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197 Schiffbruch am Capo Diavolo April 1973
Digedags 197

Kurz nach dem Absaufen ihrer Goldtaschen wollen die Digedags durchsetzen, daß Blubbers Kahn stehenden Fußes gewendet wird. Aber Smoky, der gerade am Ruder lümmelt, weigert sich wegen akuter Klipperitis. Da hechtet ihm Dag unaufgefordert ins Steuerrrad und Smoky flattert dank der Fliehkraft hoch übers Besansegel.
Die steile Wende bringt alles auf dem Schiff in Schwingung, die Ladung verrutscht und die Segel stürzen herab. Blubber muß die Notbremse ziehen. Die leicht angefressene Ankerkette reißt und haut Blubbers Maskottchen vom Bug ab. Da haben wohl auch die Digedags keine Nägel mit Köpfen verwendet. Das kann nur Unglück bringen. Und dann zerbröselt der Trantanker an den Klippen. Ein klassischer Fall von aufgesetzter Pirouette.
Käpt'n Blubber empfindet dieses Debakel, obendrein vor Zeugen, als äußerst peinlich.
Mrs. Jefferson fragt freundlich an, ob denn Hilfe vonnöten wäre, aber die Digedags weigern sich, gerettet zu werden. Schließlich beabsichtigen sie, hier noch ein wenig zu schnorcheln.
Da das Großmast-Ende genau über dem Versenkungspunkt der Taschen liegt, basteln sich die Digedags ihren schon öfter benutzten praktischen Guckkasten, um den Grund des Meeres abzusuchen. Tatsächlich befindet sich der Krempel direkt unter ihnen Plattfüßen.
Bevor sie sich allerdings zum Grund gehangelt haben, hat dort ein goldgieriger Schildkröt die Taschen unter seinen Fittichen begraben.
Da hilft den drei Schwächlingen kein Zerren oder Schubsen, zudem auch die Lungenfüllungen wegen der Schufterei schnell entweichen.
Mit letzter Puste vertäuen sie das Tier an ihrem Strick. Unter Zuhilfenahme des Ankerspills leiern sie das Panzertier an Bord. Der Plan ist aufgegangen, doch hält die uneinsichtige Kröte ihre Beute noch fest umschlungen. Dag pinselt die Krötennase mit einem Quast, was zu einem herzhaften Rülpser führt und dem Reptil die Greifarme öffnet.
Schnell wird aus Altholz ein Floß zusammengetackert und - wie auch schon früher erprobt - von der Kröte an den Strand von Panama getreidelt. Dankbar entläßt man das Tierchen wieder ins Nasse. Was allerdings einen hinzugekommenen Strandläufer sehr verdrießt, denn er denkt an schnöde vergeudete Hektoliter feinster Krötenbouillon.
Als kleiner Trost interessiert sich für seinen Zeh wenigstens eine Krabbe. Gibt auch eine gute Suppe.
Doc und Jack haben die Vorgänge aus der Deckung eines alten Turmes am Strand beäugt und freuen sich schon einen ab, als sie hinterrücks einen drübergezergelt kriegen. Die Angreifer sind indigene Vertreter der gleichen Zunft, weshalb man sich sofort sympathisch ist. Somit hat sich die Zahl der potentiellen Verfolger schlagartig verdoppelt.
Blubber, der vermutlich wegen notdürftiger Gründe ein wenig zurückgeblieben ist, beobachtet hinter einem Wrack die vier Banditen und erkennt darunter auch seine beiden Leichtmatrosen wieder. Als sich der Trupp in günstiger Position befindet, zerschnippelt Blubber virtuos wie der achte Samurai die Takelage des Wracks und begräbt die vereinigten Strandräuber unter Rahen und Segeln. Bevor die Verschütteten reagieren können hat sie Blubber mit allerlei Seemannsknoten verschnürt und zwischen zwei Palmen aufgespannt Somit sind sie wohl für eine ganze Weile aus dem Verkehr gezogen. Aber letztendlich werden sie später noch gebraucht.
Bald hat Blubber seine Wandergruppe wieder eingeholt, bringt aber in seinem Siegestaumel die Kameraden und ihre Taschen nochmal in die Gefahr, zu Krokodilfutter zu werden.
Gerade als sie die Hauptstadt erreichen, kommt auch schon die ersehnte Eisenbahn in Sicht.
Sie haben sie zwar jede Menge Gold dabei, aber leider kein Geld für ihre Fahrkarten.

 

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