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600 Die Stadt der Geheimnisse Dezember 2025

Mosaik 600

Nach ihrem jüngsten Zeitenhopser sind die Abrafaxe im Prag des Jahres 1600 unbeschadet aus dem Keller gekrochen.

Kaiser Rudolf leidet unter seniler Bettflucht. Nachdem er seinen Diener Červenka belästigt hat, soll dieser schnellstens Anton Barvitius herbeischaffen sowie einen starken Wein. Sinn der ganzen Übung war, unbedingt in den Besitz einer Marmor-Venus kommen zu müssen. Gewinsel über klamme Kassen läßt der Kaiser nicht gelten - damit basta!

Die Faxe erfahren von Leo, daß sie im jüdischen Viertel gestrandet sind. Nachts sind da die Tore verschlossen, Kneipen gibts nicht. Aber der örtliche Bäcker Aaron hat seine Schicht schon begonnen. Erst wollen die Hungrigen nichts löhnen und dann noch diese Ratte. Brabax kriegt die Holzschaufel hinter die Löffel. Anstatt Schmerzensgeldes gibt dann doch was zu futtern. Abrax und Califax erklären sich bereit, den "Roten Schwan" mit Backwaren zu liefern.

Die Schwanen-Wirtin brauchts für eine Sarazenen-Delegation, die das heimische Brot verabscheuen. Sie sollen einen Brief des Deys von Algier an Kaiser Rudolf überstellen. Der Gesandte lädt Abrax und Califax zum Frühstück ein.
Brabax macht sich mit weicher Birne derweil auf Erkundung in Prag. Hier trifft er auf Johannes Kepler, der von seinem Kutscher falsch abgekippt wurde. Er muß ins Burgviertel und heuert Brabax als Karrenschieber für sein Gepäck an. Da Kepler interessanterweise zum Hofastronomen Tycho Brahe will, erklärt sich Brabax bereit, die Plackerei zu übernehmen. Wenigstens wohnt Brahe nicht auf dem Burgberg, sondern unten auf der Kleinseite. Kepler verspricht Brabax, ihn mit Brahe zusammenzubringen.

Gerade als Abrax und Califax das Diplomatenfrühstück verlassen, taucht der Kammerdiener Langenfels im "Roten Schwan" auf. In der Annahme, hier auf den Gesandten des spanischen Königs zu treffen, ist er verwundert, Sarazenen gegenüber zu stehen.
Don Ferrando tobt derweil durch seine Bude und wartet auf Langenfels. Mit Schrecken entdeckt er auf der Straße die Abrax und Califax. Sollte sie ihm erneut ins Handwerk pfuschen wollen?
Vor dem Horologium treffen sie auf Brabax, der ihnen von Brahe erzählt, aber nur Unverständnis erntet. Mit seinem bei Kepler verdienten Kreuzer lädt er die beiden zum Essen ein. Doch der Wirt vom "Goldenen Adler" bedient keine Hungerleider und schickt sie zur "Schwarzen Katze".

In deren Nähe bemerkt Abrax Waffengeklirr und eilt zu Hilfe, denn ein Einzelner muß sich gegen sieben Strolche erwehren. Am Ende kann Abrax dem Bedrängten, der sich als Albrecht von Waldstein identifiziert, aus der Patsche helfen. Einer verliert seinen Bart und eine die Hose. Ein nackter Pöter im Mosaik - nicht zu fassen.
Dann begeben sich die Faxe samt ihrem neuen Bekannten in die "Schwarze Katze". Der Wirt kennt den "Herrn von Wallenstein" schon und dieser betont, Waldstein zu heißen. Califax bestellt für alle vier zugige Hechtsuppe, wohl das Standardgericht des Hauses. Califx schmeckts jedenfalls.
Vor der Kneipe begegnet ihnen Leo, der vom Gemeindevorsteher Mordechai Maisel, dem reichsten Mann der Welt kommt. Der Junge druckst herum, denn Maisel will, daß er eine Schule besucht. Auch Bäcker Aaron ist dafür und auch Rabbi Löw. Der kann sogar rattisch sprechen und veranlaßt den Nager, die Backstube zu verlassen. Draußen findet Rattifax einen neuen Mentor der Prager Rattenwelt.
Die Faxe dürfen bei Aaron Levashek die Nacht verbringen und morgen wieder die Bäckerburschen geben.

Auf der nächtlichen Prager Burg ningelt der Kaiser seinen beiden Beratern Barvitius und Langenfels die Ohren voll, Geld für die Venus aufzutreiben. Doch das nötige Geld hat nur Maisel.

Der Don wartet noch immer auf Kammerherrn Langenfels.

 

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