutzen den Speisenaufzug zur Flucht. Die Köchin trägt's mit Fassung und verspricht Hilfe. Schließlich stammt sie wie Teutobold aus Germanien. Zenzi ist "ein ganz ein fesches Madel" und sie kommt aus Regensburg.
Mit einer Wäscheleine seilt man sich die letzten Meter vom Kastellfelsen ab, wo bereits Alfios Vater Silvio und die anderen Fischer ungeduldig warten.
In der schnell einberufenen Krisensitzung will Silvio Montes das Kastell sogleich in Klump und seinen Sohn heraushauen. Aber nüchtern betrachtet haben die Fischer keine Chance.
Doch da tönt es aus einem Maulwurfshügel. Sinus Tangentus, des Kommandanten Ingenieur, hat sich mit einem selbst gebastelten Erdbohrer dem Zugriff von Pedantus entzogen. Er verspricht, den Fischern mit all seiner Kunst beizustehen. Rein zufällig hat er die Baupläne für etliche Geheimwaffen bei sich, unter anderem ein tretradgetriebenes Unterseeboot, System Archimedes.
Nachdem zwei Wochen ins Land gegangen sind, die Vorbereitungen für die Mutter aller Schlachten wurden fast abgeschlossen, meldet Dag, dass die feindliche Flottille naht.
Die Unterseeboote, Säge-, Schleuder- und Hackschiffe laufen flugs aus und sorgen für den sang- und klanglosen Untergang der römischen Marine.
Auch die Gebirgsjäger haben funktioniert, das Kastell wurde gestürmt und pyromanisch endbehandelt.
Es hat sich ausgerömert auf Malta, als göttliches "Basta!" beobachten alle einen Meteoriteneinschlag im Raum Sahara.
Silvio Montes, der frischgebackene Bürgermeister, stürzt sich ohne Zaudern in die Amtsgeschäfte.
Er verpartnert Alfio mit Olivia sowie Teutobold mit Zenzi.
Die Digedags schippern mit Sinus zur afrikanischen Küste hinüber, um den Besucher aus dem All genauer zu inspizieren.



Malta

Die Inselgruppe besteht aus den drei Inseln Malta, Gozo und Comino. Wegen ihrer günstigen Lage interessierten sich ständig irgendwelche Mächte für diesen Standort.
Zuerst siedelten die Phönizier, die aber die Inseln in den Punischen Kriegen an die Karthager verspielten, welche sich aber auch nicht lange daran erfreuen konnten.
Im dritten Jahrhundert v. Chr. machten sich die Römer breit und ließen Malta kulturell aufblühen.
Nach dem Verfall des Römischen Weltreiches besetzten Araber aus Nordafrika Malta im Jahr 869.
1091 wurden die Inseln Teil des Königreiches Sizilien. Danach fiel Malta an Spanien, welches die Inseln dem Johanniterorden vermachte, die "Johanniter" nannten sich daraufhin dankbar in "Malteser" um.
1798 kassierte Napoleon die Inseln.
Die Briten schlugen 1800 zu und machten es kurz darauf zur Kronkolonie.
Erst 1947 erhielt Malta Autonomie, verblieb aber im Commonwealth.

 

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