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560 Wut tut selten gut August 2022

Mosaik 560

Dem nun zum fränkischen Haustier konvertierten Abul Abbas ist es stinklangweilig in der Karawanserei. Mit seinen erlesenen Späßchen hat er schon mehrere Gäste vergrault. Dumm nur, daß Said die Pension des kaiserlichen Elefanten schon im Vorfeld kassiert hat. Jetzt heißt es für ihn, das Ganze auszusitzen.

Die Abrafaxe rätseln, wie und wo die nun obdachlosen Waisenkinder zu deponieren wären. Erstmal wird vorgeschlagen, bei Amira etwas den Hunger zu stillen. Es gibt auch was zwischen die Beißerchen, aber das Ansinnen, die problembehafteten Kinder dauerhaft in ihrer Bäckerei unterzubringen, weist Amira strikt zurück.
Brabax hat einen neuen Einfall, er verspricht Said Ersatz für dessen abgängige Gästeschar.
Said stimmt erst zu, als die "Klau-Kinder" beginnen, den Elefanten sinnvoll zu beschäftigen, Die zwei Franken wollen für Kost und Logis aufkommen. Das gilt natürlich nur bis zur Abreise der Gesandtschaft.

Brabax eilt zum Palast, um dort für die Unterbringung der Schar zu werben.
Zum anberaumten Audienztag ist schon eine Wartegemeinschaft von Bittstellern angetreten.
Allerdings fehlt der Großwesir, und der befindet sich noch im Verlies, wo er Quecksilber-Ali bezüglich der Staatsgefangenen Lela instruiert. Nachdem Dschaffar verschwunden ist, beginnt Lela mit der Baggerei. Fruchtet nicht mehr so richtig bei Ali.
Da es den Kalifen dringlich nach seinem Großwesir verlangt, muß die Audienz abgesagt werden. Brabax' Vorstehender ist Mitarbeiter der Bagdader Bibliothek und Brabax bekommt eine Besichtigung. Dort trifft man auf das "Mini-Me" des Kalifen. Dieser Knabe Mamun beansprucht einen Vorleser. Der Bibliotheksraum hat den Charme einer trockengelegten Badeanstalt. Klein-Mamun ist ein begnadeter Ausmaler von Originaldokumenten. Aber erst, nachdem die Schriften schon übersetzt und abgeschrieben wurden. Ein wenig Achtung für altes Kulturgut muß schon sein. Brabax ist entsetzt, aber Kalifchen darf das. In der griechischen Abteilung zeigt der Bibliothekar Bischar Brabax das Original von Homers "Ilias", mit dem guten Rat, nicht darauf herumzuschmieren.

Kalif Harun will zu Ehren der fränkischen Gesandtschaft ein krachendes Fest geben, um Kaiser Karl zu imponieren. Als Zeichen seiner vollendeten Dekadenz beabsichtigt Harun, einige alte Schriftrollen vorlesen zu lassen und sie anschließend zum Grillen von Wachteln zu verwenden.

Dschaffar ist entsetzt, er bringt die Ausflucht, daß Karl sowieso ein großer Banause sei und die ehrenvolle Verkohlung gar nicht zu würdigen wisse.
Als Brabax seine Ilias-Rolle an Bischar zurückgibt, hat Mamun die Illustration eines weiteren Dokuments schon fertiggestellt. Und Brabax bekommt es zum Geschenk, vornehmes Zaudern wird nicht akzeptiert.
Als Brabax auf Dschaffar trifft, bittet er ihn um die Unterbringung der Waisenkinder.

Quecksilber-Ali erscheint mit der Hofdame Einaz im Verlies, bei der er sich eine zweite Meinung über Lela eingeholt hat. Das Zeugnis für Lela ist desaströs, Versagen auf der ganzen Linie. Den Rest gibt ihr die Aussage, daß Ali und Einaz in drei Tagen heiraten wollen.

Brabax macht mit seiner Rolle Pause in einer Teestube, wo bereits Euphemios mit einem byzantinischen Agenten konspiriert. Als sich Brabx und Euphi bemerken, kommts zum verbalen Schlagabtausch und  endet mit Grünzeuglästerung.

Lela sinnt im Verlies nach Rache. Mit ihrer Flucht würde sie Ali am besten schaden können. In ihrem Plan B spielt wohl ein güldener Löffel die entscheidende Rolle. Die Rückseite deutet darauf hin, daß der Kadi Abu Jussuf wohl von der Delinquentin zum Essen eingeladen worden war oder schlicht erpreßbar ist. Vielleicht endet Lela wenigstens in der örtlichen Irrenanstalt.

 

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