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607 Tumult auf dem Hradschin Juli 2026

Mosaik 607

Den Kaiser Rudolf plagen schwere Gewissensgebisse, denn Mauzi ist nach den letzten Zerwürfnissen abgetaucht. Er teilt zwar gerne sein Bett mit diesem Fell - aber doch nicht den Thron.
Červenka verspricht, des Kaisers Einschlafhilfe herbeizuschaffen.

Lang inspiziert voller Vorfreude die Hinrichtungsstätte, denn morgen sollen die Zellen geleert werden. Da meldet ein Soldat das Fehlen der Delinquenten. Diese befinden sich tatsächlich noch im Hirschgraben und beratschlagen.
Das spanische Rumpelstilzchen war - wie zu erwarten - erfolglos bei der Goldmacherei. Ist halt auch ohne Fledermausöhrchen nicht einfach. Da bleibt nur der gepflegte Abgang und so ereignet sich im Oberstübchen des Pulverturms ein Feuerwerk.
Was war das wohl? Das fragt sich auch Philipp Lang und er verordnet erhöhte Gefechtsbereitschaft. Er selbst stürmt sogleich zu des Dons Rumpelkammer, die Tür ist leider versperrt. Gut so, denn Ferrando ist auch nicht ganz unbeschädigt geblieben. Seine Synapsen müssen sich erst wieder verknüpfen.
Er wirft den Goldsack durchs gesprengte Loch. Nun vermutet man, weshalb das Ding Pulverturm genannt wird. Der Abseilakt am verknoteten Bettlaken scheitert aufgrund der Morbidität des alten Linnens. Plumps macht er.

Drunten herrscht schon Aufruhr wegen der Verfolger, da stößt Califax auf den Don, der ihm sofort an die Gurgel geht. Leo kann einen wilden Eber überreden, seinen Kumpel aus dem Würgegriff des Spaniers zu befreien. Wie einst Lord Groggys Urahn wird der Don zum Schweineritter erhoben.

Der Kammerdiener steht endlich vor dem Loch in der Turmwand und konstatiert, daß der böse Don mit dem Schatz auf und davon ist. Ist er aber nicht - obwohl schon, aber ohne das abgestaubte Gold.

Der Eber schlenzt den gewesenen Goldmacher elegant über die Hirschgrabenmauer. Leider kann Ferrando nicht verfolgt werden, da das Tor schon Schluß hat und kein Schlüsseldienst anwesend ist.
Die Faxe und Leo ziehen sich wieder in die Kasematten zurück.
Auch der Kaiser hat den Schuß gehört und begeht Bettflucht.

Währenddessen marschiert das Katzenregiment durchs unbewachte Burgportal. Mauzi, die beiden dienstverpflichteten Löwen mit der Rattenprinzengeisel und eine Horde Katzen aller Coleur entern den Hradschin.
Im Hirschgraben tobt Lang durch die Kante, denn neben den Abrafaxen ist nun auch Ferrando entwischt. Dafür strömen Myriaden von Ratten in Richtung Prager Burg.
Dort meldet die Rattifaxin der Königin in angemessener Untertänigkeit, daß der kleine Prinz von der Katzenarmee mitgeführt wird. Die Abrafaxe beschließen, dem Zug der Ratten zu folgen. Bald sind sie im bewohnbaren Teil der Burg angelangt und treffen auf einen alten verwirrten Mann, der nach einem Červenka fragt.

Der Katzengeneral hingegen hat eine feste Intention - den Thronsaal. Endlich ist Mauzi am Ziel seiner Sehnsüchte. Er räkelt sich lustvoll dort, wo sich sonst nur der Alte rumfläzt und er erklärt die Palastrevolte für erfolgreich und abgeschlossen.

Das wars also mit der Eroberung des Throns. Die Löwen sind verwirrt, sie hatten wenigstens auf ein anschließendes Bankett gehofft. Nun sollen sie sich auch noch selber bedienen.
Unverhofft erscheint Rudolf und beschimpft die böse Miezekatze. In einer Rückschau erfährt man endlich, was vor 15 Jahren geschah. Der Kaiser kickte schon damals das niedliche Kätzchen von seinen Thron. Also handelt es sich hierbei um ein Trauma aufgrund verschmähter Liebe in der Kätzchenheit von Mauzi. In Verbindung mit langjähriger gewaltsamer Thronabsenz.

Endlich haben auch die Faxe den Weg zum Thronsaal gefunden, wo Hilferufe erklingen. Die Löwen hocken auf dem entsetzten Kaiser, den Mauzi als Mahlzeit freigegeben hat. Da muß Leo einschreiten und er liest den Großkatzen die Levithen. Auch er ist nun in Gefahr, zu Futter zu werden. Rechtzeitig treffen die Rattenscharen ein, was die Löwen in Ekel-Panik versetzt. Sie flüchten aus dem Saal und in ihrem Sog verschwinden auch alle Katzen.
Jetzt kann der Rattenprinz endlich an Mutti übergeben werden.

Rudolf will zu Bett. aber Leo soll für die Kaiserrettung einen Orden erhalten, nicht ohne vorher gebadet zu werden - aber erst morgen. Die Abrafaxe werden allerdings wieder geschnappt.

Streckenweise stören einen die menschlichen Protagonisten in diesem Tierheft. Und weshalb müssen die Viecher durch ihren Fettdruck immer so schreien?

Die Rückseite weckt Hoffnung. Dieses Leo durch den Kaiser verordnete Bad wird hoffentlich auch die animalischen Bereiche des Broca- und des Wernicke-Areals in seinem Gehirn radikal abputzen.

 

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