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210 Rückzug durch Feindesland Mai 1974
Digedags 210

Die nordstaatlichen Pyromanen haben eine hervorragende Arbeit geleistet, die Brücke und der Zug der Südländer sind über den Muddy River gegangen. Oder über die Wupper - sozusagen.
Nun gilt es, das noch wartende Kanonenboot wieder zu besteigen, um nach New York zurückzurudern. Als sie sich dem Meer nähern, bemerken sie ein gar lustiges Feuerwerk. Ein paar Schiffe der Südstaatler haben sich bereits gut eingeschossen. Zwar ballert das Kanonenboot zurück, hat aber keine echte Chance.
Die Rettung wird demzufolge in der Flucht gefunden.
Nun stehen Bob und die Digedags einsam in der Grütze. Wandern, heißt jetzt die Parole und zwar ziemlich zackig durch Feindesland.
Wenig später kommen sie zu einer herrschaftlichen Farm und sie geben sich vor der Hausherrin als freiwillige Südstaatler aus, die gerne zur Front wollen.
Die maßgeblichen Männer der Farm sind bereits im Kriegs-Einsatz.
Bob und sein Troß werden noch freundlich hereingebeten.
Als erster Fallstrick steht die Aufforderung, die Haxen zu reinigen. Und zwar mittels der bereitliegenden Unions-Fahne. Es kommen zwar dezente Diskussionen auf, aber letztlich überzeugt Bob seine Männer, dem Wunsch der Missis nachzukomen.
Diese findet den Vorgang schon höchst verdächtig. Auch ihre Frage nach lokalen Neuigkeiten wird abschlägig beantwortet, obwohl der Buschfunk schon lange vom flammenden Eisenbahn-Inferno berichtet hatte.
Mrs. Mockturtle weiß nun genug. Speziell in diesem Fall läßt sie es sich nicht nehmen, den Tee selbst zuzubereiten. Die Brühe, deren Herstellung streng nach einem altem indianischen Geheimrezept erfolgt, wird noch mit einem geheimen Zusatz veredelt. Das soll den müden Kriegern wieder neuen Mumm verleihen.
Die dazu gereichten Kekse sind vermutlich unschädlich. Aber zu deren Verzehr kommt es nicht mehr, denn der Spezial-Tee wirkt unheimlich schnell und ausnahmslos alle rasseln stehenden Fußes weg. Clever geht anders - jedenfalls für die Nordstaatler.
Sogleich schnappt sich die Missis einen Zossen und galoppiert zum nächsten Fort, um die Veteranen und die Fußkranken zu alarmieren. Diese sind hocherfreut, als sie erfahren, daß die Saboteure der Brücke in die Falle gegangen sind und sie folgen ihr zur Farm.
Dort sieht es noch aus wie vordem, alles pennt den Schlaf des Gedröhnten. Vorerst werden die Bewußtlosen erst mal in den Stall bugsiert.
Zur Belohnung und zur Kompensation der Anstrengung läßt Mockturtle einen edlen französischen Wein kredenzen. Ihr Butler Jupiter zahlt nun in gleicher Münze zurück und panscht das Betäubungsmittel in die teure Lorke.
Das "Dinner for Eight" und für die Gastgeberin verläuft wie zu erwarten war. Jupiters Aktion ist nicht verwunderlich, er gehört dem Sklaven-Expreß an. Danach ruft er seine schwarzen Brüder und läßt die Yankees in die angenehm kühle Viehtränke tragen. Die brauchen eine ganze Weile, wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden.
Sodann schnappen sie sich ihre Ausrüstung und die Pferde der Heimwehr und verschwinden in Richtung Norden.
Mrs. Mockturtle wird durch ihre schwer besorgte Töle aus der wohlverdienten Ruhe zurückgeholt. Erschüttert erblickt sie den kaputten Haufen um sich. Dabei hatte doch jeder nur einen wänzigen Schlock getronken.
Auf Nachfrage stellt sich Jupiter dumm: das waren bestimmt die Fremden, die jetzt mal weg sind. Nun bekommt die Heimwehr ihren Schwimmkurs in der Viehtränke. Dann erhalten die Erweckten die besten Rennpferde. Ein Einholen der Flüchtigen somit kein Problem. Aber schon kommt Unterstützung in Form der Nordstaatenkavallerie, die die Verfolger in die Flucht schlägt. Nur Bob hat einen Schuß abbekommen und macht auf hilflos.

 

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