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555 Der siebenfarbige Smaragd März 2022

Mosaik 555

Abrax' beiläufige Erwähnung, daß sich Quecksilber-Ali im Palast befände, läßt in des Großwesirs Pluderhosen die Alarmglocken klingeln. Um sich sogleich von der Richtigkeit seiner Sorgen zu überzeugen, eilt er mit den Faxen ins Verlies. 100 Punkte, der Klunker ist verschwunden.
Ungünstigerweise existiert eine Weissagung, daß das Wohlergehen des Reiches von der Anwesenheit des Smaragds abhängt.

Die Geschichte geht so: In Lila-Rosa-Land treffen sich mitten auf einer maroden Hängebrücke zwei seltsame Gestalten. Da keiner von beiden der Klügere sein mag, stürzen sie gemeinsam in den dampfenden Gischt, wo Flut auf Flut sich ohn Ende drängt, oder so ähnlich.
Omar, der bessere Schwimmer, zieht den selbsternannten künftigen Kalifen an Land. Am Feuer kommt man sich näher.

Der Möchtegern-Kalif will den siebenfarbigen Smaragden finden und damit Kalif anstelle des Kalifen werden. Für die zu leistende Hilfe bei der Kalifwerdung Abus soll Omar einen schönen Palast erhalten, Omar braucht aber lediglich ein Häuschen im Grünen.
Am Morgen ziehen sie weiter durch ein suspektes Tal mit einer von einer Räuberbande befallenen Burgruine. Als Abu und Omar die Burg passieren, gehen sie den Räubern buchstäblich ins Netz.
Die Räuberhauptmännin ist Lela ziemlich aus dem Gesicht geschnitzt und hat wohl auch fummelmäßig schon den gleichen Geschmack.
Die Beute ist nicht groß, aber es hält sich hartnäckig das Gerücht, die beiden wären der Kalif und sein Wesir. Gegen ein angemessenes Lösegeld von 10000 Goldstücken werden die zwei weggesperrt und zwar draußen in Wind und Wetter auf der Dachplattform. Vom Turme ist schlecht flüchten, aber schon naht Rettung. Der Vogel Roch pflückt sich die beiden vom Dach, vermutlich als Lebendfutter. An den folgenden Flugtagen zehren die beiden vom Kondenswasser und vom Schwarzen unter Rochs Fußnägeln. Bald erreichen sie des Vogels Horst auf einem hohen Felsen und werden abgeworfen. Das Roch'sche Ei bleibt heil. Omar hat den Sturz aufs Haupt schlecht weggesteckt, der dicke Abu ist günstiger aufgeschlagen. Als er entdeckt, daß das Nestumfeld ein Garten der Edelsteine ist, sieht er sich am Ende seiner Suche. Und tatsächlich liegt hier auch der Smaragd herum.

Der Vogel mattet erschöpft auf seinem Ei und Omar ist auch noch nicht aus der Traumwelt zurück. Abu schnappt sich also Omars Füßlinge, die er mit Edelsteinen vollstopft und seilt sich dann heimlich mit seinem und dem von Omars Rübe abgespulten Turban vom Felsen ab.
Bald kann er sich einer Karawane anschließen.
Einen Tag später wird Omar endlich wach. Aber auch Roch und das gerade geschlüpfte Monsterküken. Als der Vogel erneut auf Futtersuche muß, reist Omar als Laus im Gefieder mit. Am Ufer des Tigris schnappt sich Roch einen Wasserbüffel und Omar kann den Zwischenhalt zum Absprung nutzen.

Hier endet die Erzählung, die Quecksilber-Ali soeben den Nachwuchsräubern zum Besten gegeben hat. Omar war übrigens sein Opa. Gerade als Ali den Kindern den Smaragden zeigt, trifft ihn der Blitz von hinten. Er kommt von Lela, die absolut kein Interesse an diesem Präsent hat. Der Kalif wird ganz Bagdad umkrempeln lassen, um sich den Staatsschatz zurückzuholen.
Ali ist verwirrt. Irgendwie wird er jetzt das heiße Eisen wieder loswerden müssen, vergraben oder im Ausland verkloppen.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich oft. Diese Oberräuberin aus der Geschichte ist wohl auch die Omma von Lela, sogar deren Klamotten hat Lela geerbt. Desgleichen ähnelt ihr Adjudant dem Sveytaman.

 

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