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601 Weltall, Erde, Mensch Januar 2026

Mosaik 601

Der Titel ist nicht allzuweit hergeholt, die alten Effdejodler wirds freuen. Hätte auch "Unsere Welt von Morgen" (1959) heißen können, wegen mehr Mosaikbezugs durch Zeichner und Gezeichnetes.

Ein neuer Morgen bricht für die Bäckerburschen an. Auch für die Prager Rattenschaft, in Scharen stürmen sie durch die Gassen. Laut Leo residiert die Rattenkönigin unter dem Tor vor der Karlsbrücke. Dort herrscht schwere Bestürzung, denn die Katzen haben den kleinen Prinzen entführt. Damit wollen sie die Ratten zu einem täglichen Frischfisch-Tribut nötigen.

Abrax und Brabax werden von der Wirtin des "Roten Schwan" schon erwartet. Bei den Sarazenen pressierts, sie müssen zur Audienz. Eine Treppe höher tobt Ferrando und poltert hinunter, um sich Langenfels vorzunehmen.

Die Ratten haben sich in zwei Parteien gespalten. Eine will den Prinzen retten, die andere die Freiheit. Rattifax versucht, die Ratten wieder zu vereinen und plädiert für das "sowohl als auch". Während eine Gruppe den Fisch überbringt, soll ein anderer den Kerker inspizieren und den Prinzen befreien, falls möglich.

Brabax hat einen Brief erhalten von Johannes Kepler, das kann nur Gutes bedeuten. Endlich winkt der Hofastronom. Voller Enthusiasmus steht Brabax endlich vor Kepler. Der sucht aber nur eine Hauswirtschaftshilfe, um seinen Plunder in den Schränken zu verstauen. Brabax macht das natürlich ganz umsonst.

Derweil erheischt Don Ferrando Einlaß vor dem Burgtor. Ohne Voranmeldung ist nix zu machen, da ist der Torwart unbestechlich. Wegen Aufmüpfigkeit wird der Don schließlich in Gewahrsam genommen.

Aufgrund von leichtem Unwohlsein der Majestät gibts heute sowieso keine Audienz. Nun muß Langenfels den Fußmelder geben und die Sarazenen vertrösten. Schließlich hat er von denen schon einen Bakschisch angenommen.

Brabax ist mit seiner Hausarbeit fertig und Kepler sehr zufrieden. In Auswertung der verschiedenen "Weltbilder" kommt heraus, daß Kepler ein Anhänger von Kopernikus ist, Brahe weniger, jedoch auch nicht ptolemäisch - Tycho Brahe hat eine eigene Himmelsmechanik erfunden.

Während Ferrando im Verlies der Burg schmachtet, tragen Rattifax und der Braune ihren Fisch durch die Kante. Der bärbeißige Katzen-Soldat will die Boten nicht vorbeilassen, aber eine etwas gebildetere Katze bittet die Rattendelegation, einzutreten.

Endlich hat die Stunde für Brabax geschlagen. Er darf mit Kepler Tycho Brahe aufsuchen. Dieser vermutet in Brabax einen Assistenten, was nicht so weit hergeholt ist. Nun werden beide von Brahe eingespannt, einige Planeten vermittels eines kapitalen Quadranten zu vermessen.

Nach der relativ stupiden Assistententätigkeit gibts bei Tycho Brahe ein kleines Geschäftsessen. Brabax schlägt sich bei der anschließenden Diskussion ums beste Weltbild  recht wacker. Zentrum hin, Zentrum her. Als sich aber auch Brabax zur Lehre von Kopernikus bekennt, rastet Goldnäschen aus und haut nachdrücklich auf den Tisch.

In Rudolfs Schlafgemach wacht die Katzenkönigin über den Kaiser, der kann keine Ratte das Wasser reichen. Sie wird übrigens Mauzi genannt.
Der Katzenmajor macht der Herrin Meldung, daß die Tributpflichtigen eingetroffen sind. Mauzi mit dem güldenen Schlüssel läßt den Kaiser kurz im Stich. Sie braucht nicht nur den täglich Fisch, sondern auch Unterwerfung á la Geßlerhut. Nach dem Kniefall will aber Rattifax den eingelochten Prinzen sehen. Trotz anfänglichen Zögerns dürfen sie zum schwerbewachten Käfig.

Aufgekommene Bewölkung hat Tycho Brahes Beobachtungen unmöglich gemacht. Das Ansinnen Johannes Keplers, des berühmten Hofastronomen Aufzeichnungsbuch auszuleihen, wird strikt abgeschmettert. Da könnte ja jeder ...
Also gehts für alle ins Bett, nur Rattifax muß der Rattenkönigin noch Meldung machen.

Man mag still hoffen, daß der animalische Anteil des Heftes wieder etwas abklingt (sind ja gefühlte 10 Seiten Kleintiergeschichten), wenn Prinzchen wieder bei Mutti weilt. Das nächste Heft heißt gewiß "Die Befreiung". Vielleicht ist dann das Hin- und Hergehopse zwischen Über- und Untertage vorbei.

 

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