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543 Der Geist der Lagune März 2021

Mosaik 543

Nicht weit von Lamotrek sind drei Fischer beim Muschelfang zugange. Fituu, Sou und Ukura. Sie haben einen Hilfstaucher dabei, der als "Walreiter" bezeichnet wird und wohl die notwendige Inkompetenz-Kompensations-Kompetenz besitzt.
Jawoll, es geht um Abrax. Und der hat soeben ein Wrack entdeckt, das die anderen aber schon kennen. Pillepalle. Keiner traut sich jedoch hin, denn der Geist des alten Navigators namens Temoak spukt zwischen den vergammelnden Planken herum. Abrax muß sich das unbedingt nochmal aus der Nähe ansehen. Der bemooste Kahn ist vermutlich die von Kraakmöller ersehnte spanische Galeone. Und der unerschrockene Taucher hat schon mal eine der Silberkisten entdeckt.
Der Plunder wird eifersüchtig von einer Gymnothorax javanicus bewacht. Mit einer Kostprobe der Silbermünzen entkommt Abrax nur knapp dem unleidlichen Gewürm.
Das soll der Geist Temoak sein und kreuzgefährlich obendrein. Trotz der latenten Angst wird die bereits angeseilte Riesenmuschel nach oben gehievt und abtransportiert.

Die Insulaner gehen davon aus, daß Abrax mit Tieren sprechen und umgehen kann, wie hätte er sonst einen ungesattelten, wilden Wal beherrschen können.
Das Atoll Lamolior ist zwar des Geistes wegen tabu, aber hier aalen sich auch die allerschönsten und fettesten Muscheln. Ein triftiger Grund, bei allem Respekt, mal eine kleine Ordnungswidrigkeit zu begehen.

Auch von Brabax' Reise gibts einen kurzen Einspieler. Brabax läßt sich von Sadang die Strickmuster der Wellen erklären. Mit deren Hilfe und den Versen von Iratas Lied wird der Kurs nach Lamotrek noch ein wenig verfeinert.

Weiter nach Hatzfeldhafen. Hier ist soeben eine Barkasse aus Stephansort eingelaufen und zur Rückfahrt bereit. Nun heißt es, sich zu sputen. Selbstverständlich ist der Pitignom wieder einmal irgendwo unterwegs.
Egon sucht am Strand und Califax schlägt sich durch die Büsche. Furchteinflößende Masken der Yams-Geister stehen hier zuhauf in der Botanik herum. Der Aufsteller behauptet, daß deswegen hier die größten Yamswurzeln sprießen. Allerdings nicht zum Verzehr bestimmt, sondern weit höheren Zwecken dienend. Das kann Califax nicht verstehen. Komischerweise sind ein paar Masken gerade am Wandern, unterstützt von Pitipak und der Ratte. Beim Anblick des Snüffelstücks von Pitipaks FFP99-Vollschutz kommt einem nur ein Klassiker in den Sinn: "Muffen setz ich, Bögen schweiß ich, Mannometer bin ich fleißig!"
Wenigstens ist der Stromer nun wiedergefunden. Jetzt will Pitipak jedoch erst mal mit Egon spielen.

Aber Califax hat ein unfehlbares Mittel, den Häschtäg #mama. Papa Sonnewald begleitet die beiden freundlicherweise nach Stephansort.

Auf der Insel Elato wird soeben die gefangene Riesen-Muschel auf den Strand gezerrt. Brabax verplappert sich, daß das Gerät vor Lamolior geangelt wurde. Zwei petzige Kinder überbringen diese streng vertrauliche Information der Gemeinschaft.
Da gibts schwere Mecker vom Medizinmann, denn Tabubrüche sind nicht gern gesehen, zumal solche Verfehlung die geltende Geschäftsordnung untergräbt. Und - wenns obendrein auch noch von Erfolg gekrönt ist.
Man bezichtigt sich gegenseitig der Alleinschuld. Letztlich wird alles Brabax in die nicht vorhandenen Latschen geschoben - aber der kann damit gut leben. Um der Gerechtigkeit Genüge zu tun, kommen auch die anderen Mittäter nicht ungeschoren davon. Über Fituu, Sou und Ukura wird strengstes Lamolior-Verbot verhängt. Die allerweiseste Entscheidung des Medizinmanns ist allerdings, die arme Muschel nun zu braten und in die Nahrungskette zu integrieren.
Keiner der Insulaner ist bereit oder in der Lage, Abrax zurück nach Juripik zu bringen. Nicht einmal die versprochene Abschaffung des Muränenfluchs zieht hier. Da bliebe wieder der Wal, wenn nur nicht diese Verständigungsschwierigkeiten wären.

Das Boot mit Brabax nähert sich Elato, aber es wäre ja gelacht, wenn sich die beiden nicht verfehlen würden.

 

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