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25 Die Entführung ins All Dezember 1958


Die Trümmersuche unter Leitung von Sinus Tangentus scheint auch nach Tagen noch keine Ergebnisse zu bringen, wen wundert's bei der Größe der Sahara?
Da hat doch wenigstens Dig etwas interessantes entdeckt - einen schönen Badetümpel. Sein Kamel als Sprungturm entfremdend, stürzt er sich in die erfrischenden Fluten. Doch in so einer Fata Morgana schwimmt es sich ausgesprochen schlecht. Aber das Straußengelege unter seinem Hinterteil ist wenigstens echt. Der rechtmäßige Besitzer des Rühreis verschleppt Dig und die Expedition muss wohl oder übel hinterher.
Dieser seltsame Turm am Horizont, auf den Digs Reitvogel zusteuert, wird bei soviel Täuschungen natürlich ebenfalls für ein Trugbild gehalten.
Doch im Inneren des komischen Obelisken reibt sich bereits ein  Uniformträger die schwieligen Hände; die putzigen Sandlatscher scheinen ihm so gut wie sicher. Peer Tyla, so heißt der Typ, hatte sicher eine Menge Glück, in den unendlichen Weiten der Sahara auf Lebewesen zu treffen.
Sinus fühlt sich als Entdecker einer neuen Kultur. Als er mit den Digedags das Innere des Bauwerks erklommen hat, hebt der Turm plötzlich von der Erde ab.
Die in der Wüste Sahara nieder gegangenen Erkundungsrakete wird schon ungeduldig vom Mutterschiff im Orbit erwartet.
Nach dem Andocken werden die neu erbeuteten Passagiere in der  Schwerelosigkeit gut durchmischt. Dig benutzt in seiner Not einen Feuerlöscher als Impulsantrieb und mit einer fliegenden Polonaise erreichen die drei mit ihrem Kidnapper das Raumschiff. Dort wird noch schnell ein Behälter mit Mondluft zertöppert, bevor die Schwerkraft alle aufsetzen lässt. In einer ersten Lektion erklärt man den Erdlingen die Funktion eines Feuerlöschers im Zustand der Schwerelosigkeit, mit dem Hinweis auf die Analogien zu einer Weltraumreise. Tangentus' ptolemäisches Weltbild gerät dabei stark ins Wanken. Er muss leider zur Kenntnis nehmen, dass die Erde zwar ziemlich rund aber nicht so recht flach ist. Mit dem siebenschaligen Zwiebel-Theorem vermag er keinen zu überzeugen. Tangentus und die Digedags sind von Haus aus neugierig und kommen mit auf die Reise ins Ungewisse. Allerdings geht aus den Worten der Außerirdischen hervor, dass die drei Erdlinge sowieso keine andere Wahl gehabt hätten. Nächstes Ziel ist der Erdtrabant, um die verplemperte Mondluft zu erneuern. Die Aspiranten dürfen Bhur Yham nach draußen begleiten. Hier gibt's in Atmosphärenkunde und Massenanziehung die zweite Lektion.
Während die vier Freigänger lustige Dinge tun, empfängt der Kommandant im Schiff eine konspirative Datenübertragung.
Wie es scheint, ist Peer Tyla ein besonders schlimmer Finger und er verfolgt finsterste Pläne.
Die Außenexpedition hat derweil einen recht passablen Mondkrater erreicht. Bhur Yham steigt hinab, um Mondluft zu bunkern.
Selbst ein erfahrener Profi stellt sich mitunter recht tappig an, Bhur Yham macht plauz.
Da kann er frohlocken, dass die drei Erdlinge wenigstens auf Zack sind. Sie tragen den Verunfallten sofort zurück in Richtung Raumschiff.
Just in dem Moment blinkt in der Zentrale das rote Alarmlämpchen, Peer Tyla befürchtet schlimmstes. Trifft auch so zu, denn falls er jetzt seine Leute im Stich lässt, fliegt seine Tarnung auf. Aber letztlich siegt die Agentendisziplin und er gibt sofortigen Startbefehl. Dies deutet seine Crew folgerichtig als kosmischen Schwachsinn.
Der diensthabende Oberfunker hat für solche Fälle ein probates Mittel in der Hand und setzt es trefflich ein. Das macht Peer Tyla zum Fall für den emergency room.
Doch die kleine Verzögerung der Startprozedur hat ausgereicht, um die Expedition wieder an Bord zu nehmen.
Bei Bhur Yham war's nur halb so schlimm, er übernimmt nun den vakanten Posten des Kommandanten, der immer noch im Land der Träume weilt. Als pflichtbewusster Raumschiffführer befielt er die sofortige Hilfeleistung für MY-3, das Not leidende Raumschiff der Konkurrenz.
Dafür erntet er vom nun wieder präsenten Peer Tyla Dank und Anerkennung.
Sinus Tangentus beweist, dass er ein Wissenschaftler von echtem Schrot und Doppelkorn ist, er hat schnell noch Mondluft gebunkert.
Nun wird im Sauseschritt abgedüst in Richtung des roten Planeten, denn dort befindet sich das havarierte Schiff MY-3 und erwartet "sozialistische Hilfe".
 
Beilage:
Klaus und Hein erzählen aus dem Pionierleben - Ein Unterrichtstag in der Produktion
Nummer 25 ist ein Wanderer zwischen den Welten. Bis zur Seite 5 fühlt man sich noch innerhalb der Römergeschichten, dann beginnt die Weltraum-Serie.

 

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