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561 Das Urteil September 2022

Mosaik 561

Nein - nicht das des Singongo (das war vor circa 65 Jahren), sondern jenes des Abu Jussuf.
Vermutlich habe ich dem Kadi kürzlich Unrecht getan, als ich ihm Bestechlichkeit in die Puschen schieben wollte. Sein Vorgehen am Beginn des Heftes entbehrt nicht eines gewissen Salomonismus. Der Beklagte ist jedenfalls zufrieden, daß die recht sportliche Schadenersatzforderung gemildert ward. Das wars dann aber auch.
Kurz darauf erhält Abu Jusuf von einem Zuträger des Kalifen einen güldenen Löffel überreicht, mit besten Empfehlungen von Lela.
Der Kadi erkennt sein vermißtes Schanzwerkzeug sofort wieder.

Die Faxe frühstücken mit Isaak in Saids Elefanten-Herberge, als Euphemios bei Herrn Sigismund mit der frohen Botschaft auftaucht, daß es bald losgehen könne. Und zwar schon morgen. Es soll zuerst über Trapezunt ("Warten auf Theodora") nach Konstantinopel gelustwandelt und von dort mit einem Schiff weiter nach Venedig gesegelt werden.
Den Abrafaxen bereitet es Sorgen, daß dann die Elefantenbespaßer nicht mehr gebraucht würden.

In einem verlotterten Gemach des Kalifen-Gattin-Flügels soll Ahu rein Schiff machen, denn hier will ein neuer Beamter des Kalifen samt Gattin Stellung beziehen. Um wen es sich handelt, bleibt vorerst noch geheim.

Khalil und Amar bringen Brot aus eigener Herstellung für die Kinder in die Karawanserei. Die Faxe hören, daß am Nachmittag gegen Lela verhandelt werden soll. Dort wollen sich alle schadenfrohen Interessenten treffen.

Während die ahnungslose Ahu die Entrümpelung beaufsichtigt, erscheint Lantfrid mit Gertrud. Und er vermeldet die schöne Neuigkeit, daß der Kalif ihre Verpartnerung genehmigt hat und die beiden hier wohnen sollen.
Ahu vergißt sich daraufhin voller Überschwang. Da Lantfrid ein großer Teil des Gerümpels gefällt, darf er ihn mitnehmen.

Die lang ersehnte Verhandlung zwischen dem Ankläger Dschaffar als Vertreter des Kalifen und Lela, der Generalsekretärin der Diebes-Gilde, beginnt. Das vom Großwesir angebotene schattige Plätzchen lehnt der Kadi kühl ab.
Quecksilber-Ali erscheint mit der Gefangenen und wünscht ihr einen interessanten Nachmittag.
Lela kann es sich nicht verkneifen, den Kadi dezent zu belöffeln.
Weil es noch kein Urteil gibt und Lela alles abstreitet, müssen ihr auf des Kadis Geheiß die Fesseln abgenommen werden. Das macht Eindruck auf die Zuschauer, außer auf Abrax. Die Anschuldigung mit dem Haarreif geht nach hinten los, weil Lela diesen von Ali hat, und der nicht für den Raub verknackt werden kann, da er aktuell in des Kalifen Diensten steht. Das Volk jubelt, Abrax tanzt seinen Namen.

Der nächster Anklagepunkt Dschaffars ist die Entführung einer "wichtigen Person des Reiches". Lela streitet wieder alles ab. Nun wirft Abrax ein, das Opfer sei der Kalif gewesen.
Da nur der Enftührte klagen kann und Dschaffar eine klärende Aussage verweigert, spricht der Kadi das Urteil, daß weder Lela noch Sveytaman irgendetwas vorzuwerfen wäre. Lela jubiliert.
Aber Abu Jussuf hat noch einen Trumpf im Ärmel. Er bezichtigt Lela des Bestechungsversuchs, was das allerschlimmste aller schlimmen Verbrechen überhaupt sein soll.
Man könnte allerdings auch zum Schluß kommen, daß Abu Jussuf jegliche Besitzveränderungen generell toleriert - es sei denn, es betrifft ihn selbst.
Lela wird somit zu 7 Monaten Teppichknüpfen in des Kalifen Flokati-Schmiede verdonnert.
Mit diesem Urteil kann Freund Blase wohl die Rückkehr seiner restlichen 5 Löffel vergessen.
Nun sieht Abrax erneut seine Zeit gekommen und er rollt den Entführungsfall noch einmal auf, immerhin mit Califax als Zeugen. Dschaffar erklärt jedoch, daß der Kalif im Palast gewesen wäre.
Der Kadi konstatiert, daß es damit zwei Wahrheiten gäbe - doch es kann nur eine geben.
Da der Großwesir unabkömmlich in der Stadt ist, müssen die drei Verschwörungstheoretiker mit ihrer eigenen Wahrheit Bagdad verlassen. Weise gesprochen.
Für die Waisenkinder wendet sich alles zum Guten, Amira will sich um sie kümmern. Somit gibts für die Abrafaxe keinen Grund mehr, sich den fränkischen Rückkehrern anstelle Herrn Lantfrids nicht anzuschließen. Elefanten-Safari ist angesagt.

 

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