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91 neu Das Konzert unter Wasser Juni 1964
Digedags 91 neu

Meinrath und Treskow begehen ihren Vereinigungsparteitag im Petersburger Nobelrestaurant "Stenka Rasin" als Beginn einer ewigen Männerfreundschaft. Wie wirds Berthulda aufnehmen?
Ihre beiden Sekretäre (nahezu ihre perfekten "Mini-Me's") überbringen gerade Einladungen für die Zaren-Krönung und die Flottenparade in Kronstadt.
Meinrath läßt sich von Treskow die Topografie des Diplomaten-Treffpunkts erklären. Auf einer Serviette skizziert er präzise alle militärischen Anlagen der Festung Kronstadt. Der Kellner, der soeben die Ente flambieren will, lauscht begierig den Ausführungen. Das lenkt ihn ab und die Ente fängt an, lichterloh zu brennen. Dumme Idee, das Ganze mit hochprozentigem Wodka löschen zu wollen.
Das flammende Inferno ruft den Geschäftsführer aus der Deckung und er nimmt die Beschwerden der Diplomaten entgegen. Leider kann er den Brandstifter nicht feuern, denn dieser zeigt ihm seinen Geheimdienst-Ausweis. Den beiden Gesandten reicht's jedoch, sie wollen woanders weiterzechen.
Der erfolgreiche Aufklärer eilt zum Rapport beim Chef der Geheimpolizei. Dieser will nun die preußischen und österreichischen Spione von Kronstadt und vor allem vom neuen und geheimen Tauchboot fernhalten.
Die beiden Botschaftssekretäre geben sich quer über den Newski-Prospekt Flaggen-Zeichen in Sachen Zigarrenbeschaffung.
Die als Straßenkehrer agierenden Geheimpolizisten dechiffrieren den Informationsaustausch, "Zigarre" kann nur Tauchboot bedeuten. Da kommen die echten Straßenfeger des Weges und verjagen die falschen Besenschwinger aus ihrem Revier. Der vorbeidefilierende Treskow ist begeistert von der Kampfkraft der Beteiligten, die sich an die militärische Vorgaben halten.
Die gebeutelten Polizisten beklagen sich beim Chef, daß die beiden feindlichen Spione die Straßenkehrer auf sie gehetzt hätten. Das führt zu verschärfter Observierung der Delinquenten. Meinrath ist als Erster dran, sein soeben erworbenes Gemälde der Festung Kronstadt wird ihm von den Schergen abgenommen und zerfleddert.
Wenig später werden die "Spione" zum Geheimdienst-Chef beordert, der ihnen strikt untersagt, an der Flottenparade teilzunehmen. Weshalb die beiden das persönlich nehmen, ist unklar. Schließlich waren sie früher ebenso in der Spionageabwehr tätig.
Die Digedags haben eine Idee, das Verbot zu umgehen. Sie wollen in Bauers "Seeteufel" zur Parade fahren. Es wird aber nichts daraus, denn das Tauchboot darf kurzfristig der Spione wegen nicht teilnehmen - auf eigenmächtige Anordnung des Geheimdienstchefs. Auch Bauer will sich das nicht bieten lassen. Besatzung hat er ja ausreichend und so fahren sie los. Trotz eklatanten Versagens des Geheimdinstes ist dieser der Meinung, daß sie nicht weit kommen werden. Aber die Sperre vor der Festung wird kinderleicht untertaucht.
Indessen wartet eine Blaskapelle am Kai, die den Auftrag hat, unter Wasser zu spielen. Jedenfalls nach ursprünglichem Programm. "Halb elf, unter Wasser!" lautet der Befehl.
Admiral Konstantin hat von der Programmänderung keine Kenntnis erhalten und ist ärgerlich, daß Bauer mit seinem Tauchboot nicht zur Stelle ist. Er läßt die Flottenparade trotzdem starten.
Pünktlich um halb elf marschieren die Bläser die Kaitreppe hinab. Nachdem die Instrumente nur noch blubbern, kommt glücklcherweise Bauer angeschwommen und rettet sie auf dem Bootsrücken.
Der Admiral kann sich das alles nicht erklären, dann kassieren verkleidete Geheimdienstler die vier ausländischen Spione ein.
Das Unterwasser-Konzert muß nun trotzdem stattfinden. Bauer wird zum Major ehrenhalber befördert und muß mit der neuen Mannschaft und der Kapelle auf Tauchfahrt. Trotz gierigen Lauschens ist über Wasser kein Ton zu hören.
Die vier vermeintlichen Spione brummen nun im Verlies der Festung Kronstadt, aber Treskow hat die detaillierten Pläne im Kopf. Der Geheimgang wird gefunden und die Gefangenen können unter Wasser ausbrechen. Bauer ist wieder zur Stelle, um die vier aufzunehmen. Der Geheimdienst-Chef gibt sich schwer erschüttert, weil nichts mehr geheim scheint. Wie schon zu befürchten war, müssen die Spione in Bälde das Land verlassen. Meinrath und Treskow reichen sogleich ihr Abschiedsgesuch ein. Dig und Dag sind erleichtert, ihre nervenden Vorgesetzten los zu sein. Sie wollen aber noch ein wenig in Petersburg prokrastinieren. In der Eremitage stoßen sie auf ein altes Gemälde von Venedig aus dem 13. Jahrhundert, das Erinnerungen in ihnen weckt.
Im nächsten Mosaik wollen sie uns mit diesen Abenteuern überraschen. Da freut man sich schon drauf und verjüngt sich dabei um mehr als 60 Jahre.

Als Überlebender der DDR kann man nur eines feststellen: Ein wundervolles Heft in alter Tradition. Herzlichen Dank allen Beteiligten, damals und heute.

 

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