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605 Ein teuflischer Plan Mai 2026

Mosaik 605

Abrax lungert mit Waldi auf der Karlsbrücke herum. Waldi wollte sich zwar in Italien zum Kämpfer pimpen lassen, aber eine bestimmte Frau läßt ihn nun zweifeln. Ausgerechnet jetzt nähert sich das Objekt seiner Begierde. Im ersten Schreck stürzt er von der Brücke auf ein Boot. Das Mädchen hats beobachtet und sich bös erschreckt. Ihre Mutter, die an die Möhrenfelderin erinnert, ermahnt sie, die Contenance zu bewahren, wenn ein Tagedieb vom Geländer purzelt. Dies kann Abrax nicht auf sich sitzen lassen und er stellt sich als Abrax von den Abrafaxen vor. Der Gestürzte wäre der Graf von Wallenstein. Das schindet etwas Eindruck. Das Familienoberhaupt ist Stanislaus von Lobkowics, seine Frau ist die Gattin und die Kinder heißen Lubomir und Dorota. Zur näheren Bekanntschaft wird Abrax eingeladen und dieser möchte gern den Grafen mitbringen. Dorota gefällt das. Bald ist auch Waldi zurück und außer sich vor Lust.

Philipp Lang ist angespannt auf Fledermausohrenpirsch. Leo, der Prager Pumuckl, empfiehlt ihm den Trödel-Jäckele - was der nicht hat, das gibts auch nicht. Bei Jäckele lagert wirklich jeglicher Plunder, natürlich außer Flatterohren.
Da Kammerdiener Lang nun den potentiellen Lieferanten direkt an die Wäsche gehen will, beschließt Leo, die Nachtarbeiter zu warnen.

Oben im Pulverturm verwirklicht Ferrando seinen fiesen Plan. Er verbrennt die nutzlose Schwarte im Ofen, Auratus ahnt noch nichts von seiner Rolle. Die offenbart sich, als der Kammerdiener erscheint. Ferrando behauptet, Auratus hätte das wertvolle Objekt aus dem Fenster geworfen und unten wäre es Califax in die Hände gefallen. Der arme Auratus wird nun im Verlies deponiert, diesmal im unteren ohne Gourmet-Menü. Der Don würde natürlich weiter Gold machen wollen, aber dazu müßten die Faxe eingefangen werden. Sie sollen dann solange brummen, bis sie das Rezeptbuch herausrücken. Kluger Schachzug.

Califax eilt frohen Mutes zu seinem Küchendienst. Lang hat den Koch schon scharfgeschaltet, Califax sofort seiner gerechten Strafe zuzuführen. Die Küchenmagd Milla bekommt dies mit und warnt Califax vor der Falle. Sie versteckt ihn und erklärt den Fluchtweg durchs untere Verlies.

Leo schreit im Rathausturm die Fledermäuse der Nachtschicht aus ihrem wohlverdienten Schlaf. Anfangs verärgert, soll nun ihre Verwandtschaft auf der Burg gewarnt werden.

Califax irrt planlos durch die Kellergewölbe und hört plötzlich jemanden jammern. Es ist natürlich Auratus von Feuerbach, der vom Don Angeschmierte. Er erzählt Califax die ganze Geschichte und erbittet Hilfe. Auf der Suche nach Einbruchwerkzeug eilt Califax nach oben und schneit zufällig in die Kerkerstube der Burgkatzen herein. Hier finden sich auch ein Hammer und ein langes Seil sowie fauchende Katzen. Beim Stolpern enttarnt sich der Käfig und Califax nimmt ihn erst mal an sich.

Leo ist endlich beim Hirschgarten angelangt, in dem die Gemeinschaft der Burgfledermäuse eingemietet ist. Hier kann er eine freundliche Meise nach dem Weg fragen.

Brabax und Waldi hängen noch immer auf der Brücke ab. Des Grafen Verwirrung ist weit größer geworden. Wenn nun ... oder nicht? Da könnte nur ein Horoskop helfen und deshalb gehts zum Kepler.

Die beiden Fledermausaufklärer melden dem Kammerdiener ein erkleckliches Aufkommen im Jagdhauskeller. Da ihnen die Ohrenentnahme zu fragil ist, soll doch der Goldmacher selber zur Schnippel greifen. Aber Lang macht es nun zur Chefsache.

Auch den Katzengeneral plagt ein Problem - den Rattenprinzen wiederzufinden. Den hat natürlich Califax vorerst abgestaubt. Das alte Schloß ist schnell zerkloppt und das Seil hängt ins Verlies. Califax will den dicken Auratus nach oben hieven. Als Fluchthelfer oder gar als Bergretter ist Califax allerdings unbrauchbar wegen mangelhafter Eigensicherung.
Auratus' Ausruf "Du schaffst das!" ist ein dümmliches Mantra aus dem Spruchbeutel der Alternativlosigkeit. Abschließend liegt auch Califax im Loche. Was mich beunruhigt ist, daß Califax die Miniratte auf deren Hilferuf beruhigen wollte, hoffentlich ist nicht noch etwas Asche hinter den Ohren verblieben. Sollte er schleunigst abwaschen.
Die Katzen haben ihr Opfer wieder in der Gewalt und nun kommt auch Lang und freut sich über den neuen Gefangenen. Dafür geht der Flattermausfang in die sprichwörtliche Hose.
Etwas verfrüht startet ein regelrechter Fledermaus-Exodus aus dem schönen Prag. Das Thema ist damit hoffentlich abgefrühstückt. Und der Don braucht nicht mehr zu liefern.

Derweil warten Abrax und Brabax auf ihren dritten Mann und auch Leo wird vermißt. Daß man auch hinter ihnen her ist, wissen sie noch nicht.

 

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