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199 Die Dschungelbahn Juni 1973
Digedags 199

Der Dschungelexpreß nach Aspinwall steht abfahrbereit am Bahnhof von Panama City.
Mrs. Jefferson und der Colonel haben schon in ihrem Kabuff platzgenommen und sehen enthusiasmiert zu, wie Jenny die wertvollen Felltaschen mit sich herumschleppt.
Derweil verstauen die Digedags ihre falschen Schlangenkörbe zwischen dem Artistengepäck.
Der stärkste Mann der Welt, mittlerweile ein körperliches und seelisches Wrack, läßt seinen schmächtigen Männätscher den schweren Kram buckeln. Pedros ständiges Gebarme läßt den ausgelutschten Chef ausrasten.
Bei derartigen Schwächeanfällen kann in der Regel nur noch Eines helfen, die Vollmast.
Da bis zur Abfahrt des Zuges noch genügend Luft für eine kleine Zwischenmahlzeit ist, wird Pedro gegen seinen Willen in eine Bodega geschleift.
Eigentlich ist ihm der Appetit gehörig vergangen, weil ihn drei knirpsige Zwerge besiegt haben.
Hier gibts für Pedro sein übliches Stammessen, angefangen mit einer torreromäßigen Pampasmastkalbshaxe aus Mexiko, einem mittleren Fuder Knödeln, Pasteten mit Fischen und einem halben Dutzend Sumpfgeflügel. Diverse Krüge Wein runden das kleine Menü ab.
Abgefüllt ist er nun einigermaßen, aber bei Kräften leider noch lange nicht. 40 mexikanische Dollar
müssen dem Wirt Escamillo geopfert werden.
Auf dem Bahnhof versucht man unterdes vergebens, Pedros Amboß in den Packwagen zu hieven.
Auch der ausgebrannte Pedro bricht beim gutgemeinten Versuch mittendurch.
Den Digedags ist es glasklar, daß dies die Nebenwirkungen und Spätfolgen von Digs Hypnose sind. Um Pedro wieder zu einem nützlichen Glied der Gesellschaft zu machen, wird er schleunigst zurückhypnotisiert.
Endlich kann der runderneuerte Athlet den zirzensischen Brösel wieder selbst in den Packwagen wuchten. Der Impresario ist heilfroh, daß seine Attraktion wieder funktioniert und die Investitionen nicht nutzlos waren. Der endgültige Abschied von den beiden freundlichen Kapitänen Blubber und Smoky rührt zu Tränen. Die Jokers fahren in Miss Jeffersons Luxus-Abteil mit, die Digedags müssen sich mit dem Packwagen begnügen. Immerhin dient das ihrem Geheimauftrag.
Die Piraten hatten ausreichend Vorsprung und haben mit ihrem geklauten Eselskarren längst die Stelle erreicht, wo der Zug zwecks Überfall und Goldraub gestoppt werden soll.
Unter immensem körperlichen Einsatz verlegen sie das Gleis aus der Richtung Aspinwall in einen gemütlichen Alligatorentümpel neben der Strecke und harren der kommenden Dinge im Gebüsch.
Bald schnauft auch tatsächlich der Dschungelexpreß heran und nimmt die zwangsweise vorgegebene Richtung in den Morast.
Die aus ihrem Verdauungsschlaf aufgeschreckten Alligatoren scheinen zu wissen, wem sie die Störung zu verdanken haben und jagen Doc und Jack auf einen dicken Baum.
Die verunfallten Zugpassagiere warten nun vergeblich auf den naheliegenden Überfall, aber die Eisenbahnräuber sind verhindert.
Lokomotive und Personenwagen stecken bis zum Halse im Modder, nur der Packwagen scheint noch rettungswürdig zu sein.
Gut, daß Pedro vor Kurzem ausgiebig gepicknickt hat und auch seine schlimme Zwergen-Psychose überwunden ist.
An seiner Uhrkette zieht er den Wagen wieder aufs Gleis, um anschließend virtuos die Schienen zu richten.
Nachdem sich alle gestrandeten Passagiere im Packwagen ein gemütliches Plätzchen gesucht haben, schiebt Pedro den Kasten an. Von nun an gehts sowieso bergab.
Die beiden jämmerlichen Piraten haben erneut das Nachsehen.

 

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