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201 Die seltsamen Flibustier August 1973
Digedags 201

Kurz nachdem der amerikanische Bürgerkrieg losgetreten wurde, haben sich die Digedags mit einem Segelschiff von Panama nach New York aufgemacht.
Dazu müssen sie notwendigerweise das Blockadegebiet durchqueren.
Nach ein paar Tagen langweiliger Segelei packt die Digedags ein Hygienekoller. Sie wollen in der Schiffsbadewanne in Meerwasser baden, aus Angst vor den Haien. Dig darf sich zuerst abseifen. Beim Schöpfen von Spülwasser gerät ihnen ein gut gefüllter Tintenfisch in den Eimer. Vor Schreck kippt Dig die Wanne um und auch der Tintenfisch wird plötzlich undicht.
Als der Maat die Schweinerei entdeckt, wird die Badesaison abrupt beendet. Zuerst fliegt der künstlerische Krake über Bord, dann wird seine Installation von den Digedags gründlichst vom Deck geschrubbt.
Pedro hat mit dererlei Badestreß nichts am Hut, er träumt selig in seiner Hängematte vor sich hin.
Das Objekt seiner traumatischen Begierde ist selbstredend eine Pampasmastkalbshachse, serviert von einer drallen Spanierin, die er als solche auch nicht aus seiner Matte schubsen würde.
Der Schiffskoch, der sich denken kann, weshalb sich Pedro die sabbernden Lefzen abschleckt, gibt ihm einen tranigen Dörrfisch in die zittrigen Hände. Und Pedro beißt herzhaft zu.
Als gestandener Feinschmecker ist er aber nicht so primitiv zu übertölpeln. Unter "Äks"-Geschrei schleudert er den Kadaver nach dem Smutje, der sich gekonnt wegduckt. Dadurch fliegt das corpus delicti einem Hai zwischen die Zahnreihen.
Das ist schwerste Tierquälerei, im Todeskampf hechtet der Hai übers Schiff und erbricht sich bei der Landung im Wasser. Noch mal gut gegangen. Nicht für den Kapitän, der entgegen aller Dienstvorschriften im Schaukelstuhl schlief und die Füße im Steuer verknotet hatte. Und auch nicht für den Smutje, der nun kopfüber in seiner ranzigen Dörrfischtonne steckt.
Diese spezielle Delikatesse wird für die Zukunft vom Speisezettel gestrichen.
Dafür will Dig einen ordentlichen Fisch angeln. Die Harpune sitzt. Bloß dumm, daß das andere Ende nicht festgemacht wurde, sondern nur mit Dig beschwert ist. Wasserski sind nicht zur Hand, auch kein Runkel mit Armbrust.
Also läßt man ein Boot mit Dag, Digedag und Pedro als Antrieb zu Wasser, um Dig einzuholen.
Während der Außenmission wird der Kapitän von seinem Maat über eine fürchterliche Entdeckung in Kenntnis gesetzt, ein Schiff mit Totenkopp-Flagge.
Auch dem Käptn fährt der Schreck ins morsche Gebein, er läßt sogleich den Kurs ändern. Einsprüche der beiden Jokers fruchten nicht.
Pedro und die Digedags bekommen von all dem nichts mit. Nachdem Pedro mit einem Sprung auf dem Fisch gelandet ist, löst sich auch die Harpune und Dig kann gerettet werden.
Das Piratenschiff hat das natürlich alles beobachtet und stoppt Pedros Korakel mit einem Schuß vor den Bug. Kurz darauf wird die fette Beute aufgebracht.
Pedro ist zwar noch schlecht von der Seefahrt, aber als er in Ketten gelegt werden soll, erinnert er sich seines Saftes. Er greift sich den Chef der selbsternannten Flibustier und versucht ihn umzukrempeln. Da erblickt er seine Traum-Tante, die wohl des Piraten Tochter ist. Nun wird er natürlich butterweich und nimmt ihre Mecker-Orgie dankend entgegen. Stammelnd erklärt er seinen Pampasmastkalbshachsentraum und läßt sich schnurstracks von seiner Traumfrau umprogrammieren. Immerhin, nachdem er die Digedags aus den Wanten schütteln mußte, bekennt er sich wieder zu ihnen. Die Senorita Isabella ist sich sicher, Pedro bald an ihrer Seite anzuketten - bei Mastkalbshachsen und Wein.

 

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