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608 Die Jagd nach dem Golde August 2026

Mosaik 608

Das Heft vermittelt uns weitere Einblicke in Prags Tierleben. Familie Wildschwein ist gut drauf, obwohl der ersehnte Rübensack nur Sekundärrohstoffe enthält. Eine Elster ist da weniger wählerisch und stibitzt ein Goldstück.

Ein augenzeugliches Rotkehlchen verpetzt die Sache an Leo. Bei dem macht es zwar "klick", aber aktuell muß er sich einer Generalreinigung unterziehen. Da bleibt kein Auge trocken und auch kein Ohr. Frisch gewandet und finalisiert durch Mühlsteinkrause und Betontoupet wird er sich ähnlich fühlen wie Huck Finn, als er von Witwe Douglas zivilisiert werden sollte.

Im Burgverlies bearbeitet der Kammersänger die Faxe. Für die Wiederbeschaffung des Schatzes könnten sie dem Galgen entgehen, aber die Antwort stellt Lang nicht zufrieden - also Hals langziehen.

Der Diener Červenka führt den geschniegelten Leo zum Kaiser. Der mattet noch und versucht seinen schweren Traum zu verarbeiten. Die Morgenmilch macht ihn auch nicht munterer.

Als herauseitert, daß Don Ferrando verschwunden und auch das Gold fort ist, tanzt auf den Prager Straßen der Bär. Die Betrogenen wollen ihre Einlagen zurück.

Soeben sollen die Abrafaxe zum Galgen geleitet werden. Sofort wendet sich ihnen die Volkswut zu. Mit Mühe können die Wachen die Leute zurückhalten.

Endlich ist auch Rudolf in Schale geworfen, als Leo ins Schlafgemach drängt. Er will schnell Taten sehen und hat Besseres vor, als hier herumzuhängen. Der Diener muß den unwirschen Kaiser belehren, weshalb der vorwitzige Bube hier aufgeschlagen ist. Nun wird Rudi bewußt, daß die Nacht leider kein Traum war. Sein Retter soll mit dem "Orden des goldenen Vlies" belobigt werden. Ritter Leo. Nun platzt Lang in die gute Stube und meldet, daß die Galgenvögel zur Verfügung ständen. Da muß Leo einschreiten - er behauptet, die Faxe hätten nichts gestohlen, außerdem seien es seine Freunde. Dies Geständmis verurteilt Lang als gesichertes Komplizentum.
Für den Kaiser gehören Goldräuber alle gehängt, auch wenn einer sein unersetzbares Leben gerettet hatte.
Also wird Leo neben den anderen drei Delinquenten aufgebaut. Während Lang eine Rede ans Volk hält und die Verderbtheit der Goldräuber schildert, erzählt Leo den Faxen, was ihm kürzlich das Rotkehlchen geflüstert hat. Der Kaiser gibt sich als Stinkstiefel und befiehlt die Hinrichtung der Viererbande, obwohl das Volk kein Kind hängen will. Nun schreitet Brabax nach vorne und erklärt, mit ihrem Abgang würde niemand mehr erfahren, wo das Gold ist. Das läßt den Kaiser nachdenklich werden, immerhin sollen die vier nach Rückgabe des Goldes lediglich den Löwen vorgeworfen werden.
Der Troß aus dem Kaiser, den Verurteilten und den betrogenen Kunden wälzt sich durch den Hirschgraben. Laut Rotkehlchen soll der Sack unter einer Eiche beim Pulverturm liegen.
Auch der Wildhüter samt Tochter stöbert durch Wald und Unterholz. Tereza findet ein Buch, entdeckt Leo und stolpert über einen Sack.

Der Kaiser meldet sogleich einen Bedarf an. Leider ist es nur der Rübensack, auf den die hungrigen Wildschweine so scharf waren.
Da kommt das rote Kehlchen angeschwirrt und informiert Leo, daß soeben einer den Goldsack mitgenommen hätte. Das stößt auf hohle Ohren. Wie gehofft, hat Leo sein tierisches Gehör bei der Badezeremonie eingebüßt. Das Rotkehlchen ist verstört und attackiert den Don hinter dem Gebüsch. Eine fette Hornisse leistet Unterstützung und sticht dem Don in die Gurke. Sein Geschrei ruft die anderen ins Geschehen. In der hitzigen Diskussion verrät Ferrando dem Kaiser, daß er seine Flucht Lang zu verdanken hat. Peinlich für den Kammerjäger, der nach Ausflüchten sucht.
Der Don hat das Gold natürlich nicht, das hätten die Faxe in der Burg versteckt. Da mischen sich der Wildhüter und Tereza ein und erklären, das Gold liegt dort, wo die Dicknase sich versteckt hatte. Der Don zündet eine 2-Komponeten-Granate und kann im Dunst verschwinden. Bevor der Kaiser das Gold zu konfiszieren vermag, werden die Leute stinkig. Sinnigerweise holt Tereza das Buch hervor, wo der Don seine Einnahmen namentlich präzise zugeordnet hat. Vorbildliche Buchführung. Vor dem Haus des Waldhüters wird die Auszahlung durchgeführt. Alle bekommen ihr Gold zurück. Leider bleiben für den Kaiser nur 98 Dukaten übrig, aber die fahrlässige Elster weist auf ihren Schatz hin. Leo räumt das Nest aus und kann dem Kaiser sogar einen Überhang in die Hände drücken. Auf seinen Orden verzichtet er.

Nach dem Frühstück plant man, Rabbi Löw aufzusuchen, um die Sache mit der Ohrenasche zu klären.
Don Ferrando hockt noch immer im Geäst. Im Schutze der nächsten Dunkelheit will er mit den Abrafaxen abrechnen.

 

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