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6 Der überlistete Krake März 1957

Die Korsaren verladen ihre letzte und zugleich wertvollste Fuhre, nämlich das Gold, in ihren Kahn. Dabei werden sie von den Digedags heimlich ausgespäht.
Die drei Digedags schmieden jetzt ihren listigen und für die Seeräuber recht verhängnisvollen Plan. Man beschließt, die Piraten in ihrem eigenen Element unter der Wasserlinie anzugreifen.
Um an die für die Bastelei der Tauchausrüstung benötigten Kokosnüsse zu kommen, legen sie sich mit einer Primatenbande an.
Auf der letzten Bergungsfahrt werden die Piraten von den Digedags relativ heimtückisch aus dem Untergrund angegriffen, indem das Boot der Seeräuber mit Hilfe von befreundeten Sägefischen geschrotet wird.
Viele der Einfälle aus diesem Heft wie die Taucherausrüstung und die heimwerkenden Sägefische entstammen Käpt'n Blaubärs Kiste mit dem Seemannsgarn, die Krönung des Ganzen ist jedoch:
"... noch schnell Luft in die Flaschen pusten ...".

Solch ein Schiffe angreifender Sägefisch (Pristis galeera) zählt zu den Knorpelfischen und wird etwa 6 Meter lang. Ein Viertel der Länge entfällt dabei auf das Werkzeug.
Der Tatbestand der fahrlässigen Tötung wird hier leider nicht mehr erfüllt, denn schon im vorletzten Heft sprachen die Digedags von "erledigen". Das ist ein schon lange vorbereiteter, kaltblütiger Mord in Tateinheit mit Selbstjustiz. Dann wird dem armen Leser auch noch gezeigt, wie die versenkten Seeräuber auf dem Grund des Meeres die letzten Luftblasen ausröcheln.
Nicht sehr edel, nicht sehr fein; aber nach Heft 6 distanzierten sich die geliebten Digedags glücklicherweise wieder von derart roher Gewalt.

Nach getaner Henkersarbeit merkt man sich anhand des Schattens der Riffspitze den Fundort, denn der wird in Heft Nummer 10 wieder gebraucht.
Nun begeben sich die drei zum Wrack des Piratenschiffes, um sich am jetzt herrenlosen Riffgut zu bereichern. Digs Neugier provoziert einen Riesenkraken, der mit ihm spielen möchte. Erst nach Zahlung von zwei Fässern Rum als Lösegeld kommt Dig wieder frei.
Die Digedags bergen in alter Robinson-Manier allerlei Waffen, Haus- und Unrat und lassen ihr Floß von gerade arbeitslosen aber freundlichen Delfinen auf die Insel bringen. Für die Nacht baut man sich eine Laube aus Kisten, nur Digedag zieht als Ruhestätte das Rohr der Kanone vor. Hätte er lieber nicht tun sollen, denn ein verirrter Blitz startet das Projektil.

Bei Digedags Landung wird  ein schlafender Löwe erschreckt.
"Gefährlich ist's, den Leu zu wecken!" sagte schon der Dichter. Digedag erklimmt in seiner Not eine Palme und wirft dem Untier eine Nuß auf selbige.
Dig und Dag sind besorgt seiner Spur gefolgt und gemeinsam fesselt man das betütelte Tier. Sogar der gute Mond lässt sich zu einer Äußerung hinreißen.
Am nächsten Morgen wird die gelbe Mieze durch Hypnose gefügig gemacht und dient den Digedags fortan als Haus- , Last-, Reit- und Kuscheltier.
Zum Schluß finden die drei noch eine behagliche Höhle als Behausung und lagern ihren gesamten Besitz dort ein. Robinson läßt erneut grüßen.


 
Bemerkenswert ist hier, daß die Digedags eine bunte Vielfalt von Tierdialekten beherrschen. Bisher hatten sie sich lediglich mit zwei Schiffsmäusen unterhalten.
Ob sie auch den Mond gehört haben, läßt sich nicht überprüfen.

 

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