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62 Im Lande der Saurier Januar 1962


Die andere Seite des Planeten Karbones wird schon durch später dominierende Riesensaurier besiedelt - und das nicht zu knapp. Ehrenfried Stopfer, der Tierpräparator des Raumschiffs, will unbedingt so ein Teil in seiner heimischen Vitrine haben. Mit den Digedags als Ausstopfgehilfen und reichlich Sägemehl ausgerüstet geht es per Flugzeug ins Reich der Giganten. Unterwegs begegnen sie einem Flugsaurier, den man zurecht als den ersten Konsumenten von Schnüffelstoffen deklarieren kann. Die arme Kreatur verfällt den leckeren Abgasen der Maschine völlig. Erst durch die Gabe einer größeren Dosis Sägemehl wird das Tierchen zum Abdrehen gezwungen. Inmitten von verschiedenen Urtieren legt Stopfer eine Bilderbuchlandung hin. Nun heißt es, den würdigsten Kandidaten auszuwählen. Stopfer reflektiert natürlich auf etwas stattliches und ausgewachsenes, ein Brontosaurus sollte es schon sein.
Und weil Dig und Dag während des Fluges das ganze Sägemehl verspittelt haben, müssen sie nun die Raspeln schwingen. Da Stopfer in einem Anfall von Heimweh versucht, das Urwaldmehl als Tabak zu missbrauchen, macht er sich unter den empfindsamen Nasen des Waldes keine Freunde. So kommt es zu einer Tierrevolte, die die Forscher nicht ganz unbehelligt lässt.
Der unglückselige Kiffer wird von einem Triceratops auf eine hohe Palme gejagt. Mittels Stopfers rotem Hemd kann der Meister vorerst gerettet werden. Wie die Lemminge springen die doofen Saurier über die Klippe.
Aber auch Stopfer muss noch einiges aushalten, bevor ihn der Boden wiederhat.
Als die Digedags mit dem arg gebeutelten Präparator zum Flugzeug zurückkehren, sehen sie sich einem unlösbaren Problem gegenüber. Ihr süchtiger Reptilienfreund hat den Tank des Flugzeugs ausgelutscht und dabei die Flugmaschine völlig ruiniert. Dafür ist der Pterodactylus aber bei ausgezeichneter Laune. Das bringt die Digedags auf den pfiffigen Gedanken, mit Hilfe des Flugsauriers und des Reservekanisterinhalts zum Raumschiff zurückzufliegen.
Eine Proberunde erweist sich als äußerst vielversprechend.
Über dem saurierkontaminierten Urmeer schwächelt die Flugechse plötzlich und droht, zwischen den Leibern abzustürzen. Ein letzter Schluck aus der Benzinkanne reicht gerade bis zum Festland. Das Tier gibt sein letztes.
Benzinkanister, Trichter und Schlauch sind das einzige, was den hoffnungsvollen Präparatoren vom Flugzeug verblieben ist. Aber es hätte schlimmer kommen können, immerhin ist wenigstens das nackte Leben gerettet.

Als die Drei vor dem Kommandanten erscheinen und ihre Geschichte auftischen, erweckt das natürlich wenig Verständnis. Bhur Yham ist stinkesauer.
 
Beilage:
Steinchen an Steinchen - Ein kleiner Junge wird ein großer König
Ernst Haeckel auf Darwins Spuren - Genossen Mitschurins Lehren - die gemeine Alge als Ursprung des menschlichen Wohlstands und außerdem größter Gaumenfreuden.
Wie hieß es doch in den 50ern?
"Mitschurin hat festgestellt,
daß Marmelade Fett enthält. Darum gibt's in der dritten
Dekade auf die Marken statt Margarine nur Marmelade."

Rückseite:
Beschreibung des Saurierzeitalters

Am Rande bemerkt:
Das Heft verheißt den Tod der Sprechblase. Hannes Hegen verzichtete freiwillig auf die Blasensprache, verkaufte den Verzicht aber auch geschickt als Nachgeben gegenüber den Verlags-Ideologen. Schließlich distanzierte man sich damit gemeinsam von den blasenhaltigen Schund- und Schmutz-Comics.

 

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