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37 Maschine CB-5 auf Prüfstand Dezember 1959


Die Digedags haben von der BGL des Flugzeugwerkes für ihre hervorragende Arbeit einen FDGB-Winterferienplatz erhalten.
Auch Dr. Schluck - dieser zum Stressabbau allerdings zwangsweise - soll ein paar Tage in den weißen Bergen verbringen.
Als gelernter Aktivist kann er sich nur schwerlich von seiner Arbeit loseisen, zumal er auch noch einen Fehler in den Berechnungen entdeckt zu haben glaubt.
In einer halben Stunde startet das Flugzeug in den Urlaub, der Direktor droht ihm mit strengster Leibesvisitation. Schluck graviert eine Formel konspirativ in den Deckel seiner Taschenkuckucksuhr. Dann geht's ab in Richtung Flughafen. Am Fenster eines Lebensmittelgeschäfts setzt er seine Berechnungen fort und trödelt vor sich hin. Das Genie ist nicht in der Lage, einen Bus zum Flughafen zu besteigen. Das Flugzeug erreicht er mit Müh' und Not ...
Beim Einchecken beobachtet ein mondgesichtiger Herr, wie Schluck seinen Zeitmesser inspiziert. Diese Uhr erweckt sofort die Begehrlichkeit des Rundkopfes. Er verfolgt Schluck bis in die Maschine und lässt ihn nicht aus den Augen. Im Flugzeug hocken auch schon die Digedags. Schluck vertraut sich ihnen an, denn er fühlt sich vom Mond beobachtet und belästigt. Dig, wachsam wie immer, vermutet einen Agenten der feindlichen Macht. Dag findet das schlicht lächerlich. Bald ist das Ziel der Reise erreicht, der Winterkurort "Rodelbach".
Die Kufentaxis vor dem Flughafen fahren nach strengen seriellen Richtlinien und sind obendrein stark limitiert.
So bleibt den Urlaubern nichts weiter übrig, als die letzten Kilometer zum Hotel füßlings zurückzulegen.
Der Doktor spielt den "Schluck-guck-ins-Heft" und karamboliert dabei mit einem schlitternden Schulmädchen, welches den gesamten Inhalt ihrer Schultasche über den zerstreuten Schluck verschüttet. Beim Einsammeln geht einiges schief.
In der Schule fällt es zuerst dem Mathelehrer auf, dass mit Klärchens Heft etwas nicht stimmt. Findigerweise schickt er das Mädchen mit dem Heft zum Fundbüro. Wenig später wird auch Schluck vom Lehrer dahin verwiesen. Schlucks Heft hat der Fundbürokrat schon ordnungsgemäß in die Ablage verbracht.
Der gute Doktor wird immer nervöser, da nach seinen Berechnungen die Tragflächen jeden Moment zu brechen drohen. Nach mehreren Stunden angestrengter Archivarbeit kommt die Schwarte endlich wieder ans Tageslicht. Zu allem Ärger lauert vor dem Hotel auch wieder das Mondgesicht und bietet hunderte von Valutas für die Schluckucks-Uhr. Kurz später peinigt er Schluck, als Zimmermädchen verkleidet. Diesmal geht er aber zu weit, nämlich aus dem Fenster. Nun ist auch Dig fix und alle und ruft, in Wahrnehmung seiner Bürgerpflichten, die Staatsmacht. Da bei allen Erholungssuchenden die Nerven an der Oberfläche anklopfen, wird der Urlaub kurzerhand abgebrochen.
Beim Rückflug darf natürlich der "Spion" nicht fehlen, doch ein Vertreter der Spionageabwehr wirft schon ein zeitungslochumrandetes Auge auf den mutmaßlichen Staatsfeind.
Um den Flugzeugtest zu retten, rät Dig dem Konstrukteur, seine Bedenken nach Hause zu telegrafieren.
Dort ist das Kollektiv unter Leitung von Ingenieur Möller schon fleißig am checken. Als der Fahrwerkstest bestanden ist, taucht der Telegrammbote auf, kann aber im Wust von M?llers das passende Schriftstück nicht finden. So geht auch der Tragflächentest ohne Schlucks Warnung ins Land. Nur der Knall einer Seltersflasche peitscht durch die angespannte Ruhe in der Halle. Beim folgenden Test des Strahltriebwerks gehen alle Telegramme unumkehrbar in den aschigen Zustand über.
LEXI zeigt auf einer opulenten Doppelseite wie so ein in der DDR zu bastelndes Passagierflugzeug mit Strahltriebwerken aussehen könnte.
Etwas verspätet kommen nun die Digedags mit Schluck in der Halle angeprustet. Ein möllerscher Blick in Schlucks Rechenheft enträtselt das Missverständnis sofort: Schluck hat die alten Leichtmetall-Werte für seine Berechnungen verwendet. Außer Spesen nichts gewesen. Aus dem Off erscheint auch noch der "Spion" mit dem handschelligen Geheimpolizisten im Schlepptau. Doch ehe die Armbänder "Schnapp" machen können, klärt sich alles auf. Es ist nur ein harmloser Uhrensammler, der nun endlich zum Geschäft kommen kann. Im Tausch gegen sechs andere Taschenzwiebeln bekommt er von Schluck die "einzige Taschenkuckucksuhr der Welt". Wieder zurück in "Rodelbach" kann sich Schluck am Klang seiner vielen Uhren erfreuen. Wenn er nur wüsste, welche ordentlich tickt. Aber er ist zeitlos glücklich
 
Beilage:
Liebe MOSAIK-Freunde (Beilage wird aus technischen Gründen eingestellt, ab 1960 Wechsel zum "Verlag Junge Welt", Vorschau auf die Erfinderserie im Rahmen der zweiten Raumreise ab Heft Nummer 45)

Rückseite:
Erklärung des Windkanals (in Dresden) sowie weitere
Huldigung des Flugzeugbaus

Vorzeitiges Ende des Mosaik noch einmal verhindert
Zum Ende 1959 sah es um die Zukunft des Mosaik laut Hannes Hegen nicht besonders rosig aus.
Für das Heft 37 war schon ein apokalyptisches Cover entworfen worden, das dann glücklicherweise aber nicht zum Einsatz kommen musste.



„Liebe Leser! Mit diesem Heft stellt Mosaik sein Erscheinen ein. Wir danken Euch für Eure Begeisterung, die Ihr immer unseren Abenteuern entgegengebracht habt. Es grüßen Euch herzlichst Eure Digedags!“

 

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