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Im Hirschgraben herrschen nun endlich wieder eitel Frieden und
Sonnenschein. Nach der Atzung der hungrigen Viecher kann auch der
Wildhüter sein Frühstück verspachteln. Da erscheint die Waschfrau
Adela von der Burg und hat Leos alte, aber frisch gereinigten
Klamotten dabei. Sie ist Terezas Mama und des Hüters Schwester.
Terezas Vermutung, Leo sei ein reicher Schnösel, kann sie ausräumen. Tereza
will nun Leo, der sich beim Rabbi aufhalten soll, seine Sachen persönlich überbringen.
Der ist jedoch noch in Levasheks
Backstube, wo die Faxe malochen. Bevor die Abrafaxe und Leo zum
Rabbi aufbrechen, dürfen sie noch Mehlsäcke aus der entfernten Mühle schleppen. So kann sich
der Bäcker die Lieferkosten sparen.
Tereza fragt sich zum
Rabbi durch, dieser schickt sie wiederum zu Levasheks Brotfabrik.
Der unter Schlafmangel leidende Don hat seinen Baum verlassen und will nun wieder im
"Schwarzen Schwan" einreiten. Die Wirtin hat allerdings keine Lust,
dem alten Zechpreller noch eine Chance zu geben. Vorkasse ist angesagt.
Als der Don verspricht, später den
dreifachen Preis zu löhnen, wird die Wirtin wachsweich.
Tereza irrt noch immer durchs Gelände, in der Bäckerei erfährt sie
vom Mehltransfer. Sie will Leo noch eine schriftliche Nachricht
übermitteln, doch Papier und Tinte gibts nur beim Rabbi.
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Die exzessive Schlepperei läßt bei Levashek das Interesse an einem
Golem wachsen. Da könnte nur der Rabbi helfen. Die Ratte informiert Leo,
daß Abrax von der Oberrättin als Dank für die Sohnesrettung zum
"Ritter vom Graufell" ernannt wurde - versteht bloß keiner. Also
schleunigst zum Rabbi Löw. Auf dem Weg dahin fängts an zu pladdern, was
im Nu die lehmigen Straßen in Schlamm verwandelt. Kurz bevor es
zu einem Treffen kommen kann, verläßt Tereza des Rabbis Haus. Der
Rabbi seinerseits wird dringend zu Kaufmann Maisel beordert. Die
Faxe finden an des Rabbis Heimstatt lediglich einen Anschlag an der
Haustür mit dessen
Abwesenheitsnotiz. Nicht lange darauf stehen die Faxe und Leo bei
Maisel auf der Matte und werden zu einer warmen Suppe genötigt, bis
der Rabbi zu sprechen sei. In der Küche erzählt ein Bediensteter den
Zuhörern die alte Prager Sage vom Fidel-Jäckel. Wenn nach einem
ordentlichen Regen eine Vollmondnacht folgt, dann wirds gefährlich
in Prag. Anhand der Geschichte um den Wiedergänger des Fidel-Jäckel,
der sich nächtens mit Frischfleisch versorgt, kann man das reichlich
minimalistische Titelbild endlich einordnen. Früher war wirklich mehr
Lametta. Endlich hat Rabbi Löw Zeit für die Abrafaxe. Maisel und
Löw brauchen die Abrafaxe, um Erkundigungen über diesen Lang einzuholen.
Nach Bewertung der Aussagen kommt man zur Erkenntnis, daß Lang wohl nur
Geld für den Kaiser schnorren wollte. Leo weiß jetzt, daß seine
alten Kleider von Tereza beim Rabbi abgegeben wurden. Dann kommt das
Problem des Rattenverstehers auf den Tisch. Califax erfährt, daß er
die Asche mit dem kleinen Finger hinter die Ohren hätte applizieren
müssen. Mit dem Zeigefinger konnte das nix werden. Das weiß doch
jeder, sogar Leo. An die Golem-Geschichte mag der Rabbi nicht so
richtig ran, denn er will die Welt nicht noch weiter
durcheinanderbringen. Leo darf nun seine Zivilsachen wiederhaben.
Der Rabbi hat auch einen Brief von Tereza, den Leo leider nicht
lesen kann. Aber wegen solch einer Bagatelle wird er sicher nicht
zur Schule gehen. |
Erbost macht sich Leo vom Acker. Die Abrafaxe ziehen sogleich
getrennt los, um ihn in den Schlammfluten zu suchen. Califax
entdeckt ihn zuerst. Dann springt alles durcheinander, in Prag,
denn der Golem ist los. Den hat sicher der Rabbi Löw erschaffen. Ein
grausliger Lehmklops stapft durch die Pampe.
Unweit davon
stößt der Don auf Tereza und will sie eindringlich überzeugen, den Standort
der Abrafaxe zu verraten. Dann hört er seinen Namen rufen - es ist
natürlich der Golem. Für Don Ferrando nicht gerade typisch, vor dieser
Golem-Karikatur die Segel zu streichen. Nun erscheint Leo und rettet
das Mädchen mutig vor der gelben schlammigen Gestalt. Auweh, hoffentlich gibts
hier keine neue Liebesgeschichte. Aber nachdem Tereza Klein-Leo als
Dummerle betitelt hat, zieht der Gekränkte seine Bahn.
Glücklicherweise sind sie noch zu jung für eine weitere Mosaik-Hochzeit.
Die schwer bewaffneten Bürger erkennen nun, daß sie der billigen
Kopie einer Sagengestalt auf den Leim gegangen sind und kringeln
sich vor Lachen. Nur einer von ihnen will prophylaktisch das Haus des Rabbi
niederbrennen. Es ist Horymir Vandalovic. Der Vorname stammt von
einem Prager Sagenritter, aber der Nachname läßt nicht Gutes
erahnen.
In Levasheks Backstube tagt der Krisenstab und
berät, wie man den guten Rabbi vor einem aufgewiegelten Mob schützen
könnte. Maisel hofft auf Kaiser Rudolf, wenn er ihm Schutzgeld anbieten
würde.
Auf den gleichen glorreichen Gedanken kommt auch Lang
selber, nachdem ihm der mutmaßliche Straßenspitzel vom Golem
berichtet hat. Lang will den steinreichen Maisel nun ordentlich zur Ader
lassen. Auch Vandalovic gibt sein Bestes.
Praktischer
Hinweis: Auch wenn es im nächsten Winter mal so richtig saukalt werden sollte, verkloppt
bloß nicht eure Fideln. |