|

Der Kaiser instruiert seinen Hofmaler Hans von Aachen, in
Mailand einige Ölschinken von Correggio zu erwerben. Seitdem er den
alchimistischen Experten in seinen Diensten hat, kann er nun aus dem
Vollen löffeln Für den Trödel soll Kammerdiener Lang einen Wechsel
über 5000 Dukaten herausrücken. Dieser mahnt jedoch zu äußerster Sparsamkeit,
denn dem Don wurde kürzlich die Goldmach-Anleitung von Feuerbach
und den Abrafaxen entwendet. Obendrein ist die aktuelle
Lieferkettenproblematik bei Fledermausohren äußerst prekär. "Alle
aufhängen!" lautet Rudolfs weise Anweisung.
Nichtsahnend marschieren Abrax und Brabax auf der Suche nach ihrem
Küchen-Delegierten ins Schloß. Als sie sich vor dem Torwart
identifizieren müssen, kommt an die Oberfläche, daß sie sich auf der
Schwarzen Liste befinden. Das bedeutet Verlies - und zwar ganz
unten.
Philipp Lang sucht den Goldmacher
mit der Frage auf, ob dieser auch ohne Rezeptbuch Gold machen könne.
Durch des Dons abschlägige Antwort verkündet Lang, daß dann der
Galgen warte. Trotz Panik modifiziert Ferrando seine Lüge. Er könnte
schon, aber lediglich vorhandenes Gold verdoppeln. Dauert nur einen
lausigen Tag. Lang übergibt ihm zur Verifikation einen Dukaten.
Fledermausohren sind dafür unnötig, aber dem Don verlangts nach
Schwefel, Salpeter und Holzkohle. |
Da war doch vor vielen Jahren schon mal was. Der Wachposten hat
mitgehorcht und bringt nun seinerseits einen weiteren Dukaten aus
der Tasche. Die stille Post tut ein übriges. Wie ein Lauffeuer
verbreitet sich die Möglichkeit, kurzfristig doppelt so reich zu werden. Eine lange
Wartegemeinschaft bildet sich auf der Turmtreppe. Lang findet dies
verdächtig und er stellt den Don zur Rede. Dieser verspricht, zuerst
den Kaiser und natürlich zuvor Lang zu bedienen.
Die Einzahlungen durch das Gesinde gehen derweil munter weiter. Auf jeden
Fall hätte der Don ausreichend Material für ein einträgliches
Pyramidenspiel.
Tierversteher Leo
schleicht nach der Fledermauswarnaktion durch die düsteren
Burgkeller. Seitdem er weiß, was den Abrafaxen droht, muß er sie
natürlich warnen. Glücklicherweise trifft er auf eine ortskundige
Eidechse. Gerade als er die beiden Delinquenten entdeckt hat,
poltern zwei Soldaten mit den Gefesselten Restfaxen die Treppen
hinunter. Leo versteckt sich. Da die Soldaten ein Schloß vergessen
haben, beschließen sie, die beiden im Verlies der anderen Zwei zu
versenken. Nun muß sich das freundliche Reptil ein zweites Mal
nützlich machen, es verschwindet im Wams eines Soldaten, der den
Minidrachen für den Teufel hält. Er stößt sich die Omme an der Mauer
und geht vorübergehend ins Koma. Gute Gelegenheit für die beiden
Faxe und Leo, den übrigen Soldaten ins Loch zu schubsen. Er tauscht
mit Califax und Auratus. Den nun wieder aufgeweckten anderen Häscher tritt Auratus genüßlich in die Grube. Zur Flucht aus dem
Hirschgraben soll die Dunkelheit abgewartet werden.
Wallenstein lungert derweil vorm Haus seiner Angebeteten und
wartet ebenso sehnsüchtig auf seinen Betreuer Abrax. Doch der ist ja
momentan verhindert. Dorota entdeckt ihn zuerst und wirft ihm ihr
Tüchlein auf die Lichter. Der Depp zieht sofort sein Käsemesser
und legt sich mit einer Gänsebäuerin an.
|
Indes hat Frau von Lobkowicz ihr loses Töchterchen vom Fenster
weggezerrt und schaut nach unten. Waldi deklariert sie als
Putzlappenwerferin und bedenkt sie mit der Bezeichnung.
"Alte Vettel". Klingt natürlich ein wenig unwoke, aber recht hat er.
Im Salon derer von Lobkowicz rätselt man über das Ausbleiben der
Besucher. Dorota meint, Albrecht stände schon vor der Tür. Lubomir
bittet ihn herauf.
Der Don hat penibel seine Wundermischung
gemixt, als Lang schon wieder auftaucht. Beinahe wäre es durch
die Sorglosigkeit Langs zur vorzeitigen Explosion gekommen.
Eine Explosion findet aber bei
Lobkowiczens statt. Die Herrin des Hauses hat den Beschimpfer
erspäht. Eine Vermittlung scheitert und Waldi wird von der Düpierten
hinausexpediert. Es ist ihm sonnsnklar, daß er das Ding ordentlich
versemmelt hat.
Im Hirschgraben warten
sie noch immer auf die Dunkelheit. Man beschleßt, zu verduften. Geht
aber noch nicht, weil leider ihr vierter Mann, das Nagetier mit
Kanalisationshintergrund, abgängig
ist. Dafür kommt eine Katze vorbei. Leo berichtet, daß die kleinen
Racker gedenken, die Macht zu übernehmen.
Und tatsächlich tagt im Park gerade der Katzen-Sowjet. Mauzi schwört
die Rasselbande darauf ein, Rudis Thron zu kapern. Es gibt begeisterte
Miau-Rufe.
Der Kaiser ist traurig, daß
Mauzi verschwunden ist. Aber seine Stimmung hellt sich auf, als Lang
vom Dukaten-Dopplereffekt berichtet. Schnell wird die Portokasse mit
100 Dukaten zum Don getragen. Der frohlockt. Zwar hätte er gerne die
Faxe baumeln sehen, aber nun muß er wohl vorfristig seine zündende
Idee verwirklichen und danach schleunigst Fersengeld geben.
Die Abrafaxe
verbleiben bis auf weiteres noch im Hirschgraben, Auratus macht sich
klugerweise, aber dankbar
aus dem Staube. |