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468 Die Geister der Vergangenheit Dezember 2014



Der Zirkus hat Carthago erreicht. Bei einer Straßenvorführung gibt Thusnelda eine Schleudertrauma-Nummer zum Besten, begleitet von Trautis Flötentönen. Das Publikum erschauert ob der Gefährlichkeit und gibt Geld, damit das grausame Spiel enden möge. Als nächstes soll Leonidas Löwennummer steigen, aber der Dompteur weigert sich, weiterhin mit Kötern zu parlieren. Zwischen Thusnelda und Spontifex kommt es daraufhin zu unüberwindlichen Diskrepanzen in der Personalpolitik.
Das Zählen der Tantiemen bringt weitere Ernüchterung, für eine Passage nach Rom wird's wohl nicht reichen.
Da kommt Titus mit einer seltsamen Gestalt daher, es ist sein Freund Varius Emoticus. Er ist nach eigener Aussage Kultus-Manager beim Senat und soll eine ordentliche Mugge organisieren. Dieser Zirkus samt des Elefanten scheint ihm dies zu verheißen.
Der Höhepunkt des Planes, die Elefantenschlachtung, kommt bei Avicula schlecht an. Sie tut das, was sie am besten kann.
Emoticus deckt ständig das volle Spektrum der Gefühle in minimaler Zeitspanne ab und mäandert pausenlos zwischen Hochgefühlen und Weltschmerz.

Brabax rettet die Situation mit seinem Vorschlag, die Spiele dem Gröfaz der Antike zu widmen. Begeistert schleift Varius Abrax und Titus zur Magistratssitzung.
Ein paar Gassen weiter grantelt der ausgestoßene Leonidas vor sich hin, trotz allem stehen die getreuen Tölen zu ihm.
Als Titus von Abrax erfährt, daß dieser Hannibal meint, gerade nicht einen Freund der Römer, greift ihn das kalte Entsetzen.
Daß Varius ein wenig zu spät zur Ratssitzung erscheint, wird von einigen Magistraten erleichtert zur Kenntnis genommen. Abrax darf die weitere Erläuterung der Inszenierung übernehmen und erzählt genüßlich von der Pleite der Römer. Da fliegen den Räten die Drähte aus den Mützen und die drei Blashemiker auf die Straße.
Varius bekommt seine Kündigung als Schreiber. Halb so schlimm, wenn man ein Schmetterling sein könnte. Da wird plötzlich Titus angerufen. Im ersten Schrecken sieht er die römischen Truppe unter Centurio Vosincius. Erleichtert hört er, daß dieser im Auftrag des Vaters zu seinem Schutz erschienen ist.
Sponti, der noch nicht weiß, daß Emoticus' Vorstellung zum Reinfall geraten ist, ist beim Gebrauchtwagenhändler Nimbus Rabatticus eingerückt, um neue Zirkuskaleschen zu beschaffen. Fast hätte Trauthelm das Verkaufsgespräch verpatzt, denn er hat ihren alten Wagen entdeckt. Aber Spontifex läßt sich vom schlitzohrigen Höker nicht übern Tisch ziehen. Er redet die Karre solange schlecht, bis Rabatticus froh ist, den kontaminierten Karren verklappt zu kriegen. Für lumpige 20 Denare verspricht Sponti, das Teil ins Endlager zu überführen.
Im Angebot ist auch der Prototyp eines Streitwagens für Einsatz im Gebirge mit achteckigen Rädern (Rückrollsperre) und das Cabrio der drei Zirkusdirektoren aus Nr. 15.

Bald treffen die Legionäre samt Titus und Abrax auf die Zirkusleute, die wütend auf die Römer losgehen, ihre beiden Freunde zu befreien. Die Römer wollen wiederum ihre beiden Schützlinge vor den wütenden Angreifern abschirmen. Avicula geht auf Selenes Befehl wie ein Berserker gegen die Römer vor. Nach moderaten Kollateralschäden, verursacht durch Avicula und Trauthelm kann Titus Selene erklären, daß die Aktion kontraproduktiv war. Titus gelingt es, den Streit zu schlichten. Der Centurio hält Brabax und Califax doch glatt für die ominösen Germanenkinder. Da erinnert man sich, daß Vada und Ule noch auf Shoppingtour sind. Selene will die beiden heranholen. Zwei finstere Sklavenhändler entdecken Avicula, die sie wohl von früher kennen. Da kann wohl auch Selene nicht weit sein.
Im Hafen von Carthago werden die römischen Galeeren zum Abflug fertig gemacht, auch der Zirkus wird verladen. Leonidas hat sich mittlerweile damit abgefunden, der berühmteste Hundebändiger Roms zu werden. Da kennt er aber die Truppe vom armen Strupp noch nicht. Spontifex hingegen sieht sich schon als neuer Julius Gallus.
Die Sklavenjäger suchen immernoch nach Selene, lediglich eine Figur mit komischer Maskierung kreuzt ständig ihren Weg. Erst als die Kinder gefunden sind und die Maske als Selene titulieren, fliegt die Tarnung auf. Die Sklavenjäger greifen sich ihre Beute und verschwinden mit dem Ziel Ägypten.
Die Kinder eilen zum Hafen und zeigen, daß Zirkus abfärbt. Selenes Entführung schweißt den Zirkus wieder zusammen und man beschließt, sie zu befreien. Titus und die Kinder werden allerdings aufs Schiff verbracht, was aber wegen übermäßiger Windigkeit noch nicht ablegen kann.

 

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