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47 Keine Sklaven für den König Oktober 1960


Einleitend bewerten Kommandant Bhur Yham und Ingenieur Knips die Herrschaft von König Ptolemäos aus klassenstandpünktlicher Sicht. Der Junge ist schon mal ein schlimmer Ausbeuter. Und unter solch einem Herrscher kann nix Gutes gedeihen. Auch dann nicht, wenn sogar schon alle Bauteile für die Dampfmaschine beisammen sind. Ktesibios und Heron sind wegen der letzten Pannen ziemlich fertig mit den Nerven. Dafür laufen die Digedags als Junge Erfinder zu Höchstform auf. Die Schlappe mit dem Eierkarussell ist längst überwunden. Die Dagse haben nun einen Dampfrasierer erfunden, Stammkunde Belsazar wird für den ersten Praxistest überredet. Nach erfolgtem Haarschnitt ähnelt sein Kopf einem Landegebiet Außerirdischer. Kornkreise sind dagegen ein alter Schmarren.
Man sieht auch hier wieder, mit der Dampfkraft ist nicht zu spaßen. Besonders dann, wenn man nichts sieht.
Der Halunke Monopolos entblödet sich nicht, dem Frisiersalon einen Besuch abzustatten. Er mag sich denken, viel kann an meiner Plinse nicht verschandelt werden, ist ja nur die Platte zu polieren.
Die Digedags haben jedoch noch eine weitere Neuerung im Ärmel, eine Heißdampftrockenschüssel. Diese wird vor Anwendung mit einer satt eingekleisterten roten Perücke präpariert und Monopolos auf sein durchtriebenes Haupt gestülpt.
Bereits nach kurzer Zeit ist die Vergussmasse ausgehärtet und der Klempner hat wieder wallendes Haar. Monopolos ist zwar etwas ärgerlich über den roten Filz, aber er wollte eigentlich geschäftlich mit Heron sprechen. Es geht um die von Heron erfundene Wasserspritze, die Monopolos für seine Feuerwehr haben möchte. Soll ja schließlich allen zugute kommen, wenn's mal irgendwo brennt. Das tut es auch gleich, aber das arme Brandopfer kann den Vorschuss nicht zahlen und Monopolos hat auf einmal nix mehr zu verschenken. Trotz massiver Nachbarschaftshilfe brennt die Hütte gründlich ab.
Heron und Ktesibios machen für die Digedags eine Tempelführung, um ihnen den letzten Schrei der Automatisierungstechnik vorzuführen. Vom göttlichen Mechanismus dürfen sie nichts zum Besten geben, auf Verrat steht die Höchststrafe.
Die Digedags sollen aber etwas Wachs für die defekte Dichtung des heiligen Nilwasserautomaten besorgen, gute Gelegenheit, den Maschinenraum genauestens zu inspizieren. Dort erschließen sich ihnen einige der Heimlichkeiten, sie wissen nun schon, wie der Türöffner funktioniert. Dumm, dass sie von einem Innendienst-Mitarbeiter erwischt werden. Sie flüchte mit dem Anubis-Aufzug ins Erdgeschoß und entkommen mit knapper Not, denn die Tempeltür hat unerwartet doch noch eine Notschließvorrichtung. Ihre Verfolger schicken sie in die Irre, nämlich auf die Spitze der Cheopspyramide.
Nun geht es an die Gründung einer eigenen, freiwilligen Feuerwehr. Mit Hilfe der Digedags baut Heron seine Feuerspritze. Die Digedags haben ein Brandfrühwarnsystem erfunden, das die genaue Lokalisierung des Feuers mit dem ausgeklügelten "Kammerton-Verfahren" erlaubt ("Kammerton A, also brennt eine Kammer im Armenviertel!").
Als Monopolos erfährt, dass seine Privatfeuerwehr Konkurrenz bekommen hat, trabt er tobend bei den Digedags an.
Hier kann er gleich mit ausrücken, denn es hat Alarm gegeben. Der Tempeldiener Sarastro (Lothar Dräger hat vermutlich an Mozarts Zauberflöte gedacht: Sarastro, der Priester der Isis, ist gar nicht so weit hergeholt) entdeckt den ehrwürdigen Hof-Mechanikus in der Pumpentruppe der Digedags.
Er alarmiert sofort Monopolos' Mannen, die gerade während ihrer Bereitschaft abmatten. Die beiden Feuerwehren liefern sich eine erbitterte Schlägerei, in die auch die königliche Wache eingreift.
Die Digedags werden wieder mal verhaftet und vor den König geschleift.
Ptolemäos empfängt soeben seinen Flottenbeauftragten Admiral Katastropholos, der aus einer siegreichen Schlacht mit vielen neuerbeuteten Sklaven heimkehren soll. Die Aktion war aber eine vollständige Pleite. Nun bereut der König, dass er ihn wegen lumpiger 1000 Goldstücken zum Admiral gemacht hatte. Jedenfalls ist Katastropholos der Meinung, die schönste Schlappe aller Zeiten erlitten zu haben. Also wieder keine neuen Arbeitnehmer für den Pharao und die Staatskassen bleiben auch leer.
Monopolos' neue Geschäftsidee, Alexandria anzuzünden und fürs Löschen Gebühren einzuziehen, stößt beim König auf wenig Verständnis. Der Senkrechtstarter fällt ebenso senkrecht in Ungnade. Für die Digedags ist das Maß auch übervoll, dieses Mal werden sie nicht nur mit Palastverbot belegt, sondern komplett des Landes verwiesen.
 
Beilage:
Steinchen an Steinchen - Afrika wird frei !  Mit 15 Milliarden DM könnte die Sahara bewässert werden, aber: "Für 400 Mio. DM kaufen die kriegswütigen Bonner Generale in den USA 100 Düsenjäger. Davon könnte man sämtliche Baumaschinen für das Afrikaprojekt kaufen."

Rückseite:
Der Baukasten des Heron:
Fast alle Zutaten da, aber keine ordentliche Bauanleitung - IKEA.

 

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