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68 Die vier vom Sklavenschiff Juli 1962


Die Saurier müssen warten. Und wieder grüßt die Dampfmaschine. Nach dem letzten Besuch der Polsunowschen Dampfe im fernen Sibirien sind die Digedags wieder wohlbehalten in Europa gelandet und verlassen ihren Kahn in Old Scottland.
Glasgow ist allerdings ein recht gefährliches Pflaster, denn hier treiben finstere "Werber" für suspekte Seelenverkäufer ihr Unwesen.
Zwei solcher Halunken werden von Dig und Dag beim Planen eines neuen Coups belauscht. Mit dem Standard-Trick von Enterhaken-Joe soll das nächstbeste arme Würstchen als Vortoppmann angeheuert werden. Klappt auch ganz gut: eine kleine Provokation, ein wenig Schauspielkunst und die dümmliche Polizei verhelfen zum neuen Mannschaftsmitglied.
Die Digedags verderben sich's trotz guter Absicht auch mit den Uniformierten und dann ist die Skatrunde komplett. Für die unbedarften Hafenwächter gibt's zur Belohnung ein Freigetränk. Gleich darauf entert des Gekidnappten Papachen das Schiff und löst Sohnemann für 10 Pfunde wieder aus. Gleichzeitig verspricht er den Piraten baldigst einen Ersatzmann. Kein anderer soll's sein als der junge James Watt, der in Kürze vom Schiff nautische Instrumente abholen soll.
Eigentlich waren Dig und Dag als Sklaven-Unteraufseher vorgesehen aber wegen ihrer wenig imposanten Staturen werden sie zu normalen Küchenjungen herabgestuft.
Ihre erste Aufgabe besteht darin, für den Smutje etwas Rum zu besorgen.
Im Laderaum sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Da sie den Rum in einer Kiste vermuten, wird diese erst mal an den Ladebaum angeseilt. Gleich darauf locken die gewieften Sklavenhöker das Objekt ihrer Begierde in den Laderaum schließen ihn ein.
Nun müssen die Piraten erst mal ihren Erfolg zünftig begießen. Derweil mühen sich die Digedags redlich, die vermeintliche Rum-Kiste an Deck zu hieven. Mittels eines Böllers als Gegengewicht schaffen sie es. Die beiden sind nicht schlecht erstaunt, als Watt auf der Kiste steht. Dümmlicherweise blockiert die Kanone jetzt die Tür zur Mannschaftskajüte. Nun bekommen die Piraten Platzangst und versuchen, die alten Bohlen von innen aufzubrechen. Die massiven Rammversuche lassen die Kerze der Schiffslaterne abstürzen. Die Kanone steht äußerst günstig. Der unvermeidliche Schuss geht sauber durchs Schiff und löst einen Totalschaden aus.
James Watt, der die näheren Umstände überhaupt nicht geschnallt hat, bemitleidet die armen, freundlichen Seebären ob ihres Unglücks.
Mit Hilfe der Digedags zieht Watt seinen Bollerwagen samt der Instrumentenkiste in Richtung Universität. In der Werkstatt wartet schon Watts Mentor und Gönner Professor Black.

Die Sklavenhändler Handschellen-Jim, Kanaken-Johnny, Korsaren-Ben und Bill Quaddersnake waren unterdes nicht träge und haben ihre Fährte wieder aufgenommen.  Bald hat Watt die Instrumente gereinigt und gelüftet, er hatte in den Digedags geschickte Helfer.
Watt macht zwischen anderem Gedöns des Dachbodens einen Fund, das Modell einer Newcomen-Dampfmaschine. Professor Black schenkt James Watt das alte Ding aus dem Uni-Fundus. Dig und Dag verdingen sich wieder mal als Sherpas.
In Watts Werkstatt ist das Gerät bald repariert und funktioniert ausgezeichnet. Um die fauchende Maschine finden sich eine Menge Gaffer an. Auch die Sklavenhändler, nun recht und schlecht als Studenten verkleidet. Da wird zur Vorlesung geblasen und plötzlich steht die Vierer-Bande wieder auf der Straße.
Während Watt die Dampfmaschine Newcomens  wenigstens zeichnerisch aufbessert, übt sich Dag im Spiel auf Watts Orgel.
Die hartnäckigen Sklavenhändler sind erneut zur Stelle, diesmal täuschend echt als Gardisten gewandet. Dag will sie ein wenig strammstehen lassen und spielt die Königshymne. Vor dem Fenster sind auch die beiden altbekannten Hafenpolizisten am Salutieren. Professor Black macht Watt mit Mr. Roebuck bekannt, einem von Watts zukünftigen Sponsoren.
Nun sind die Entführungspläne der Sklavenhändler voll im Eimer. Und weil sie sich blasphemisch über die Königshymne äußern, werden sie standrechtlich von den beiden Streifenhörnchen verhaftet und zur Arbeit auf ihrem eigenen Sklavenschiff verbracht. Denn die "Krone der Barmherzigkeit" sucht gerade massenhaft Matrosen.
 
Beilage:
Steinchen an Steinchen - Befreite Inseln
Passend zum Thema Sklaverei: Geschichten vom Sklavenhandel und vom "Befreiungskampf des tapferen kubanischen Volkes"

Rückseite:
Die Leiden des jungen W. bei der Beschaffung eines brauchbaren Zylinders für seine neue Dampfmaschine.

 

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