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510 Ein Lübecker Drama Juni 2018

Mosaik 510

An einem düsteren Morgen nähert sich ein eingenäßter Reiter der Stadt Lübeck.
Vermutlich hat sein Gaul keine für die Lübecker Innenstadt gültige Schadstoffplakette, denn er übergibt das Reittier pflichtgemäß dem Torwächter.
Es handelt sich hierbei um Simon Wigge und ohne Rücksicht auf seine vornehme Kledasche stürmt er über pfützenreiche Wege in die Richtung von Luneborgs Behausung.
Dort wird soeben Kasse gemacht. Nachdem Luneborg vor seinem Gläubiger Cornelius Durkop die Hosen herunterlassen mußte, fehlen zu den heute fälligen 100 Silber-Mark leider noch 11 Mark und 7 Schilling. Und weil Luneborg mit seinem gesamten Vermögen für die Begleichung des Wechsels haftet, wird er sich sogleich in den Reigen der Kirchmäuse einreihen.
Jetzt heißt es nur noch, die Zeit bis zum mittäglichen Zwölferer-Glockenschlag von St. Marien durchzustehen. Da bimmelts an der Pforte und Simon tröpfelt die gute Stube voll.

Die Freude ist erst mal groß, aber schlußendlich fehlt nach dem Hinzurechnen von Simons bescheidener Barschaft der letzte und somit wichtigste Schilling an der Gesamtsumme.
Ulrike kramt derweil aus Simons Tasche ein venezianisches Glas heraus, was er ihr zum Geschenk macht. Genta hat den glorreichen Einfall des Tages. Sie kauft Simon den Scherben für einen Schilling ab. Damit ist Luneborg gerettet, allerdings ist Ulrike von nun an stinksauer auf Simon.
Luneborg hat schon wieder die alte Höhe erreicht und borgt Durkop gegen eine Gebühr eine Truhe für die 100 Märker in Kleingeld.
Daß Simon allerdings die wertvollen Handelswaren diesen drei dahergelaufenen Abrafaxen anvertraut hat, findet höchste Mißbilligung beim Pfeffersack.
Ulrike und Genta kämpfen derweil zickig um den Pokal, der als klügerer Dritter nachgibt.
Dann kann Simon über die guten Taten der Abrafaxe berichten, er wird aber sogleich von seinem Arbeitgeber den Hilfshändlern entgegengeschickt, man weiß ja nie.
Die beiden Mönche fragen im Hause Luneborg nach Simon, aber der ist schon wieder auf Reisen. Simon hat am Holstentor seinen feinstaubemittierenden Zossen wieder beim Wächter abgeholt und reitet den Faxen entgegen. Dabei echauffiert er sich immer mehr und unterstellt den Abrafaxen Schuftigkeit. Kurz hinter Mölln erblickt er seinen Prahm und versteigt sich in wüste Schimpftiraden, die wohl keiner der Leichtmatrosen deuten kann. Erst eine Abkühlung in der Stecknitz bringt ihm schnell Linderung.

Nachdem sich Simon eine fadenscheinige Entschuldigung abgerungen hat, darf er nun seine Schatz-Verse deklamieren. Als er alle Strophen eiapopeid und dumdideldeit hat, bleibt als Quintessenz, daß der Schatz wohl auf einer Insel in einer Kirche liegt. Und da die Mär so offensichtlich dämlich klingt, ist sie wohl war.
Die Alte ist längst raus aus dem Geschäft, drin sind bisher die Faxe samt Clarus, Simon und die ominösen Mönche.
Die Kunde von Simons und der wertvollen Waren Ankunft hat sich schon herumgebuschfunkt. Luneborg samt Ulrike lauern im Hafen von Lübeck. Allerdings ist Ulrike Simon gegenüber höchst schnippisch und vermutlich schwerst nachtragend.
In Luneborgs Lagerhaus wird die ganze Pracht ausgebreitet und bewertet.
Luneborg hat eine größere Fuhre Brokat zu verhökern und will dies in Rostock durch Simon erledigen lassen. Da er nun erfährt, daß in Köln viel mehr Schotter dafür eingefahren werden kann, setzt ihn das in arge Bedrängnis. Letztendlich willigt er ein, das Brabax und Califax den Plunder in Köln verscherbeln sollen, Simon fährt mit Abrax in Sachen Salz und Bier nach Rostock. Erst jetzt bemerken alle, daß Clarus abgängig ist.
Die beiden Schatz-Mönche hatten erneut bei Luneborg nach Simon gefragt und bekommen von Ulrike widerwillig die Auskunft, daß Simon im Lagerhaus sei. Frodo geht in die falsche Ecke Lübecks und trifft auf Clarus, der sich ihm als Hilfserbe zu erkennen gibt.

 

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