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89 Der Schatz der Armada April 1964


Kurz nach Abschmetterung des Tauchbootbaus durch Österreich erhält Wilhelm Bauer eine Einladung des englischen Kingdom in ähnlicher Angelegenheit.
Auf der Insel Wight soll er sein Modell vorführen. Die Digedags haben vermutlich beim Lloyd gekündigt, Meinrath im Stich gelassen und sich Bauers Willi angeschlossen, um sich von der berühmten englischen Küche mal so richtig mit Fish & Chips verwöhnen zu lassen. Obwohl sie auch auf der königlichen Datsche wohnen dürften, zieht es die Digedags mehr in die urige Umgebung.
Die Kaschemme, in der sie logieren und schlemmen, trägt den Namen "Verdrehtes Ankerspill" und ähnelt dem alten "Zum Admiral Benbow".
Am Strand finden sie zufällig ein paar Goldmünzen. Der Wirt Tom klärt sie auf, dass unweit der Küste ein Teil der spanischen Armada aus Anlass der Schlacht gegen Francis Drake abgenippelt ist. Auch die "Santa Margareta", die schwimmende Kriegskasse der Spanier, soll hier auf Grund liegen. Der Wirt greift sich die Rolle mit dem Seemannsgarn und spult auch sogleich die Gebrauchsanweisung für eine Schatzsuche ab.
Ein Gast aus der zweiten Reihe ist besonders an der Geschichte interessiert. Der selbsternannte "mutige Plim" macht sich mit den neu gewonnenen Erkenntnissen sofort auf den Weg, die Auflagen der alten Sage zu erfüllen.
Als Erstes steht an, eine leere Heringstonne aufzureißen.
Die Digedags beschließen sogleich, gemeinsam mit der Wirtshauscrew, am gierigen Kameraden Plim eine grundlegende Erziehungsmaßnahme zu statuieren.
Nachdem Plim einem armen Köter namens Nero das bescheidene Altfass abgeluchst hat, schleppt er die Trophäe an die geforderte Lokation. Die zweite Bedingung, einen wenig benutzten Salzhering mit sich zu führen, hat er auch schon erfüllt.
So legt er sich am "Toten Auge" in finsterer Nacht auf die Lauer und harrt der weiteren Dinge. Auf einer schaurig schönen Doppelseite nähert sich aus nebligen Gefilden ein Zug verwitterter Spanier.
Doch für Plim läuft es nicht so, wie vorhergesagt. Der Capitano hat eine Heringsphobie und kickt die Plim-Verschalung mit einem Tritt ins Aus. Der enttarnte Plim wird an einen Baum gefesselt und hochnotpeinlich verhört. Um seinen Verstand zu erhellen, bekommt er eine Fleischmütze geschoren. So eingeschüchtert, mutiert der mutige schnell zum ehrlichen Plim und gesteht dem Capitano seinen goldgierigen Plan. Der ist mit dem Geständnis zufrieden. Als letzte Mutprobe vor der Schatzübergabe steht nur noch ein Ritt auf einem mitgebrachten Ochsen. Zwar gibt Plim keine gute Figur ab, er erhält aber immerhin die Koordinaten der "Santa Margareta".
Die Digedags werfen noch einmal die Nebelmaschine an, damit die Spanier wieder schön gruselig abtauchen können.
Der mutige Plim ist nun wieder obenauf und präsentiert den Digedags stolz die dem Capitano abgepresste Schatzkarte.
Nächsten Tages geht Plim mit Unterstützung von Dig und Dag an den Bau einer Taucherglocke im Blockhausstil. Von den Digedags lässt er sich an die vorgegebene Position rudern. Dann taucht er in die Tiefen des Ärmelkanals. Und tatsächlich sieht er unter sich ein altes Wrack. Dummerweise hat sich seine Glocke daran verhakt, er muss aussteigen.
Die Digedags sind erschüttert ob ihrer Treffergenauigkeit.
Also muss ein richtiges Tauchboot her. Aber Bauer hält Plim für einen Spion und jagt ihn davon. Da schleicht er sich bei Nacht in Bauers Zimmer und versucht, mit Hilfe eines Schraubenziehers hinter das Geheimnis des Tauchbootes zu kommen.
Am nächsten Morgen steht Bauer vor den Trümmern seines Modells und ist angesäuert. Gerade noch rechtzeitig zur Präsentation vor dem Königspaar ist seine Erfindung wieder geheilt. Bei der Probefahrt auf dem sleeve channel wird die Fernbedienung gekappt und der Brandtaucher macht sich auf und davon. Trotz dieses Malheurs empfiehlt der Prinzgemahl den Besuch einer Londoner Werft und Bauer reist eilfertig ab.
Diese Freizeit nutzen die Digedags, um nach Plim zu schauen. Der hat beim örtlichen Fassmacher ein neues, selbst entwickeltes Vehikel in Auftrag gegeben. Die Digedags assistieren erneut beim Tauchgang nach den 20000 Golddublonen.
Bauers verunfalltes Modell im Blick, frohlockt Plim über die Vorzüge seiner eigenen Erfindung - da implodiert die Brackwassertonne. Natürlich wird er von den Digedags umgehend gerettet.
Eines Tages fangen Dig und Dag einen Fisch, dessen Bauch voller Dublonen steckt. Fairerweise wollen sie mit Plim teilen. Aber er braucht alles oder nichts. Lieber will er während seiner Angelei wie Lots Weib zur Salzlette erstarren.
Von Bauer erhalten die Digedags einen Brief. Die Briten wollten ihn gehörig über den Tisch ziehen, mit knapper Not ist er nach Hamburg entkommen. Damit verlieren sich Bauers Spuren im Mosaik, auch die lange Erfinderserie findet hier ihr vorfristiges Ende.
Denn nächstens berichten Dig und Dag über ihre Erlebnisse mit dem berühmten Ritter Runkel, die sich im Mittelalter abgespielt haben.
 

Auf der Rückseite gibt es eine Vorschau auf die nachfolgende Runkeliade.

 

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