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220 Die Spur der schönen Fatima März 1975
Digedags 220

Die Digedags gönnen dem viel erfolgreicheren Schatzmeister die Flucht nicht und rabatzen in ihrer Zelle herum. Wertvolles Inventar geht dabei zu Bruch. Dem Kerkermeister bleibt nur übrig, den Sachverhalt der angeblichen Flucht zu überprüfen. Leider stellt es sich als wahr heraus. Nachdem sein karriere-besoffener Gehilfe Hafis einige süffisante Bemerkungen abgesondert hat, stürmt der unloyale Adlatus zum Sultan, um seinen Meister anzuschwärzen. Mahmud läßt es sich nicht nehmen, in dem fluchtsicheren Gefängnis selbst nach dem Rechten zu sehen. Zunächst wird der fehlbesetzte Kerkermeister vom Sultan nach Strich und Faden abgebürstet, dann findet Hafis als Krönung des Ganzen in der Fluchtzelle den an die Digedags gerichteten Brief.
Das führt schnell zur Frage, wer hier den exzessiven Briefwechsel gefördert hat. Nun macht der hinterlistige Gehilfe Nägel mit Köpfen und petzt, daß es sein direkter Vorgesetzter war, der die Digedags mit Laterne und Schreibzeug bedient hat. Praktischerweise wird den Digedags die Schuld an der schatzmeisterlichen Flucht in die Pantoffeln geschoben.
Um den Entflohenen einzufangen, präsentiert Hafis dem Sultan einen Plan. Die Digedags sollen als nichtsahnende Spürhunde fungieren. Nachdem der Sultan die drei ordentlich bemistet hat, hinterläßt er die Zellentür unverschlossen. Die Digedags greifen diese Gelegenheit beim Schopfe und kommen durch alle offenen Tore aus der Festung. Noch schnallen sie nicht, daß ihnen zwei Verfolger an den Hacken hängen. Die Verkleidung derer ist allerdings recht suboptimal. Abgesehen davon, daß wandelnde Körbe eher auffällig sind, ist die Rundumsicht nicht gegeben. Ihr erstes Opfer wird der Kupferschmied. Das Poltern nehmen die Digedags zwar zur Kenntnis, können es aber mental nicht zuordnen. Bald sind sie beim Töpfer Sadi angelangt und erzählen ihre Panne mit dem Brot. Er schickt die Digedags zum Hafen, da Fatima vermutlich ein Schiff nach Ägypten besteigen wollte. Im Hafen kommen die zweibeinigen Körbe erneut ins Trudeln und überrollen sogar die Digedags.
Erst, als die beiden Einsiedler-krebse den Fischmarkt aufmischen und den sauber sortierten Fang durcheinanderbringen, bemerken die trantutigen Digedags, wer ihnen hier auf den Fersen gefolgt war.
Mit reichlich "Meeresfrüchten" behangen können der luschige Kerkermeister und sein Gehilfe vor der wütenden Marktgesellschaft ausbüxen und sich ihre Bastonade beim Sultan abholen.
Die Nachfforschungen der Digedags im Hafen, ob sich etwa jemand für eine Fahrgelegenheit nach Ägypten interessiert hätte, werden positiv beschieden.
Es soll angeblich ein hoher Beamter gekommen sein, der dann im Wirtshaus "Zum langen Enterhaken" verschwand.
Ein  Fischer begleitet sie in die Kaschemme zu einem "Stammgast", vielleicht auch dem Kneipen-Spitzel. Dieser rückt aus Angst erst mit der Wahrheit heraus, als ihm Prügel abgeboten werden.
Und zwar hat der Schwarze Zurga, ein allseits beliebter Pirat und Sklavenhändler, am Vorabend hier mit einem Fremden gekungelt. Dabei ging es wohl um ein Geschäft "ihr kriegt Fatima und ich den Schmuck". Aufgrund dessen kann es sich also nur um den Schatzmeister gehandelt haben.
Zurga setzte daraufhin Kurs auf Alexandria, was auch vom Fang zurückkehrende Fischer bestätigten.
Also hat der Schatzmeister einen gehörigen Vorsprung. Da ist guter Rat nicht billig, zumal Fatima mit einem müden Kahn unterwegs ist..

 

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