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64 Glücksritter März 1962


Nachdem die Digedags bei Thomas Savery die Theorie der Dampfmaschinen studiert haben, verdingen sie sich nun als Praktikantinnen in einer Kohlengrube in Cornwall. Hier stehen drei der etwas suspekten Gerätschaften von Savery in drei Etagen übereinander.
Als die unterste Pumpe ihr letztes Dampfwölkchen ausgepustet hat, gibt der Meister Explosionsalarm und schickt die Digedags zum Schmied von Dartmouth, um Hilfe zu holen.
Der Schmied namens Thomas Newcomen ist ein kleiner Dampfmaschinen-Freak und hat den Ernst der Situation blitzschnell begriffen. Ein renitenter Kunde wird derweil in einer Röhre geparkt, betroffene Lordschaft schwört daraufhin furchtbare Rache.
Newcomen ist rechtzeitig mit der Reparatur fertig geworden, er hatte ja auch zwei tüchtige Helferlein zur Seite. Auf dem Rückweg zu seiner Schmiede kommt ihnen der beleidigte Edelmann entgegen. Newcomen erneuert die Feindschaft so gut es geht, er zwickt dreiviertel von des Lords Statussymbol ab.
Im Hinterzimmer der Schmiede zeigt er den Digedags stolz das Modell seiner selbst getöpferten Dampfmaschine. Leider hat ein armer Schmied nicht genügend Knete, um das Teil etwas größer zu bauen. Dig und Dag versprechen vollmundig Hilfe und schwingen sich auf die geborgten Pferde.
Wo sonst, wenn nicht auf dem Jahrmarkt, wäre das Geld aufzutreiben?! Als lotteriegläubige Zeitgenossen räumen sie für einen Kasten voller Zettel sofort ihr Bankkonto ab. Leider besteht der garantierte Gewinn nur aus guten Ratschlägen. Damit sie ihren Kummer besser verarbeiten können, nimmt ein freundlicher Mensch ihre Reittiere in seine Obhut.
Ein Bänkelsänger gibt gerade eine ähnliche Geschichte zum Besten. Das heitert Dig und Dag sofort wieder auf. Leider wird ihr neuerlicher Tatendrang arg ausgebremst, denn die guten Gäule sind mittlerweile in einer anderen Dimension untergetaucht.
Durch Kameraden Zufall erfahren sie vom Maskenball der Rumpsteaks. Dort soll sogar eine Prämie für die beste Vermummung ausgelobt sein. Sind zwar nur hundert Pfund, aber dann wird die Maschine eben etwas kleiner ausfallen.
Im Hafenviertel entdecken sie einen Trödlerladen, der allerlei aus dritter Hand anzubieten hat.
In digedagscher Größe gibt es ein topaktuelles Angebot an orientalischen Prinzenfummeln. Die Digedags schlagen sofort zu, zumal zum Outfit auch noch zwei schicke Krummsäbel gehören.
Nun müssen sie sich nur noch Zutritt zum Maskenball verschaffen. Nichts leichter als das - die Türsteher lassen sie problemlos passieren. Man hält sie für die Söhne des Lord Hallibaxton. Unter diesem Namen werden sie auch vom Moderator ausgerufen, als sie die Rutsche zu Glück und Reichtum verlassen.
Lord Hallibaxton, Erzfeind von Newcomen, erkennt die Digedags sofort wieder und lässt sie von der Party entfernen.
Jetzt sind die Digedags am Ende ihrer Kunst angelangt.
Während sie meditierend an der Küste umherirren, werden sie auf eine dümpelnde Kiste aufmerksam. Schon ist er wieder zurück, der Traum von Schätzen und so schwimmen die beiden zu den Klippen. Doch ihr todesmutiger Einsatz wird nicht belohnt. Auch dieser Kasten enthält bloß dumme Sprüche.
Völlig fertig und bedeutend insolventer als bei ihrem Abgang, schleichen sie sich zu Newcomen zurück.
Den wundert's nicht besonders. Er hat auch etwas zur Geldbeschaffung unternommen. Für Sonntag sind alle Pfeffersäcke der Umgebung zum Frühschoppen geladen.
Tatsächlich ist der Saal auch voll, denn Newcomen hat einigen Stand in der Gemeinde. Nur einer führt, scheint's, Böses im Sinne und hat die Mütze tief ins Gesicht gezogen. Thomas Newcomen hält eine flammende Rede übers Dampfwesen - und bittet um Spenden. Bevor sich aber jemand zur Ader lassen kann, ergreift der geheimnisvolle Fremde das Wort. Es ist der schuftige Hallibaxton, der mit einem vernichtenden Gutachten die Geldgeber in die Flucht schlägt.
Nur einer ist sitzen geblieben, denn er ist bei der Ansprache weggepennt, der Viehhändler Cawley.
Als die Digedags in ihrem Galgenhumor ein wenig Auktion spielen, wirft der Schläfer sein Angebot ins Rennen - und erhält den Zuschlag.
Der Viehhändler macht gute Miene und unterschreibt den Vertrag. Mit Newcomens Versprechen, es nicht bereuen zu müssen.
Durch die 15000 Pfund ist der Prototyp der Maschine bald fertig. Zum Stapellauf sind wieder alle Reichen uns Schönen eingeladen. Auch Lordschaft ist gekommen, um den Misserfolg zu feiern. Aber die Maschine geht los wie ein Turnschuh. Die Grubenbesitzer bestellen sofort in großen Stückzahlen.
Nun sind die Geldleute mächtig sauer auf Hallibaxton, der ihnen das Geschäft des Lebens versaut hat.
 
Beilage:
Steinchen an Steinchen - Eine einfache Dampfmaschine
Komplette Bauanleitung für "echte Pioniere und Junge Techniker" mit einfachen Materialien aus der heimischen Wirtschaft

Rückseite:
Modell der Dampfmaschine von Thomas Newcomen

 

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