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214 Der Sultan räumt auf September 1974
Digedags 214

Wie zu erwarten war, hat Sultan Mamud den gescheiterten Festumzug seines gewesenen Schatzmeisters gekapert und dessen Kamelsänfte bezogen.
Der entmachtete Mustafa al Mansur darf immerhin ebenerdig neben der Karawane dahintrotten.
Die lustigen Janitscharenscharen laufen voraus und sorgen für die musikalische Untermalung diser Volksbelustigung.
Mit Inbrunst schaukelt sich die Krawallmaschinerie in ungeahnte Höhen auf. Alle, die mit Gesten und Schreien dagegen anstinken wollen, so auch der gestreßte Sultan, spornen die begeisterten Künstler zu noch größerem Einsatz und mehr Getöse an.
Endlich gelingt es der Leibwache des Sultans, alle Tröten und Trommeln sowie die Kuchenbleche des Orchesters einzuziehen. Damit ist die Janitscharen-Combo ihrer tödlichen Waffen entledigt und sie können wieder keiner Fliege etwas zuleide tun.
Jetzt bewegt sich der Zug weiter zum Palast des Schatzmeisters. Dieser winselt ständig um Gnade, ihn doch lieber nicht zu besuchen und außerdem hat er auch heute seine Gemächer noch gar nicht aufgeräumt. Aber Sultan Mahmud ist wohl schon einiges gewöhnt und winkt gelangweilt ab.
In der Deckung einer Heulieferung gelingt es den Digedags, ins Allerheiligete des Schatzmeisters vorzudringen. So sind sie eher im Palast als der Troß des Sultans. Ganz zufällig schlagen sie im Harem auf - in den Gemächern der abwesenden Fatima. Mutter Oberin will zwar Alarm schlagen, aber die frohe Botschaft der Digedags, daß die zukünftige Lieblingsfrau Fatima verschwunden ist, entspannt die Lage. Bei Fatima soll es sich um eine geraubte Prinzessin handeln und Tochter eines hohen Würdenträgers der Beduinen.
Die Digedags werden auf eine Galerie zum Hof geführt, wo sie das interessante Schauspiel zwischen Schatzmeister und Sultan beobachten können.
Der Sultan verlangt den Schlüssel zum Schatzgewölbe, aber wie es der dumme Zufall so will, hat ihn der Schatzmeister momentan irgendwo verlegt.
Um das Erinnerungsvermögen des Schatzmeisters ein wenig zu schärfen, werden ihm 25 Stockhiebe verordnet. Zwar erinnert er sich bereits nach den ersten Schlägen, aber das Bestellte wird komplett ausgezahlt.
Diese Schatzkammer fördert Unglaubliches zutage. Hier scheint all das zu liegen, was beim Sultan fehlt. Laut Mustafa al Mansur handelt es sich um eine Umlagerung aus plausiblen Gründen, weil die Schatzkammer des Herrschers erhebliche Sicherheitslücken aufweist. Obendrein sind ja fast alle Goldmünzen sowieso nicht mehr gültig, wertloser Plunder also.
Nach einer inneren Explosion befiehlt der Sultan, den ganzen Schotter wieder in seine eigene Schatzkammer bringen zu lassen. Die Träger murren.
Im Triumphzug geht es durch die Stadt in Richtung Sultanspalast. Vornweg der gefesselte Schatzi. Bald ist das ganze Gold wieder dort, wo es nach Meinung des Sultans auch hingehört.
Nun kann er sich endlich wieder dem "Regieren" widmen.
Um das Volk erneut einzuschläfern, muß er irgendwie für Ablenkung und Belustigung sorgen.

 

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