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52 Die Entdeckung des Algensees März 1961


Archaikon - so nennt man den inkontinenten Himmelskörper, auf dem die Quicksche Laienspielgruppe abgängig ist.
Alle verfügbaren Kräfte und Forscher suchen bereits nach den Vermissten. Bhur Yham ist natürlich sauer, reibt sich aber sicher insgeheim die Hände, dass dieser unmögliche Filmfritze den Lohn für die Ignoranz der wohlgemeinten Ratschläge des Kommandanten erhalten hat.
Auch eine geologische Expedition empfängt die Aufforderung zur Suche nach den Filmfreunden. Gerade haben sie mühselig einen steilen Felsen erklommen. Die beiden Steineklopfer sammeln fleißig Klamotten ein, während ihr Bergführer Sepp Kraxler weit praktischere Probleme löst.
Er legt in dieser trost- und pflanzenlosen Welt fachmännisch eine Edelweißplantage an. Für ein zünftiges Gipfelkreuz ist leider kein Holz vorhanden. Als ihm ein Geologe die schöne Pflanzung mit einem Stein schändet, wirft er das Teil kurzerhand in die Tiefe.
Zur Strafe muss er den Forscher abseilen. Der hat da drunten augenscheinlich eine Spur der Vermissten entdeckt. So macht sich auch der Rest an den Abstieg, schlampigerweise lassen sie ihr Funkgerät auf dem Gipfel stehen. Auf dem Grunde der Schlucht angelangt, haben sie Mühe, einer hartnäckig folgenden Steinkugel zu entkommen. Den gleichen Trümmern versucht auch Indiana-Jones ständig auszuweichen. Im letzten Moment werden die unvorsichtigen Geologen von Kraxlers Sepp in die sichere Deckung gezerrt.
Nun findet Kraxler auf dem Boden ein herrenloses halbes Ei. Da auf dem Planeten bisher noch keine Hühner gesichtet wurden, kann es sich hierbei nur um ein Requisit zu Quicks Lieblingsgag handeln. Die Spur führt die drei letztendlich zur verschütteten Höhle. Ein Filmschnipsel deutet den Helfern an, dass sie hier graben sollten. Obendrein werden ihre Klopfzeichen aus dem Schuttberg heraus beantwortet. Nun ist aber guter Rat nicht billig, denn zur Beräumung der Halde würde es schwerster Technik bedürfen.
Sepp Kraxler, als Mann aus den Bergen, versucht die Felsplatte mechanisch zu zertöppern. Das ist natürlich Unfug, hier müssen richtige Theoretiker ran. Die Geologen haben gelernt, dass nur große Temperaturschwankungen in der Lage sind, Berge zu versetzen. Zum Abkühlen des irgendwie Erwärmten wird schon einmal eine Menge Wasser aufgestaut. Daran herrscht hier wahrlich kein Mangel. Sepp steuert auch wieder eine Idee für die Erhitzung des Steins bei. Mit dem Trockenspiritus aus seiner Überlebensration will er ordentlich einheizen. Die Wissenschaftler bauen eher auf Naturgewalten und versuchen, einen Blitz in die Falle zu locken. Doch der Blitz widersteht der Versuchung. Glücklicherweise tut gerade ein nahegelegener Vulkan seine Pflicht. Die erbrochene Lava wird, durch Steine kanalisiert, auf die Platte geleitet, hier kann auch Sepp wieder seinen Beitrag leisten. Nach ausreichender Aufheizung braucht man nun auch das Wasser nicht mehr zu halten. Die beiden Elemente funktionieren erwartungsgemäß. Die Geologen erinnert das an Passagen aus Schillers Unterwasserepos. Etwas anachronistisch, dass die Digedags auch Schiller schon getroffen haben. Nichtsdestotrotz - der Zweck heiligt die Mittel. Obwohl leicht angebrütet, kommen alle Verschütteten wieder zutage. In so einer Situation kann man sich sogar über ein Scheißwetter freuen.
Mühsam bahnt sich ein einsamer Hubschrauber den Weg durch die verregnete Welt des Archaikon. Ein Hinweis für die Besatzung ist das zurückgelassene Funkgerät.
Bald sehen sie tief unten, wie sich die nasse Karawane durch die Schluchten windet. Da es zu einer Landung zu eng und außerdem kein Platz für alle in der Kapsel ist, lassen sie wie einst Rapunzel ein Klettergerät in die Tiefe. Quick will die dramatische Rettungsaktion auf dem letzten geretteten Film für die Nachwelt festhalten, da haut das Ende der Strickleiter die Kamera in Klump. Aber jeder findet noch eine Sprosse zum Festklammern, die Digedags bilden das Ende der Kette. Es fliegt sich weit schlechter als in der Touristenklasse, fast werden sie noch in einem See aus roter Suppe ertränkt. Gut, dass die beiden todesverachtenden Geologen die Plätze mit ihnen tauschen wollen, um noch Steine zu klauben. Die eingesammelten Klamotten erhöhen das Gewicht der ohnehin an der oberen Grenze befindlichen Nutzlast. Der Hubschrauber sinkt immer tiefer und macht schnell Bekanntschaft mit einer Felswand. Alle versuchen krampfhaft, aus dem zwangsläufigen Absturz das beste zu machen. Die letzten Meter bis zur Rakete können schließlich auch zu Fuß zurückgelegt werden. Das Raumschiff erreicht man mit Müh' und Not ..., um hier auch Schillers Kumpel mal zu bemühen. Dann geht ein tierisches Gewitter ab. Quick schwört sich, fürderhin nur noch im Atelier zu drehen. Das ist sicher für alle Beteiligten das Beste. Die Eingenässten sind verschnupft und reagieren auch so. Eine dufte Entdeckung hat man allerdings noch gemacht, in der roten Suppe wurden Purpurbakterien entdeckt, die ersten Zeugen von tierischem Leben.
 
Beilage:
Steinchen an Steinchen - Wie ist das Leben entstanden?
Schöpfung versus Evolution,
Anleihen bei Goethes "Faust",
Wunder in Anton Leeuwenhoeks Wassertropfen - jaja, seit der Entdeckung des Mikroskops gibt es auf der Erde Bakterien.

Rückseite:
Nachhilfeunterricht in der Gebirgsbildung

Luis Trenker
Sepp Kraxler trägt gewisse Züge des bekannten Bergfreundes.

 

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