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Sensibelchen Don Ferrando hat der Weltschmerz gepackt. Auslöser
war seine kürzliche Begegnung mit der Dritten Art in Form eines lehmigen Schlammklops',
dem er wohl eine höhere Macht zusprach. Er erinnert sich plötzlich all
seiner Sünden, auch gegenüber dem lieben Wido und den lieben
Abrafaxen, denen er so oft übel mitgespielt hat. Raskolnikows Pein
ist dagegen ein laues Lüftchen. Ferrando verspricht der Wirtin,
endlich die Zimmermiete zu begleichen.
Leo mag das ätzende Mitgefühl der Faxe für einen Leseverweigerer und
Schulschwänzer nicht und sucht schreiend das Weite. Die drei
wollen erst mal auf den Markt, der für jeden etwas bieten soll.
Auf dem Weg zur Kleinseite kommt Leo am bettelnden Don vorbei. Er
will zum Hirschgarten, scheut sich jedoch, den nächsten Spott von
Tereza einzusacken. Aber da ruft sie ihn schon und es gelingt ihr,
sich bei ihm einzukratzen. Die beiden wollen sich nun auch auf dem
Markt vergnügen. Dort fragt Wido an einem Stand nach einem bestimmten Buch.
Das versetzt den Händler in Angst, schwarze Magie und so. Eventuell
könnte hier der Rabbi helfen. Wido Wexelgeld hört zum ersten Male vom Golem. Leo
und Tereza können ihn umfassend aufklären.
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Leo verspricht, Wido zum Rabbi Löw zu führen. Dafür gibts einen
Silbergroschen Vorschuß. Tereza fragt den Buchhändler nach einem
neuen "Eulenspiegel", der schwatzt ihr dafür ein Buch über den
Schwarzkünstler Johann Fausten auf, er hat also doch derartige
Schundliteratur im Angebot. Leo bezahlt von seinem Groschen
gönnerhaft das Buch für Tereza und lädt sie obendrein noch zum
Honigkuchenessen ein.
Der arme Don hockt
noch immer im Dunkel des Torbogens und sammelt Almosen ein, als auch
Lang auf dem Weg ins jüdische Viertel die Stelle passiert. Der
Kammerdiener trifft
sich in der "Schwarzen Katze" mit seinem Agenten Vandalovic, den er
auffordert, sogleich etwas Bambule vor des Rabbis Haus abzuziehen.
Schließlich hat Lang schon mal etwas vorbereitet. Auf dem Markt
treffen die Faxe mit Leo und Tereza zusammen und bestaunen einen
Hochseilakteur. Es schlägt Drei und Leo will zu seiner Verabredung
mit Wido. Auf dem Seil ereignet sich ein Fehltritt und der Akrobat
baumelt am letzten Bein. Eine dicke Matrone jubelt schon begeistert,
endlich mal was los in Prag. Leo sieht hier seine Chance, Tereza zu
beeindrucken. Mit einem Seil im Arm kraxelt er dem glücklosen Profi
hinterher und bittet Califax aus der Höh, ihn bei Wido zu
entschuldigen. Dieser enteilt sogleich und wird von der Wirtin als
Golem begrüßt. Wido macht nach einen Freudensprung vom Balkon
Bekanntschaft mit dem harten Pflaster.
Derweil läuft Leo zur Höchsform auf und kann den Künstler abseilen.
Die dicke Tante ist darob traurig, aber einer ist ja noch oben.
Kommt auch so. Als der Gerettete auf dem Boden ausrutscht,
entgleitet ihm der Strick und Leo wird in den Himmel katapultiert.
Aber die Freude der Dicken besteht nicht lange, Leo nutzt die
Gevatterin als Hüpfkissen und wird zum Helden des Tages gekürt.
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Der Kammerdiener Lang ist unterdessen beim Kaufmann Maisel
angekommen und gibt seiner Sorge Ausdruck, der gute Rabbi würde wohl
bald von bösen Leuten heimgesucht. Die sind auch schon, wie
bestellt, im Anmarsch unter der Führung von Vandalovic. Bevor die
Lage aber eskalieren kann, nähert sich schon der Torwächter mit
seiner Schar, verjagt den Mob und nimmt den protestierenden Anführer
gefangen. Dann kommt auch der Rabbi Löw nach Hause und Wido darf
zur Audienz. Califax geht wieder zum Markt, Leo verschwindet mit
Tereza zum Hirschgraben. Ferrando sitzt noch immer unter der Brücke.
Leo kann locker einen Kreuzer entbehren und darf sich nun als Freund
von Tereza betrachten. Ja, die jungen Liebenden. Und am Ende geht
der stolze Leo sicher in die Schulfalle - das riecht schwer nach
psychologischer Manipulation.
Lang ist wieder beim Kaiser. Kaufmann Maisel
hat angebissen und der Kammerdiener kann einen Schutzbrief vorlegen, der monetär für den verarmten Herrscher
äußerst erfreulich ist. Nicht so für Maisel. Dafür wird er zum Oberhofmünzputzmeister
befördert. Ein verdientes Amt.
Leo hat einen weiteren Kreuzer für Ferrando übrig.
Dieser geht nun zum "Schwan" um seine Einnahmen abzuliefern. Leider
wurde sein Zimmer an Wido vermietet. Er schleicht davon wie ein
geprügelter Hund. Während seines Rückzugs schnappt er auf, daß
dieser Golem nur der lehmige Califax gewesen sei. Und schon bricht
wieder die alte Natur hervor. Bevor er Wido erwürgen kann,
erscheint die wachsame Wache. Er vermag noch zu fliehen, aber sein
Fluch scheppert durch Prags ansonsten ruhige Gassen. Nu, pogodi! |